Note 17. II. Rabban Gamaliel I.
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gewendet, wie aus mehreren Stellen im Talmud hervorgeht. Es ist nicht zuübersehen, daß Mar-Samuel, welcher sich rühmle, die astronomischen Himmels-bahnen so gut zu kennen wie die Straßen seiner Geburtsstadt, und sich an-heischig machte, auf viele Jahre hinaus einen festen Kalender für Monatsdauerund Schaltjahre zu berechnen, ebenfalls wie Hillel aus Babylonien stammte.Hillel II., welcher den festen Kalender eingesührt hat. hat wahrscheinlich astro-nomische Traditionen aus dem Patriarchenhanse gehabt, die er wohl der Be-rechnung zugrunde gelegt hat.
II. Nnbbnn Gamaliel I.
Das Einstellen der Bergfeuer für die Ankündigung der Monntsansängefällt unzweifelhaft noch in die Zeit vor der Tempelzorstörung, nämlich in dieZeit der gesteigerten Erbitterung der Samaritaner gegen die Judäer, und hängtmit den Borgängen unter Cumanus zusammen. Darauf weist zunächst der Passusin der Mischna (Loseli ba-8eba.ua II, 2 ) 2-712.7 ,bp 7 p 2>2 71x1122 px-ir-o 7-7 71112x72pxi-'i- pniSir mw' u'pnn. Zwar berichtet nun der Jeruschalmi z. St. (k. öS a), daßRab bi, d. h. der Redakteur der Mischna, diese Feuerzeichen aufgehoben hätte: 8122 '20 M-D 2.1 NN 7,-2 '27 ? 71X12-27 NN. Allein diese Angabe beruht sicherlich aus einerfalschen Lesart. Denn die Mischna spricht ja selbst von dem Aufhören derselben,wie von etwas, das lange vorher stattgesunden hat: 7 i,e-x 72 . Auch ist es völligundenkbar, daß die Bergfeuer auch noch nach dem großen Kriege unter Ves-pasian und gar noch nach dem Extermiuationskriege unter Hadrian bis zuRabbis Zeit fortgedauert haben sollten, da die Bergfeuer doch als Signalezum Aufstande hätten nusgelegt werden können. Auch hat ja Jerusalem, vonwo aus das erste Zeichen gegeben werden sollte, unter Hadrian gar nicht mehrexistiert, und unter dem Namen .-Islia Oaxiwlina war es den Judäern unzugäng-lich. Hinter dem Worte '27 muß daher ein Name ausgefallen sein, was schon Z.Frankel bemerkt hat (im Vorwort zu s. Jeruschnlmi-Komment.X). Es muh entschiedender Name -27 und zwar P217 ergänzt werden. Denn der Ausdruck
2-712.7 18^2122 weist auf einen Ausbruch der Feindseligkeit der Samaritaner hin,und diese war gesteigert unter Cumanus, wie Josephus zu diesen Vorgängenden Eingang hat: ' 7 ol>ö«/oos e/Ap« (Altert. XX, 6, 1 1.
Die Animosität der Samaritaner war dadurch gesteigert, daß der Kaiser-Claudius den Judäern gegen sie Recht gegeben und die samaritanischen Ge-sandten noch dazu hatte hinrichten lassen. In dieser Zeit hat Nabban Gamaliel 1 .noch fungieren können, da er doch zur Zeit Agrippas I. gelebt hat (II. ?sssaebim88 b). Auf diesen N. Gamaliel sind auch die übrigen Bestimmungen zurück-zuführen, welche in der Stelle des Jeruschalmi in Verbindung mit dem Aushörender Bergfeuer angeführt werden: i>- '-2 i>- 7-771 rwn 7-7.71 71x12-2.7 7 x 8122127.2712- 7PI72 27x22 I>8>- PX21- 17-2' 7-771. Diese laxe Bestimmung bezüglich derAussenbung von Boten für die auswärtigen Gemeinden noch vor dem Eintreffender Zeugen für die Sichtbarkeit des erste» Mondstreifens beweist, daß derAutor derselben mehr Wert auf die astronomische Berechnung des synodalenMondlaufes als auf die Zeugenaussagen gelegt hat. Denn wie sollte schon amAbend, noch vor dem Eintreffen der Zeugen, überallhin der Monatsanfang an-gekündigt werden, da doch möglicherweise am folgenden Tage die erwartetenZeugen nicht eintreffen konnten? Der Autor, d. h. Gamaliel, hat demnachden Monatsanfang nach der Berechnung statuiert, unabhängig von Zeugenaus-sagen. Die astronomisch-synodale Berechnung war im Hause des PatriarchenTradition (o. S. 139 ).