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Geschichte der Jude».
aussetzungen und unrichtigen Folgerungen gelangt. Hausrath hat gar dasdurchaus falsche Datum zum Ausgangspunkt für den Pragmatismus in derBiographie des Apostels Paulus genommen. „Paulus konnte um so leichterseinen Besuch in der fanatischen Stadt (Jerusalem) in tiefes Dunkel hüllen,als im Jahre 39 Caligulas Attentat auf den Tempel die gesamte Bevölkerungin Aufregung setzte.... So blieb Paulus unbehelligt." So Hausrath, neu-testamentl. Zeitgesch. III, S. 68 und auch S. 126. Es hat sich aber bis zurGewißheit herausgestellt, daß diese Aufregung nur von Herbst 40 bis Februar 41gedauert hat. Die Chronologie ist ohnehin die allerschwächste Seite in Haus-raths Darstellung dieser Zeitgeschichte.
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Dte Uorftadt Kezrtlia.
Die Lage des Stadtteils oder Quartiers Bezetha in Jerusalem ist derbestbezeichnete topographische Punkt Jerusalems. Nichtsdestoweniger gehen dieAnsichten über sie so weit auseinander, daß kaum mehrere namhafte Topo-graphen, die Forschungen darüber angestellt haben, in allen Punkten überein-stimmen. Ein reckt anschauliches Bild von der Differenz über die Bezetha undandere topographische Punkte Jerusalems gibt die ausgezeichnete Karte vonC. Zimmermann, als Beilage zu der Übersicht gewährenden Begleitschrift:„Karten und Pläne zur Topographie des alten Jerusalem", Basel1876. Es sind drei Terrainkarten; und die vierte, betitelt: „RestaurierteStadtpläne des alten Jerusalem", gibt 14 verschiedene topographischeZeichnungen Jerusalems von 14 Schriftstellern, von denen die meisten die heiligeStadt aus Autopsie kennen gelernt haben, von Robinson an, der zuerst 1841wissenschaftliche Akkuratesse in diese archäologische Studie gebracht hat, bis aufConrad Schick, der als Baurat in Jerusalem lebt und 1876 einen Plan ent-worfen hat, mit welchem Zimmermann seine Übereinstimmung erklärt. Unterdiesen Topographen, die auch über die Lage von Bezetha Forschungen angestellthaben, figurieren die Franzosen Gras de Vogüs und General de Saulcy, dieEngländer Williams, Fergusson und Warren, einer der drei Ingenieure,welche die Gesellschaft Ualsstius sxploration tuuck nach Palästina beordert undmit reichen Mitteln zur Erforschung des heiligen Landes versehen hat; fernerdie Deutschen Schultz, Sepp, Menke, dessen biblischer Atlas von Palästinanächst der Karte von Kiepert allgemein bekannt ist, ferner Titus To bl er, derso viel für diese Studie geleistet hat, Furrer, der Schweizer Prediger, der zuFuß das heilige Land in der Länge und Breite durchmessen hat, und endlichnoch andere, welche im Verlaufe dieser Untersuchung werden genannt werden.Alle diese differieren bezüglich dieses topographischen Punktes. Die Verschieden-heit der Resultate der Untersuchung über die Lage der Bezetha ist allerdingsdurch ein dogmatisches Interesse veranlaßt. Jesus ist auf Golgatha gekreuzigtund (nach Johannes 19, 41) in dem Grabgewölbe des Joseph von Arimathiain der Nähe von Golgatha beerdigt worden. Dieses Grabgewölbe muß jeden-falls außerhalb der Stadt ausgehauen gewesen sein. Denn innerhalb Jeru-salems durste kein Grab angelegt werden, weil ein solches levitische Unreinheitverursacht haben würde. Nichtsdestoweniger hat die kirchliche Tradition JesuGrabmal einen Platz innerhalb des jetzigen Jerusalem zugewiesen unddort nicht weit vom Jaffatore und der Höhe, welche allgemein als Oberstadt