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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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677
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Note 10 . Dos Sendschreiben der Palästinenser an die Gemeinden. 677

Ähnliches, für das hebräische 22» 2°? oder »21. Ein Kopistensehler scheintauch in 1 , l» zu stecken. Wer ist der Judas, welcher zuletzt als Begrüßteraufgeführt wird? Juda Makkabi kann es gewiß nicht sein; denn einen solchenAnachronismus würde ein Fälscher gewiß nicht gemacht haben. Den Namenin Johannes zu emendieren (nach Luther) ist zu gewaltsam und auch unrichtig,da das EpiphetonHoberpriester" dabei nicht fehlen dürste. Man muß wohlim Dativ lesen, und es bezieht sich wohl auf den folgenden Namen(//a-aro/Sor-lm. Der judäische König Aristobul hieß hebräisch Juda, also wohlauch der hier genannte Aristobul.

Andere Korruptelen sind aber dadurch zu erklären, daß das Originalhebräisch gewesen und von dem Übersetzer falsch gelesen oder falsch übersetztsein muß. V. 1 , 35 : o ^«aeUüs Troll« ära-xo^« kla^?«ve rr«l /LkT-älüa«l?Der König nahm und schenkte?" Dasnehmen" ist doch wahrlich überflüssig.Wenn noch das Partistp stände: . . . oder l«,io-v ,»reü-äoo. Es

setzt aber eine hebräische Fassung voraus ... b 21-122 ;nn und

zwar psn im Sinne vonausteilen, verteilen, spenden." DerVerteilt las und übersetzte ... V I, 20 wird erzählt, wie

Nehemias die Priester aussandte, das Feuer zu holen »«l ck-ra«,-/oarund sie machten uns bekannt, daß sie nicht Feuer, sondern Wasser gefundenhaben." Was soll hier das da die Briefschreiber doch eine Geschichte

erzählen, die dreihundert Jahre vorher vorgefallen ist? Grimms Notbehelf,daß die Berichterstatter die Form der Autopsie gebraucht haben, ist doch gar zuabsurd. Es ist nur erklärlich, wenn man annimmt, daß der Verteilt statt viu ip'11.1gelesen hat V. 2 , 14 : Juda hat das durch den Kriegü-a/ik-rrM-iär«'gesammelt. Dem Zusammenhänge nach kann es nur Schriften bedeuten; abervon solche» das Verbum Sra-rinr»,' zu gebrauchen, ist doch gar zu ausfallend.Zerstreut werden" kann es im Leben nicht bedeuten, allenfallszerfallen"oderverloren gehen". Würde ein griechisch Schreibender, selbst wenn ernicht zu den besten Stilisten gehörte, nicht lieber oder

gebraucht haben? Nimmt man aber an, daß im Original zu lesenwar ne: und der Übersetzer lb-2 gelesen hat, so kann er aus Verlegenheitdas Wort ckaTr-Trrk.i- gewählt haben. Der Satz könnte im Hebräischen gelautethaben: -riru 211 ,ivip -min .ivnirm >i> dp uw: 12m s>2 pip ini.i' 2:..

Vielleicht beruht das ernx Interpret»»! rist- ( 1 , 9 . 18 )

ebenfalls auf einem Fehler im Original. Statt 1:1m >2' mag der Verteilt.1:2 'L>gelesen haben. Der seltsame Osnitivns a.l> 8 olntn 8 I, 23 --«rap^o^vor,ein Eigenname, der nicht näher bestimmt wird, und von dem bis dahin keineRede war, beruht wohl ebenfalls aus einer korrumpierten Stelle im hebräischenOriginal, nämlich p,i:i> statt Der zweite Punkt unserer Untersuchung

bezüglich der Ursprache ist damit erledigt. Sämtliche 54 Verse warenursprünglich hebräisch.

Reflektiert das Sendschreiben oder die Sendschreiben einen hebräischen Text,so erscheint dis Historizität desselben, wenn auch noch nicht gesichert, so dochwenigstens minder zweifelhaft. Denn daß die Behörden in Jerusalem griechischgeschrieben haben sollen, und noch dazu halb hebraisierend und halb in ge-zierten griechischen Konslruklionen, wäre doch gar zu unwahrscheinlich. Siekönnen auch nicht eine so vollständige Unkunde des Hebräischen bei denägyptischen (richtiger alexandrinischen) Judäern und bei dem AhronideuAristobul, an den das Schreiben besonders gerichtet ist, vorausgesetzt haben,daß sie mühsam eine griechische Epistel aufgesetzt haben sollte». Denkbarer