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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Geschichte der Juden.

wasser der Eifersucht zu reichen" das Beispiel der beiden Synhcdristen ent-gegenhielt, welche eine Freigelassene wie eine freie behandelt haben, entgegneteAkabia uorn (so die L.-A. in Jeruschalmi Noecl Latou p. 8l). Die

Erklärung des Wortes »von gibt Jeruschalmi durch .wowi wieder. Dierichtige Erklärung gibt aber R. Hai Gaon (bei Xrueü 0 : 1 ), welcher dem griechischenWorte den richtigen griechischen Sinn «indiziert.' ,-m-n üo'x^«zum Schein":sie haben der Freigelassenen einen Schein des vorgeschriebenen Wassers zumTrinken gereicht, um sie zum Geständnis zu bringen. Die später» Kommen-tatoren, welche es durchihresgleichen" erklären, schien gegen den Wortsinn.Hat also dieser Ausspruch nicht die entehrende Bedeutung, so hat man keinenvollgültigen Beweis von dem Proselyteutum des Schemas» und Abtalion.Im Gegenteil, ihre Synhedrialwürde, ein Amt, wozu Proselyten am wenigstenzugelassen worden wären, spricht entschieden dagegen. Viele haben sichbereits daran gestoßen (vergl. Lecker Im-I>orot, Artikel n-pnir). Daß sie aberÄgypter waren, scheint daraus hervorzugehen, daß sich ihr Jünger Hillel aus-sallenderweise des Ausdrucks p.n bedient hat (anstatt drei Kab), weil er dieHalacha wörtlich wiedergeben wollte, wie er sie von seinen Lehrern Schemas»und Abtalion vernommen: inst o"Nlr nn a-inuv nbn pn

wn (blckisot I, 3. Vergl. Abraham b. Davids einzig richtige Erklärung;Waimunis dagegen ist höchst gezwungen). Das Auffallende daran, warumSchemas« und Abtalion gerade das Maß p.n angewendet haben, erledigt sichdurch die Erwägung, daß gerade dieses Maß l',-»«,- ägyptisch ist (vergl.Boeckh, metrologische Untersuchungen, S. 214) Daher die I-XX das biblischep.n stets wörtlich durch e»-, 1,- oder ist- wiedergibt. Schemas« und sein Ge-nosse scheinen demnach Alexandriner gewesen zu sein, oder mindestens inAlexandrien gelebt zu haben. In Palästina war zu ihrer Zeit das Hin nichtmehr im Gebrauche. Die nur in der Haggada angetroffene Nachricht, daSchemas« und Abtalion Proselyten gewesen seien, beruht demnach auf sehrschwachem Grunde. Auch die Stelle (.lonm 71 h), wo sie Heiden (;':evp >^)genannt werden, scheint der falschen Annahme zu Liebe entstanden zu sein;ursprünglich mag sie anders gelautet haben. Selbst zugegeben aber, daß sie,weil (obwohl?) von Proselyten abstammend, in das Synhcdrion gewählt werdendurften, ist es nicht auffallend, daß zu einer und derselben Zeit zwei Abkömm-linge von Proselyten an der Spitze desselben gestanden haben sollten? Man kanndie Quellenangaben vielleicht dahin ausgleichen, daß einer von beiden von Heidenabstammte, und zwar dessen Name, so wie der dafür von Josephus

gegebene //oll/«,- doch jedenfalls fremd und griechisch klingt. Weil aber seinGenosse nicht in Palästina geboren war, mag ein König (w. u.) sie alsals nicht ebenbürtige Israeliten, verhöhnt haben.

Es bleibt noch übrig das Verhältnis von Schemas« und Abtalion zu denvon Josephus namhaft gemachten Pharisäern und //oll/«,- (Altert.

XIV, 9, 1; XV, 1, l und das. 10, 4) auseinanderzusetzen. So gewiß wie ander letzten Stelle lediglich von Hillel und Schammal die Rede sein kann, sogewiß ist an den beiden elfteren Stellen Schemas» und Abtalion zu verstehe».Der chronologische Kanon, daß Hillel ein Jahrhundert vor der Tempelzerstörungdas Synhedrialpräsidium übernommen hat, also um 30, darf nicht angetastetwerden, ebensowenig wie die Reihe seiner drei Nachfolger: Simon I.,Gamaliel I. (i?>n) und Simon II., der in dem Kriege gegen die Römer unterNero tätig war. Josephus, der seine Schriften in Rom verfaßte, fern vondem Umgänge mit den die Tradition bewahrenden Männern, hat die Meister