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Geschichte der Juden.
ist es also, daß die Vertreter Judäas an die Tochterkolonie in Alexandrienein Sendschreiben in hebräischein Idiome gerichtet haben. Vereinzeltsteht der Fall nicht. In beiden Talmuden wird tradiert, daß Jerusalem einSchreiben an die alexandrinische Gemeinde gerichtet hat, einen Gcsetzeslehrer,welcher zur Zeit der Verfolgung der Pharisäer von Seiten Janna'i Alexandersnach Alexandrien entflohen war, ibr zurückzugeben, d. h. nicht zurückzuhalten.(Richtig in Jerus. Talmud Chagiga II, p. 74 ä: Sanh. VI, p. 23 e): 'io v.-v
'Mi rem mir ix : .irrxi .m-marini
vbx nmrx (minder richtig Babl. Sotah. p. 47 und Parallele, wo der Nameanders angegeben ist und der Inhalt anders lautet).
War dis Diktion ursprünglich hebräisch, dann lassen sich die ungefügen Kon-struktionen leicht mildern und die Missverständnisse beseitigen. Ganz besonderswird die anstößigste Stelle (V. 1, 7—8) leicht faßlich werden. „Als Demetriosregierte im Jahre 169, haben wir Judäer euch geschrieben: r>) Sliv» xa-
avoc)-xA (statt .... xcrt kVkTropLoocv . . . xai k^k^xkttV . . . Xttt
. . ., x«t cio^xv, xal . . . Es ist offenbar eine
zusammenhängende Konstruktion: „Wir waren in Not und Drangsal, alssie die Pforten verbrannten und unschuldiges Blut vergossen, und wir beteten,wurden erhört, brachten Opfer, zündeten die Leuchter an und setzten die Brotevor." Die ganze Geschichte der Makkabäer, die Drangsale, die darauffolgendeErrettung und die Tempelweihe, wird in diesen zwei Versen zusammengedrängterzählt. Ähnlich ist die gedrängte Mitteilung in einem angeblichen Send-schreiben an die Spartaner (Makkab. I. 12, 13 fg.). Man muß also den Passus:k'v x°» «vä^xA ebenfalls als Vergangenes anschen und dazu er-gänzen Lg oder es in Gedanke» supplieren. Im Hebräischen würde
die Konstruktion lauten: irm .vpw, >-nrr w nroo . . . zxno
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' 1:1 m-NTi .in nmrn nm onpn nmp Die Jerusalemer haben dieses
alles mitgeteilt während der Regierung des Demetrius im Jahre 169 alsbereits alle diese Vorfälle der Vergangenheit angehört haben. Es istalso eine irrige Auffassung, daß dieses Sendschreiben in der Höhe der Drang-sale, etwa k'v geschrieben sei. Nein, diese Partie ist geschrieben oder
will geschrieben sein im Vollgefühle der erlangten Freiheit. Warum die Jeru-salemer gerade damals den Alexandrinern diese Mitteilung gemacht haben,ist zwar nicht angegeben, aber erraten läßt es sich. Es geschah im Jahre169 der Seleuziden unter Demetrios. „Im Jahre 170 wurde dasJoch der Völker von Israel genommen und das Volk begann in denUrkunden und Verschreibungen vom ersten Jahre Simons zuschreiben" (Makkab. I. 13, 41 sg.). Das Volk bediente sich also mit demBeginne des Jahres 170 einer eigenen Aera. Aber die Selbständigkeit begannbereits im Verlaufe des vorhergehenden Jahres, als der König Deme-trius II. Nikator sie in einer Urkunde anerkannte, die Steuern erließ, Amnestieerteilte und einen Friedensschluß vereinbarte. (Das. 12, 36 fg.) Das Auf-Hören der Kronengelder setzt das Megillat Taanit in den Monat Jjarmb'br) d. h. Frühjahr, wenn dieses sich auf die Zeit des Demetrios bezieht.( 0 . S. 566) Die Konzession kann jedenfalls im Jahre l69 Lei. — 143 ge-macht worden sein. Aber selbst wenn sie ebenfalls dem Jahre 170 angehört,so können doch die Jerusalemer es als 169tes gezählt haben. Denn das Send-schreiben enthält die Aufforderung, die Tempelweihe zu feiern (vgl. weiterunten). Da diese im Monat Kislew begangen wurde, so muß die Einladung