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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Geschichte der Juden.

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hätte der V. keinen Sinn svgl. Büchler a. a. O. S. 549s. Auffallend genugist es, daß eine andersartige Vergleichung gemacht wird. Entweder ist die Stelledefekt, oder die Schreiber haben die Vorgänge unter Juda Makkabi nicht scharfbetonen wollen. Das Ganze schließt mit der Wiederholung der Aufforderung:Da wir im Begriffe sind, die Tage der Reinigung zu begehen (nämlich imJahre 188), schreiben wir euch; ihr würdet recht tun, die Tage (ebenfalls) zubegehen". So ist der Zusammenhang klar und abgerundet. Selbst die Schluß-betrachtung (2, 17>8) ist situationsgemäß:Gott wird, wie er verheißen,sämtliche Söhne seines Volkes bald ins heilige Land sammeln, das er doch ausgroßen Übeln befreit und die Stätte gereinigt hat". Es ist eine Andeutung,daß die in Ägypten wohnenden Judäer, so behaglich sie sich auch dort fühlenmögen, doch nicht dorthin gehören, sondern zum heiligen Lande und zumheiligen Tempel, der doch in letzter Zeit, nach erfolgter Reinigung von der Ent-weihung, neuerdings der göttlichen Gnade gewürdigt worden sei. Diese sollensich also nicht als eine gesonderte Gemeinschaft betrachten, sondern ihrer Zu-sammengehörigkeit mit den Bewohnern des heiligen Landes eingedenk sein undalso mit ihnen gemeinsam die in Jerusalem eingesetzte Feier begehen. Vielleichtliegt auch darin ein leiser Protest gegen den Oniastempel.

Ist also der Inhalt des Briefes mit Ausnahme der Sagen und derIdentifizierung Nehemias mit Zerubabel welche die Schreiber bona, fickegegeben haben, historisch und nicht das Machwerk eines Falsarius, so ge-währt er uns einen Einblick in das Verhältnis der Muttergemeinde zurägyptischen Kolonie. Diese nahm keineswegs lebendigen Anteil an denVorgängen in Judäa während der Makkabäerkämpfe, auch nicht an der Tempel-weihe. Die Chanukafeier zu begehen, mußte sie erst aufgefordert werden.Wenn also das II. Mäkkabb. angibt, daß in Jerusalem bestimmt worden sei,daß das ganze judäische Volk diese Feier begehen sollte (10, 8): -ravrircär Vovck-rlwr kürer errolorov so ist das der

Erfahrung einer späteren Zeit entnommen. Es geht aber auch aus dem Send-schreiben hervor, daß in Judäa ein hoher Wert darauf gelegt wurde, dieägyptischen Judäer zur Lebensgemeinschaft heranzuziehen. Zweimal ist vonJerusalem aus an diese ein Sendschreiben gerichtet worden, unter Simon imBeginne seiner Verwaltung 169 8ek. 143 und unter Hyrkan I 188 Sei. 124. Wir erfahren auch daraus, daß es damals eine Gernsia gegebenhat, was übrigens aus dem I. Makkabb. bekannt ist. Interessant ist auch indem Sendschreiben das Kompliment, welches dem Aristobul gemacht wird, daßer vom Geschlechts der gesalbten Priester, d. h. der Hohenpriester, sei und zumKönig Ptolemäus in naher Beziehung stehe, dessen Lehrer sei. Es ist offenbareine oaptutio bsnsvolentiae. Unter dem König Ptolemäus kann nur Ptolem. VI.Philometor gemeint sein. Aus diesem Sendschreiben stammt der jüdischePeripatetiker Aristobulos. Ein anderes Dasein hat er nicht und der Vers, hatihn mit Philometor in Verbindung gesetzt (o. S. 622 su. die Bemerkungen dazu)).

Ist unser Sendschreiben historisch und, wie erwähnt, spricht nichtsdagegen, und nicht wenig dafür so ließe sich daraus das Zeitalter desjudäisch-alexandrinischen Schriftstellers Eupolemos, oder wenigstens die Zeitder Abfassung seiner Schrift:über die Judäer oder die Könige Judas"limitieren. In einem Fragment bei Eusebius (praspar. svaiiA. XI. o 39) istnach Eupolemos angegeben, daß Nebuchadnezar alles Metall aus dem Tempelnach Babylonien transportiert habe, aber nicht die Bnndeslade mit den steinernenTafeln, diese habe Jeremia zurückgehalten: rH? -,-/S,rvc: »-U er