Note 12. Das Trihäresion.
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welche daselbst darauf bezüglich tradiert wird, weist auch darauf hin, daß infolgevon Hyrkans Verordnung gar kein Zweifel über die vorschriftsmäßige Ver-zehntung aufkommen konnte. Welche Vorkehrung hatte er getroffen? .Isr. z.St. und blaasser 8el>eni (Ende) ist dabei angegeben: -712 --m ru-a
n:rn i'2p.ne> ,m2v.u bp. Unmöglich kann es bedeuten, er habe Synhedrial-paare eingesetzt, wie es bisher meistens aufgefaht wurde: auch ich habefrüher diesen Irrtum geteilt. Denn in wie fern hätten dis zwei Vorsitzendendes Synhedrion die Vernachlässigung der Verzehntung verhüten könne»?Josephus berichtet, daß — mindestens zu seiner Zeit — zwei Leviten,als untergeordnete Beamte, jedem Amte beigegeben waren *). Es warenwahrscheinlich die Vollstrecker der Gesetze und Verfügungen. Es ist nichtzu verkennen, daß unter nun eben solche zwei Beamte zu verstehen sind;nun imp.i, heißt dann einfach: er stellte an oder ernannte ein Paar.Indem Hyrkan in jedem Bezirke solche anstellte, um die Ausführung derVorschriften für Hebe (nmnn) und Zehnten (nine-xu) zu überwachen, konnteauch der skrupulöseste Pharisäer ohne Bedenken Getreide vom ersten bestenkaufen, weil die angestellten Leviten — auch im eigenen Interesse — für diepünktliche Ausführung Sorge getragen haben werden. Man brauchte also zuHyrkans Zeit sich um etwa unverzehntetes Getreide (mui) nicht zu kümmern:es gab zu seiner Zeit kein Demaü Im babyl. Talmud (Lots, 48 a) ist dieTradition aber mißverstanden worden, als wen» Hyrkan eingcführt hätte, daßjeder Käufer zweifelhaft verzehntetes Getreide von Landleuten verzehntenmüßte: pinn '2p 'nun ip nui. Möglich, daß die zwei genannten Ben-Pachura zu diesen von Hyrkan ernannten Aussichtspaaren gehört haben undden Zehnten brutal eingetrieben haben.
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Das Trihärrston.
Es ließe sich eine ansehnliche Bibliothek von dem anfüllen, was über diesogenannten drei Sekten: Pharisäer, Sadducäer und Essäer, geschrieben wordenist, und doch sind bei aller Gelehrsamkeit, die darauf verwendet worden, ihreGrundeigentümlichkeiten und ihre gegenseitigen Differenzen noch nicht genugerkannt, ja sie sind geradezu verkannt worden. Die Hauptveranlassung der Ver-kennung liegt unstreitig daran, daß man sie vom Gesichtspunkte des dogmatischenSektenwesens beurteilt und den Maßstab kirchlicher Häresien an sie anlegt,wozu Josephus allerdings verleitet hat. Diese Beurteilung parallelisiert nämlichdie Sadducäer mit den Karäern — abgerechnet einige geringe Besonderheiten —die Essäer etwa mit den gnostischen Enkratiten und die Pharisäer, wer kenntsie nicht? Das waren Scheinheilige, Heuchler, die mit ihren Gebetmänteln undGebetriemen in den Straßen Jerusalems einherstolzierten und die Augen ver-drehten! Nahm man noch die Sekten der Galiläer, der Zeloten, der Hero-dianer und der Samaritaner und die Untersekten derselben hinzu, so hatteman einen vollständigen Ketzerkatalog, wie ihn Eusebius und Epiphanius auf-stellten, und ein Thema, über die Zerrissenheit des Judentums in der vor-christlichen Zeit zu predigen, und konnte die erbaulichsten Konsequenzen darausziehen. Aber wer mit einem solchen Maßstabe an die Beurteilung' der
*) Altert. IV. 8, 14: cxäary 41 üg/ß ckio «r-ckyk? Iirrl^k'rar k!-öl.'aö„iaa>'
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Graetz, Geschichte der Juden. III.
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