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Geschichte der Juden.
p. 28 e.), ohne daß diese Deutung als saddncäisch perhorresziert wird. Ebenso falsch ist wohl die andere Angabe desselben Scholion, daß die Sadducäerdas Ausspeien der Schwägerin, welcher der Levir die vorgeschriebene Eheversagt, buchstäblich „ins Gesicht speien" genommen wissen wollten (das.). Wederim 8ipürs, noch im Talmud (.ledamat 166 b) wird berührt, daß die Sadducäerin diesem Punkte eine differierende Ansicht gehabt hätten*).
L. Rituelle Differenzen.
s) Bezüglich des Tages, auf welchen das Wochenfest fallen müsse, habendie Sadducäer (Bosthusäer) dem Buchstaben gemäß angenommen, daß diesesstets ein Sonntag sein müsse: .icru inu nirp pinm pmn"a nnw (ölsnaeüot65 a: lileZ'illat: I'aanit I, 2). Damit hing die andere Differenz zusammen,ob die frischen Garben, die zum Zweck des Erstlings-Speiseopfers am Tagenach dem Passa gebracht werden sollten, am Sabbat abgemähet werden dürfen.Die Sadducäer hielten das Abmähen am Sabbat selbst zum Opferzwecke für einreligiöses Vergehen: 'xrwi luip.i ni-rp pn nn pL>,i":n
t') Über den Charakter, den die täglichen Opfer haben sollen. Der Saddu-cäismus leugnete ihren nationalen Charakter und behauptete, daß sie nicht ausdem von der ganzen Nation zusammcngeschossenen Stock bestritten werdenmüßten, daß es vielmehr der Frömmigkeit der einzelnen überlassen bleibe, für denOpserbedarf des Tempels zu sorgen; rwe: in riniri i>n' picim ppiir.i nnV
mnae- 'a u-av .in nun (ölknaoüot 65 a: Scholion zu RsKÜIat Pa'anit I, l).Als die pharisäische Ansicht von dem nationalen Charakter der Opfer durch-gedrungen war, ist man beim Sammeln der Tempelsteuer zu den täglichenOpfern (c'8pv) mit eben so großer Ostentation verfahren, wie bei andernstreitigen Punkten, z. B. bei dem Abmähen des Omer und dem Wasserschöpfen.Dreimal des Jahres um die Zeit der drei Hauptfeste wurde die Tempelsteuerunter Beobachtung gewisser Formalitäten zusammengetragen (8eliekalim III, 1, 3),um oppositionelles Aufsehen zu machen: mb wuw nivp°> 'ir, .lernseü. Lelielca-lim I, I (vergl. o. S. 568).
§) Dis Wasserlibation auf dem Altar am Hüttenfeste, ciw.i -pan.Wegen dieses Ritus, gegen den der Sadducäismus so entschiedene Oppositionmachte, entspann sich das Zerwürfnis zwischen dem sadducäischen König AlexanderJanuar und den Pharisäern (w. u. S. 764).
ü) Das Ausrichten von Weidenzweigen um den Altar am letzten Tage desHüttenfestes, wenn dieser Tag auf einen Sabbat fiel, ein Ritus, der mit demvorhergehenden zusammenhing und von den Sadducäern (Bosthusäern) nicht aner-kannt wurde (loma 43 ö): rwe' .nun n:ip unnv v'iw crrirwan pxr' wi>. Diandarf aber nicht daraus schließen, daß die Boäthusäer nur gegen die Weiden-prozession am Sabbat opponiert hätten, vielmehr war dieses bloß eine Konse-quenz der Verwerfung dieses Ritus überhaupt.
i) Das Verfahren mit dem Weihrauch am Versöhnungstage im Aller-heiligsten. Die Sadducäer behaupteten, der Weihrauch solle schon vor dem Ein-treten ins Allerheiligste auf die Kohlen gelegt werden, eigentlich gegen denWortlaut der Schrift (l,evit. 16, 13). Die Pbarisäer stellten dagegen auf, dasEntzünden des Weihrauchs müsse erst innerhalb geschehen (.Iowa. 19d): ;pri> uiv
.penp ppiir.nr' zur c'wr pirwn
*) Das Argument, welches Weiß dafür aus Isrus. 8auiisär. 19 a, anführt -Zur Geschichte der jüd. Tradition I, p. 118, N. 1 npii - ' panw nn -inLuianxiu uH UNN. 1 L 1 ist von keinem Belang.