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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Geschichte der Juden.

und stammt aus Vieser Zeit (o. S. 572 ). Die talmudischeu Quellen kennendie Veranlassung dieses Volksfestes nicht mehr genau. Einige beziehen zwardas Holzfest mit Recht auf das Aufhören des Verbotes, Holz in den Tempelzu bringen (8228 ,8p' »82' hat wohl hier nur diese Bedeutung); allein von

wem dieses Verbot ausgegangen war, darin widersprechen sich die talmudischenQuellen. Jer. bezieht es auf Jerobeam I. (leruseü. Ba'auit. IV. 6, p. 68):

0 W 11.1 8p .nmoi-w 22 ) ;2 2 P 22 ' 2 ' 2 'M 2 . 2 P 22 drnp'pp 'prip ') 2 , '8p ' 2 )» ML

2'82w'8 n:8p8 pnuL nn u8i. Die Boselta so. 3 ) und das Scholion zu Ne^illat,Da auit (o. 5 ) lassen dagegen das Verbot der Holzspendcn von denKönigenGriechenlands" ausgeheu: 2-222.2 8p nmuows p> -282 w'enii, was gewiß un-historisch ist. Der babylonische Talmud läßt merkwürdigerweise die Dynastie,von welcher dieses Verbot ausgegangen sein sollte, ganz unbestimmt, er setzteinfach dafür eine Regierung: 2wp mw> niw- .22'!) 2,2822 22» orm 2pee-2'8r>w'8 2-2,22 mw' ^8e>, 222P.28 still anit 28 a). Das Auslassen der Dynastieist keineswegs durch die Zensur entstanden, denn dieselbe L.-A. findet sich auchin der unzensierten Ausgabe. Alle an dieser Stelle angegebenen Tatsachenkönnen aber ihre historische Richtigkeit haben, wenn man das Verbot aufAlexander Jannai' bezieht, der in seinem Haß gegen das Pharisäertum soweitgegangen sein mag, geheiligte Bräuche, wie die Holzspenden für den Altar, zuuntersagen. Dabei mögen einige pharisäisch fromme Familien, die gewöhntwaren, alljährlich Holz zu liefern, eine fromme List ersonnen haben, das Holzin Jerusalem einzuschmuggeln. Als das Verbot mit der Regierung Alexanderssein Ende erreicht hatte, und man wieder den Brauch fortsetzen durfte, magwohl ein besonders wichtiger Tag, der 15 . Ab, für das Holzliefern (vgl. o.S. 572 ) eine höhere Bedeutung erhalten haben und zum Volksfeste erhobenworden sein. Das Volksfest mit dem Tanzen junger Mädchen und Wettgesangmag wohl noch einen anderen Anlaß gehabt haben. Volksfeste bewahren nurselten mit historischer Treue ihren ursprünglichen Charakter.

15 .

Der Bruderkrieg zmischen K>)rka» und Aristobul.

In den Nachrichten über den Bruderkrieg und dessen Folgen zeigt es sicham augenscheinlichsten, wie Josephus durch die talmudischen Relationen be-richtigt werden kann, und daß überhaupt die letzteren zuweilen aus guter Quellefließen. In den Hauptmomenten stimmen Josephus und der Talmud überein, sonamentlich darin, daß Hyrkan der Belagerer, Aristobul der Belagerte gewesen: wrrw2-W22 oi8wmow.m P1222 21)^212 2'2 2, 8p 2! M)122-N ,2>2 (8ota Ende, iilsnadiot 64 b),nur an einer Parallelstelle (Lada, ßamma, 82 d) findet sich der Kopistenfehler22222 LLpwn. Ferner harmonieren sie in dem Umstande, daß die Belagertennur für schweres Geld Opsertisre für den Tempel geliefert erhielten, und daßdie Opfer an der Blauer hinaufgezogen worden seien: c>^o^>oü,-rk; ,!7

(Altert. XIV. 2 , 2 ). Kürzer, aber in demselben Sinne ber Talmud:P2-22 p-28 p8p.-2, 22,,22 PI)-: ,28 P22-8D2 ,'2 21', 21' 822

Aber von hier ab beginnt eine Divergenz, deren Motiv nicht zu verkennenist. Die talmudische Relation berichtet, daß die Belagerer eines Tags auf