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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Geschichte der Juden.

Es scheint, daß dieser ganze Stadtteil ohne Unterschied dieNeustadt"genannt wurde, und nur, wenn die Örtlichkeit genauer bezeichnet werdensollte, wurde der niedrig gelegene dieNeustadt", der höher gelegeneBezetha" genannt. So erzählt Josephus selbst, Cestius habe Bezetha unddie Neustadt verbrannt*). An einer anderen Stelle nennt Josephus beideTeile schlechtwegdie nördlichen Quartiere" der Stadt, die Titus nach derErstürmung der (dritten) Mauer ebenso wie Cestius zerstören ließ°). Nebenhersei bemerkt: Josephus' Deutung des Namens als Neustadt, wobei

er an unin-.iw gedacht hat, ist eine unglückliche Etymologie. Ehe wir dieandere Quelle zur Vergleichung heranziehen, sei hier noch auf die Angabe beiJosephus aufmerksam gemacht, daß die untere Neustadt in einer Ebene mitdem Ölberge gelegen hat (e/ri ri)x . . . LTit -rv 'A/laLMX

v?o?). Wir werden nämlich in der anderen Quelle dasselbe finden, daß dieneuerbaute und befestigte Stadt sich auf dem Ölberg befand, daß sie indie obere und untere zerfiel, und daß sie zu verschiedenen Zeitenzur Stadt gezogen wurde.

Zum Verständnis dieser Quelle muß vorausgeschickt werden: I) daß einneuer Stadtteil Jerusalems oder eine Vergrößerung der Stadt erst danneinen geheiligten Charakter erhalten hat, wenn eine förmliche Konsekrationmit Prozession stattgefunden hat, wie bei der Einweihung der Mauer zur ZeitNehemias', 2 ) daß ein solcher Stadtteil durch eine Ringmauer abgeschlossensein und von dem Raume außerhalb der Stadt getrennt erscheinen mußte.Dieser Umstand ist in der Mischna durch ein Gesetz festgestellt"). Die Um-wallung und Konsekration eines neuen Stadtteils war für den Genuß vonOpferteilen für Laien (whp wvip) und für den zweiten Zehnten (uv iv>-n)erforderlich, weil solche nur innerhalb der Mauern Jerusalems(12111 s2 oush) verzehrt werden dursten. Sollte also ein neuer Stadtteil zuJerusalem gezogen werden (ai.^TroUTcoA«-), dann mußte er durch eine Ring-mauer keuntlich gemacht und konsekriert sein.

Nun gibt eine alte Tradition an, daß zwei Stadtteile zu Jerusalemgezogen wurden, die aber einen verschiedenen Charakter erhielten. DieseTradition wird an 4 Stellen mitgeteilt, und jede derselben hat abweichendeL.-A. Diese müssen zuerst festgestellt werden, um die Tradition als historischesMaterial verwerten zu können. In der Hauptsache ist sie noch am verständ-lichsten im Scholion zu Megillat Ta'anit erhalten (zu Kap. 6 ):

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*) Jüd. Kr. II, l 9 , 4 : n/x 1k UilscAav

(Niese liest:Uklsküriv 7 r§o?»)-o^kvo/!Ü-r/r"j ->«t rHr -ö-rv/itv. Die Emen-dation Relands rHv xai statt ryi- verbietet das vorangehende Bindewort -rk.

2 ) Das. V, 7 , 2 : xar r« 7 rälkk,-s (xarcroxa-rrovoe),

a xar rrgvrep,. v /Irarr«?.

^) Lobsbuotii II, 3 : 2-iw:i n-:::i impi i-^-i hp ps-oiv p.i-v

2i>iiu lim -nvi p:h.i:: pi i-:i um -iv:: inxi 2->-:v iv pii.i:::, o-2i.iioi-inu N-11V-. In beiden Talmuden z. St. wird diese Halacha auf den Vor-gang unter Nehemia zurückgeführt. Freilich bleibt dabei der Umstand auf-fallend: wie konnten denn damals auch die Urim und Tummim dabei figurierthaben? Die Talmude werfen auch diese Frage auf, ohne sie befriedigend zubeantworten. Und wie konnte gar ein König dabei assistieren?