Note 19. Die Wahl- oder absehbaren Hohenpriester. 729
nicht dazwischen getreten märe') sAnders Schürer I", S. 57V, vergl. bes.Anni. 14 das.).
Also die Ermordung galiläischer Festreiscnder, und was daraus folgte,entstand durch die haßerfüllten Reibungen der beiden Landpflegergegen einander. Der Klage über diesen Landfriedensbruch gab Cumanuskein Gehör. Natürlich. Er hat diese Überfälle gegen Galiläer, die zur Juris-diktion seines Gegners gehörten, heimlich begünstigt. Darauf schritten dieGaliläer zur Selbsthilfe und forderten den Zelotenführer Eleasar ben Dinai auf,gegen die Samaritaner zu ziehen. Diese wurden wieder von Cumanus auf-gestachelt, „den Untertanen seines Gegners Schaden zuzufügen." Dis Galiläermit ben Dinai (und Alexander) verbrannten einige Dörfer der Samaritaner ander Grenze von Akrabatene. Darauf bot Cumanus die römische Militärmachtauf, und es kam zum Kampfe, wobei, wenn auch die Judäer eine vollständigeNiederlage erlitten, römische Soldaten, wie sich denken läßt, umgekommen sind.Das will eben Tacitns mit dem Passus sagen: guuw arma. milituw iutsr-zeewt-ont, easai milits8. Eben deswegen hat Ouadratus, der die Streitsacheuntersuchte, die gefangenen Judäer (nach jüd. Kr. II, 12, V achtzehn an der Zahl)hinrichten lassen, weil er darin eine Auflehnung gegen die Majestät des römischenStaates erblickt halte (nach Altert. XX, l>, 2 hat er sie kreuzigen lassen).Quadratus wollte aber die Verantwortlichkeit dieses erbitterten Prozesses nichtübernehmen und wies ihn an den Kaiser selbst. Warum? Weil es sich inletzter Instanz nicht um Galiläer und Samaritaner, sondern um die beideneinander feindlichen Proknratoren handelte, und beide am HofeProtektoren hatten. Cumanus mußte sich in Rom einstellen und zwar als An-geklagter. In dem Prozeß, zu dessen Entscheidung der Kaiser selbst eine Gerichts-sitzung anberaumte, sollte also im Grunde entschieden werden, welcher vonden beiden Landpflegern der moralische Urheber des Gemetzelsund in weiterer Folge des TodeS römischer Soldaten gewesen sei.Beide machten daher die größte Anstrengung, eine Entscheidung zu ihren Gunstenherbeizusühren. Für Cumanus und die Samaritaner arbeiteten einige Frei-gelassene des Kaisers, gegen sie Agrippina, die Kaiserin, auf Agrippas warmeVerwendung (Jos. Altert, das. 6, ö>: ,!e »Olt -rot;
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Freunde und Ratgeber Claudius' waren Narcissns, Pallas und noch andere.Hier erblicken wir eine Parteigrnppierung am Hose. Agrippina war mit Pallaseng verbunden, man bezichtigte sie geheimer unzüchtiger Verbindung (Tacitusund Dio Cassius); Pallas war Felix' Bruder. Agrippina und Pallas bemühtensich demnach für Felix' Freisprechung und Cumanus' Verurteilung, anderekaiserliche Libertini und. Günstlinge für Cumanus. So stellt es auch Tacitusdar. Die erstereu trugen den Sieg davon; dio Entscheidung fiel strenge aus.Cumanus wurde in die Verbannung geschickt (Tacitus und Josephus), diesamaritanischen Gesandten wurden hingerichtet, und der Militärtribuu Celer,welcher gewiß auf Cumanus' Geheiß gegen die Judäer gewütet hatte, wurdegefesselt nach Jerusalem geschickt und zum warnenden Beispiel öffentlich ent-
Ü laoitna .4n. 12, 54: Igltur rapta.ro. intsr ss, immittsrs latrcmumßstobcm, oompouers insiclias, et aliciuauclo proelim oontz-rscli, spoliagus etpra.ecla.8 acl proenratoree rst'srre. Iligue (Lumanus st Helix) primo laetari,uuix Aliseeurs psruieie, gunm arma militnnr iutsrssoiaaeut, eaem militee.^rsiWStgue bell» provineia, ui l)ua<lratn8, Sprias reetor, subveuisset.