Note 22. Die Vorstadt Bezetha.
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der Vollendung der Mauer durch Claudius gestört wurde, und die Stadt wäreuneinnehmbar gewesen, wenn die Mauer so vollendet worden wäre, wie sie be-gonnen wurde. Mehreres folgt aus dieser Beschreibung für die Bezetha:l) ein hoher Hügel wurde Bezetha genannt; 2) er lag gegenüber der Antonia(welche im Nordwesten des Tempels lag); 3) zuerst wurde nur der nördlich vomTempel gelegene Strich an dem Hügel angebaut und zur Stadt ge-zogen, dann wurde auch der Hügel selbst von allen Seiten bewohnt(?r-pt 0 t>!^s^r«r). Es sind demnach zwei Stadtteile zu verschiedenen Zeiten an-gebaut worden. Zuerst der Teil an dem Hügel Bezetha im Nordenvom Tempel, dann der Hügel selbst gegenüber der Antonia, also im Nord-westen vom Tempel. 4) Die dritte Mauer umfaßte die ganze neuangebauteStadt im Norden. Zum Teil ergänzt wird diese Beschreibung durch die Stelle(Altert. XIX, 7, 2): „Agrippa befestigte auf öffentliche Kosten die MauernJerusalems, die sich gegen die Neustadt erstreckten, teils sie erweiternd, teilserhöhend^). Hier erzählt Josephus, daß Agrippa an der Vollendung durchden Statthalter Marsus verhindert worden ist. Das will doch eigentlich sagen,daß vor Agrippas Unternehmen die Neustadt eine Art Ringmauer gehabt habenmuß, die aber weder hoch noch breit gewesen ist. Josephus berichtigt diesesFaktum in den Altertümern, in welchen er seine früheren Angaben zu berichtigenpflegte, weil ihm später bessere Quellen oder bessere Nachrichten zu Gebotestanden. Er berichtigt also damit die Angabe im jüd. Kr., als wenn die neu-angebaute Stadt vor Agrippa ganz schutzlos gewesen wäre (n»oaWir haben also einen Beleg dafür, daß der neue Stadtteil bereits vorher voneiner, allerdings schmalen, niedrigen und zur Verteidigung unzulänglichen Ring-mauer umgeben gewesen ist.
Fassen wir das hier Gefundene zusammen, so läßt sich folgendes Bild vonder Lage und Entstehung des neuen Stadtteils entwerfen. Es gab einenHügel, genannt Bezetha, welcher sämtliche hohe Punkte Jerusalems überragte<»r). Er lag gegenüber der Antonia (der früheren Baris), d. h.nordwestlich vom Tempel. Als die Bevölkerung Jerusalems zunahm undder Raum innerhalb der alten Mauer nicht mehr ausreichte, bedeckte sich derStrich nördlich vom Tempel allmählich mit Wohnungen, und dieser Teilwurde dann zur Stadt gezogen (r« Zur Stadt
ziehen heißt doch wohl s'?s mit einer Umwallung umgeben; dieserAusdruck deutet also dasselbe an, was Josephus an einer anderen Stelle aus-drücklich angibt, daß der neue Stadtteil noch vor Agrippa eine Art Ring-mauer gehabt hat. Dieser Stadtteil lag an dem Hügel Bezetha (7V(,oe-.v,/im). Dieser neuangebaute Teil hat für die Dauer auch nicht aus-gereicht, und so wurde nach nicht langer Zeit (e?r' oöx v-.^ov) auch der HügelBezetha selbst rings herum mit Wohnungen bedeckt (Tr-xroix^S^v«- Io,/>ov).Das will doch wohl sage», daß zuerst die niedrig gelegenen Teile nördlichvom Tempel angebaut wurden, weil der hüglige Teil der Bezetha zu un-bequem für Wohnungen war. Die Not drängte aber, auch diesen Teil rings-herum zu bebauen. Nachdem auch dieser angebaut war, gab es also zweiQuartiere, die ältere niedrig gelegene Neustadt <,,/ xa-xv-
Tio-lt?) und die höher gelegene, nämlich den angebauten Hügel Bezetha.
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richtig emendiert hat, statt r^x ^lx . . . rHx llr.