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Geschichte der Juden.
XVII, 2, I) berichtet er, daß mehr als 6VVÜ Pharisäer, welche den Eid ver-weigert hatten, in Geldstrafe verfielen. Die Strafgelder habe Pheroras'Frau, die ihnen anhänglich gewesen, für sie erlegt. Im Eingang zu dieserErzählung gibt Josephus zu verstehen, daß diese 6li0ü Pharisäer eine eigeneKlasse gebildet haben, welche das väterliche Gesetz mit besonderer Genauig-keit beobachtete: x«e XL '/orakoctxvlx «x^r-
P(,ox«üx roö 7r«r^lov xv^o„, als ^»lpkrx xv Akkox ?rxo?-7ro«ov^cx<u>- v-rHxro ^ ),vx«lx«-xtr-?. Schon aus dieser Schilderung ist eineKlasse der Pharisäer zu erkennen, welche es noch skrupulöser mit dem Gesetzenahm. Die darauffolgende Schilderung weist aber geradezu auf ihre zelotischeGesinnung mit Fingern: „Sie werden Pharisäer genannt, sie haben denKönigen, so viel sie vermochten, ganz besonders entgegengehandelt, vorsorglichund offen erhoben sie sich, Krieg zu führen und Schaden zuzusügen (nämlichden Königen und Kaisern). xaloaxx«-, öoxa/-LxoL /-tt/caxc-
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Das will doch nichts anderes sagen, als daß ein Teil der Pharisäer,damals 6000 stark, zu den Zeloten gehörte, den Königen und Kaisern kräftigenWiderstand geleistet und dem Herodes den Eid verweigert hat und deswegenin Strafe genommen worden ist. Was Josephus noch von diesen Pharisäernerzählt, paßt nur auf Schammaiten. Die dem Hofe nahestehenden Weiberwaren ihnen anhänglich. Dazu gehörte Pheroras' Frau und Schwiegermutter.Sie waren ihnen anhänglich, weil sie glaubten, daß sie wegen ihrer rigorosenFrömmigkeit ganz besonders bei Gott beliebt seien und die Zukunft zu erschauenvermöchten. Einige dieser Pharisäer hatten Pheroras' Frau vorgeredet, Herodesund seine Nachkommen würden untergeheu, und die Herrschaft werde ihr undihren Kindern zufallen. Deswegen hat sie für sämtliche Pharisäer dieserObservanz die Strafgelder wegen Eidesverweigerung erlegt. Auch mit andernHöflingen haben sie Jntriguen angeknüpft. Einem Eunuchen Bagoas, einemLiebling Herodes', verhießen sie Manneskraft, Kinder und Herrschaft. Allerdingshaben nicht sämtliche KliVO Pharisäer diese schwindelhaften Jntriguen eingefädelt,sondern nur einige von ihnen, und die schuldig Befundenen ließ Herodes hin-richten. Aber diese Schwindeleien haben sie doch nur aus ingrimmigem Haßgegen Herodes, d. h. aus politischem Zelotismus, getrieben, und sie fanden nurGlauben wegen ihrer übertriebenen Frömmigkeit.
So weit wir die Schule Hillels und ihre Äußerungen kennen, können sichdie Jünger derselben unmöglich in ein solches unwürdiges Spiel eingelassenhaben. Folglich können es nur Anhänger des Hauses Schammai gewesen sein.Psrtinin non statur.
3. Den Mitstifter der Zelotenpartei nennt Josephus den Pharisäer
Sadduk sAlterth. XVIII, I, 1). Er und Juda, der Gaulanite oder derGaliläer aus Gamala, haben zuerst das Volk gegen den Zensus aufgewiegelt.Die Identität dieses Sadduk mit dem pnr (Isöamob IS ö) da-
hingestellt, so war er doch sicherlich kein Hillelite, mithin viel eher als Scham-maite zu denken.
4. Von den Zeloten berichtet Josephus, sie hätten den Sabbat unter allenam strengsten beobachtet, und dennoch hat sie der Eifer getrieben, die Religionzu verletzen, am Sabbat zu kämpfen und Cestius' Heer am Sabbat mit Ungestümzum Weichen zu bringen (jüd. Krieg II, l9, 2): ^x öch xn ^ä-.-ax»
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