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Geschichte der Juden.
(Jos. das. II, 8, 7). In talmudischen Quellen wird für einen Novizen, welchersich einer höheren levitischen Reinheit befleißige» will, der Ausdruck gebraucht:nnnni pbrpu rn.-n awwr pbrp>r (Dos. Demai II, 1l; Isrns. Osmai 2, 3;b. Usoboiot 30 b^). Dieses oder rww diente wohl zum Trocknen
der Hände bei vorgenonimenen Waschungen. Das Tragen weißer Kleider wirdwohl auch nicht eine zufällige Tracht gewesen sein, sondern mit dem Levitismusin Zusammenhang gestanden haben; sie sollten an ihren (frei gewählten)Priesterstand erinnern.
I. Diese Betrachtung führt darauf, daß die im Talmud angeführtenMorgentäufer mrar' 'H 212 , sowie die von Hegesipp erwähnten Hemerobap-tisten nicht nur unter sich, sondern auch mit de» Essäern identstch sind, ob-wohl der letztere in der Sucht, einen langen Katalog judäischer Sektierer heraus-zubringen und die Zerspaltung des Judentums recht anschaulich zu machendie Essäer neben den Hemerobaptisten aufzählt: Ha»,- ,1- ^
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W«a,4»iA«ior. Uckäanxoirot, 'doeuroator (Eusebius, Kirchengesch.
IV, 22). Josephus, j. Kr. 8, 5, gibt zwar an, daß die Essäer erst nach demGebete zur ersten Mahlzeit „den Leib" in kaltem Wasser gebadet haben, undzwar erst nach der fünften Stunde, während >rrr-" auf ein Baden am
frühen Morgen binweist. Indessen mag Josephus aus Unkenntnis falsch be-richtet haben. Denn seine Erzählung, daß er die Schulen der Essäer, wie dieder Sadducäer und Pharisäer durchgemacht habe (Vita. 2), wird man doch umso eher als Aufschneiderei ansehen müssen, als es ja solche Schulen nicht gegebenhat, und es ihm nur darum zu tun war, griechischen Lesern zu sagen, daß esbei den Judäern Analogien für die griechischen Schulen der Stoiker, Pytha-goräer und Epikuräer gegeben habe. Aus einen: interessanten Dialog zwischeneinem Morgentäufer und einem Pharisäer erfahren wir, daß zwischen beideneine Disharmonie stattgefunden hat, indem die letzteren die essäischen Über-treibungen verlachten. Die reine' >)ri 2 beklagten sich über die Gleichgültigkeitder Pharisäer, den Gottesnamen im Gebete ohne vorhergegangene Lustrationdes Morgens auszusprechcn, worauf diese entgegneten, so dürfte man überhauptden Gottesnamen nicht mit einem körperlichen Organ aussprechen, da derKörper der Sitz der Unreinheit ist: onnv ar'bp rvnnv 'i>rie> mrmn
annL> rrnrnr cw'bp wenns ll'nrm . nbwn nbr n'ineio ovri nn mr'rm
rinrau w ->un pr aern rm v'iww (Dos. .lackaim, Ende, aber in den Aus-gaben korrumpiert, korrekt zitiert im Kommentar des R. Simson aus Sens zuJadaim, Ende). Die Pharisäer waren demnach eben so weit entfernt von derasketischen Exzentrizität der Essäer, wie von der nüchternen Weltlichkeit derSadducäer, und hatten ein klares Bewußtsein davon, daß der „närrischeChaßid" i'On, das Bestehen der gesellschaftlichen Ordnung gefährdet
(8ota 26a). Obwohl die Essäer zur Zeit der ersten Tannallen noch bestandenzu haben scheinen, so kannte man doch ihre Bedeutung im dritten Jahrhundertnicht mehr. Ein Amora fragte: „was ist eigentlich an diesen Morgentäufern?"n'inw be- nv (babli Usiaobot. 22 a).
i) Die Bedeutung des Wortes ist zwar dunkel, aber Raschi erklärt es,gewiß nach Tradition, daß es mit Waschen und Trocknen der Hände in Be-ziehung stand. Ein Elisa, der einen ganz besonderen Wert auf levitische Rein-heit gelegt hat, wird mrw bpr pv'im genannt (8abbat 49 a; 130 a; Isrns.Üeraobot II, p. 4 0 ). Hobelst. 10, 20 irr r-> rwwr, bedeutet wahrscheinlichebenfalls einen Essäer.