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Geschichte der Juden.
geführt wird. Es wäre aber wie Eigennutz erschienen, wenn die Aufforderungauch von ihm ausgegangen wäre; die Alexandriner und besonders die SöhneOnins' hätten darin die Absicht erblicken können, seine Hohepriesterwürde an-zuerkennen, und mit diesen mochte man es nicht verderben; sie bildeten amalexandrinischen Hofe eine Stütze auch für Johann Hyrkan.
Der Einwurk, welcher noch gegen die Historizität der chronologischen An-gabe in diesem Sendschreiben gemacht wird, als wenn Dcmetrios im Jahre169 — 143 in Judäa anerkannt gewesen wäre, während „die Jndäer in diesemJahre von Demelrios abfielen und die Partei Tryphons ergriffen hätten,"dieser Einwnrf ist urkundlich falsch. Im Jahre 169 — 143 hat TryphonJonathan zum Gefangenen gemacht und ihn getötet. Darum fielen dieJndäer von ihm ab und wendeten sich Dcmetrios II. zu; Simon, JonathansNachfolger, wandte sich an diesen, dem judäischen Gemeinwesen Konzessionenzu machen, und er ging darauf ein ll, Makkab. 13, 31 fg,).
So lässt sich diesem Sendschreiben von keiner Seite mit anfechtendenhistorischen Tatsachen beikommen. Nichts spricht gegen dessen Historizität,als daß die Briesschreiber einige Sagen über Tatsachen, die mehrere Jahr-hunderte vorher vorgefallen waren, als historisch angenommen haben, Für dieGeschichtlichkeit des Sendschreibens spricht aber entschieden der Umstand, daßes Antiochos Epiphanes' Tod nüchtern erzählt und keine Sage daran knüpft.Das erste Makkabb. berichtet, dieser König habe in seiner Krankheit seineFreveltat an den Judäern bereut, das zweite übertreibt noch diese Sage, erhabe sich vorgenommen, zum Judentum überzugehen (9, II), Von diesenSagen weiß dieses Schreiben nichts. Es muß also vor der Abfassung dieserbeiden Schriften geschrieben sein. Unerheblich ist es, daß es Antiochos Epi-phanes ebenso enden läßt, wie sein Vater umgekommen war, durch einen An-griff der Priester auf ihn wegen Tempelschändung, Wenn es eine Verwechslungist, so berührt sie nicht den Hauptinhalt des Briefes sVgl. hierzu jedochBüchlers Ausführungen a. a. O., S, 482—495),
Je schärfer man den Inhalt des Sendschreibens ins Auge saßt, desto mehrtritt die Geschichtlichkeit desselben ans Licht, Sein Zweck war, die Judäer inÄgypten dafür zu gewinnen, daß auch sie die Chanukafeier begehen mögen.Diese Aufforderung wird dreimal wiederholt (l, 9, 18; 2, 16), Zweimal istangegeben, daß die Jerusalemer diese Aufforderung zur Zeit ergehen lassen, alssie im Begriff sind, die Feier zu begehen: vvv Bei dem ersten
mal ist angegeben, daß sie es im Jahre 188 8et. tun. Um die Wichtigkeitdieser Feier zu begründen, werden zwei Umstände angeführt; der eine, daßGott selbst die Errettung herbeigeführt habe, indem Antiochos Epiphanes aufeine ungewöhnliche Weise umgekommen sei, als wenn Gott selbst gegen ihnKrieg geführt hätte: äv 7r(>ö? siaarlr« 7r«o«raooo^L,'o? (o. S. 616).
Dafür sei Gott zu preisen, welcher die Frevler preisgegeben hat ll, II), Als
ziveiter Grund wird angegeben, daß diese Feier noch an ein anderes wunder-bares Faktum erinnere, an das außergewöhnliche Feuer für den Altar bei derEinweihung des Tempels unter Nehemia (Zernbabel), Die L,-A, (I, 18):iv« «rrvt r-an ist gegen die
verschlimmbessernde L,-A, durch die lat, Übersetzung: nt et vos gnogrrsa^atie cliem sosnopSLsiae st äiem lAurs, gni ciatrm sst gnancko Heben,ins ste.gesichert. Man mutz demnach ergänzen rnu ,1 vrr kV-eui»?
xr-,. Damit will ausgedrückt sein, daß der 25. Kislcw, der Tag für die
Feier der Tempelreinigung, anch für das wunderbare Feuer eingesetzt sei. Es