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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Geschichte der Juden.

ihm war Eleasar ein Pharisäer und der aufreizende Ratgeber war derSadducäer Jonathan. Die dunkle Stelle in dem Bruchstücks:Ein Gemeinerin Israel würde dieses Recht genießen, und ein König in Israel sollte nurdasselbe Recht haben," erhält ihre Erläuterung aus Josephus' Parallele. Hyrkanwar erbittert wegen der geringen Strafe von Geißelhieben und Hast, welchedie Pharisäer (richtiger das pharisäische Synhedrion) über den Verläumderder Ehre seiner Mutter verhängt hatten; er hatte erwartet, daß sie denselbenzum Tode verurteilen würden: ll'oi 4t rols -/-«proa-ou?

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Auf welcher Seite in den Divergenzen die geschichtliche Wahrheit ist, läßt sichnicht entscheiden. Aber sicherlich geht aus der Übereinstimmung bervor, daßbeide Relationen aus einer und derselben Quells geflossen sind. Könnte manJosephus glauben, daß er vor der Abfassung der Bücher über den jüdischenKrieg die Geschichte in hebräischer Sprache für die Judäer in Barbarenländern,d. h. in Babylonien und Parthien geschrieben habe (?rooem. zu jüd. Kr. I, l:

so könnte man annchmen, "daß dieses Bruchstück aus seiner hebräisch-judäischenGeschichte sich erhalten hat. Allein Josephus verrät nicht selten völlige Unkundedes Hebräischen. Der Eleasar, der nach beide» Quellen den ersten Anstoßzu Hyrkans Zerwürfnis mit den Pharisäern gegeben, ist vielleicht identisch mitjenem Eleasar ben Pachura, von dem in einer gewiß glaubwürdigen Notizerzählt wird, er habe mit seinem Bruder Juda unter Hyrkan den Zehntenmit Gewalt an sich gerissen (lerns. Lola. p. 24a und Parall.): mpbn nae-r

piim pinn i-n .ums rnmn . 11 ,ne. Die Lesart in betreff des Vater-

namens von Eleasar schwankt zwischen .iiinr und niws, und könnte ebenso ni-pwgelautet haben. Wie sich Hyrkan gegen die Pharisäer nach seinem Abfallbenommen, darüber differieren ebenfalls die beiden Quelle», und beide scheinendie ursprüngliche Tatsache mit den später» Vorgängen verwechselt zu haben.Nach dem Bruchstücke hätte Hyrkan die Pharisäer hinrichten lassen. DieseWendung steht aber mit dem Passus in Widerspruch: apw luie- üirn.Josephus weiß nichts von Hyrkans blutiger Verfolgung gegen die Pharisäer,aber er hat ein anderes Faktum, daß Hyrkan die pharisäischen Gesetzesbestim-mungen zu beobachten verboten und die Übertretung des Verbots bestraft hätte:

-rll re l/r' «ure-r (-/-«gLatt-Mist iraraoraöerr« r-ä xcer«-

lüaar rov? piU.cirrorr»? »vr» xo/c!oo» (vergl. Altert. XIII, IN, li). Das

liefe auf dasselbe hinaus. Denn die Pharisäer haben wohl dieses Verbot miß-achtet und können wohl deswegen der von Hyrkan verhängten Strafe verfallensein. Möglich aber, daß dieser Passus imien -nrr, nin-i sich nicht auf Hyrkan,sondern auf Alexander Janna'i bezieht, der allerdings die Pharisäer hatte hin-richten lassen.

Hier ist auch der Ort, ans Hyrkans Verordnungen einzugehen, wozu auchdie sogen, rmn gehören, und eine irrtümliche Auffassung dabei zu berichtigen.Die Mischna tradiert: Jochanan der Hohepriester (Hyrkan) habe das Bekenntnisfür die Darbringung der Zehnten aufgehoben, und zu seiner Zeit brauchteNiemand zweifelhaft zu sein, ob von dem gekauften Getreide der Zehnte ab-gesondert worden sei (8ota IX, II): - ' - ir-rrm nnim -vrp.i im pur pnvmQi.n pir 01 .-- pn Das letztere will offenbar angeben, daß er

solche Vorkehrungen getroffen hatte, daß zweifelhaft Verzehntetes gar nicht Vor-kommen konnte. Damit stimmt auch die Fassung in der loselta (das. XIII.)überein: msin rm (ni-: l.) mn.i n- (-"- pnr) um -p-. Die Geschichte,