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Geschichte der Juden.
setztinH iü dieser Quelle zu vergegenwärtige», üm den historischen Wert derselben!richtiger beurteilen zu können. Es folgt also daraus unzweideutig, daß sie.wenn nicht Calignlas Befehl, so doch jedenfalls die darauf erfolgten SchrittePetronius' in den Sommer gesetzt hat.
Josephus setzt aber eben so unzweideutig Petronius' Verhandlung in denSpätherbst. Er erzählt, daß die Menge, verzweifelt wegen des beabsichtigtenAttentats auf das Heiligtum, in Liberias vor Petronius versammelt, erklärthabe, lieber zu sterben, als diese Schändung zu erleben. Vierzig Tage hinter-einander habe sie diese Drohung der Verzweiflung kund gegeben und habetatsächlich den Landbau vernachlässigt, obwohl die Zeit zur Aussaat heran-gekommen gewesen*). Noch deutlicher bestimmt Josephus die Zeit für diesesFaktum an einer anderen Stelle. Petronius habe dem Volke verkündet, daß erauf dessen Wunsch eingehe, dem Kaiser die Widersetzlichkeit und die Todes-entschlossenheit des ganzen Volkes anzuzeigen und auf eigene Gefahr das Auf-stellen der Bildsäule zu unterlassen. Er habe das Volk dabei aufgefordert, dieFelder zu bestellen. Das Volk sei darauf hoffnungsvoll an die Feldarbeit ge-gangen, und es habe sich dabei ereignet, daß, nachdem das ganze Jahr hindurchDürre geherrscht habe, plötzlich Regen eingetreten sei^).
Dazu kommt noch ein Schotten zu Megillat Ta'anit, welches ebenfallsdiese Begebenheit in den Herbst setzt. Der Text der Megillat Taanit gibtnämlich nur unbestimmt an: „am 22. ist aufgehoben worden das Werk, welchesder Feind in den Tempel zu bringen befohlen hatte, und Cajus Caligula istgetötet worden." Daß unter oubpor Cajus Caligula zu verstehen und dasWort korrumpiert ist tauch in ist längst erkannt worden (o. S. 748).
Das Scholion bezeichnet die Tatsache genauer und bestimmt das chronologischeMoment mit außerordentlicher Präzision. Die Nachricht, die Bildsäule aufzu-stellen, sei in Jerusalem am Vorabend des Hüttenfestes (14. Tischri), undam 22. Schebat die Kunde vom Tode Caligulas eingetroffen. Die aufregendeBegebenheit habe also nur im Ganzen vier Monate und acht Tage gedauert(14. Tischri bis 22. Schebat). Die Scholia zu den Gedenktagen der MegillatTaanit stammen zwar aus verschiedenen Zeiten, manche aus sehr später Zeit.Aber dieses Scholion muß aus einer alten und historischen Quelle stammen,denn es kennt viele Details, welche auch Philo und Josephus ansühren. Eskennt den Statthalter Petronius, den es als Boten oder Gesandten be-zeichnet; es führt ferner an, daß die Menge ihn angefleht hat, den Entweihungs-versuch aufzugeben: n>*i» o-imor, o'prw v.i. Es gibt ferner an, das; dieMenge in vielen Städten, welche der Gesandte berührte, in Trauer zubrachte:(irn.-, )xi) gr-.n bp o-guro n.na- viu >-mi. Endlich stimmt auch die von ihmangegebene Zeit aufs Genaueste, wie wir weiter sehen werden. Aus dieser, wennnicht klassischen, doch beachtenswerten Quelle wird Josephus' Zeitangabe bestätigt,daß der Vorgang im Herbste stattgesunden hat. Der Widerspruch besteht also
*) Josephus Altert. XVIIk, 8, 3: XOL nanr«
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Im jüd. Kr. (11, ln, b) bestimmt Josephus die Zeit in der Art, dag Petroniusdem Bolke versprochen habe, sich zu dessen Gunsten bei Caligula zu verwenden,als bereits fünfzig Tage seit dem Beginne der Aussaat vorübergegangenwaren: x»ra xäg c>7(-a>- NTsögoi- Tiirrisxair»