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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Geschichte der Juden.

Um diese also, d. h. »m diejenigen, welche im Auslande und be-sonders in Kleinasien angesiedelt waren, scheint es sich in diesem Stückezu handeln. Ein vollgültiges Gesetz für die Unantastbarkeit ihrer religiösenÜbungen, namentlich wenn sie in Konflikt mit anderweitigen Bestimmungenund Institutionen kommen sollten, war noch nicht erlassen. In Rom hatte Cäsarihnen ausgedehnte Religionsfreiheit eingeräumt, aber in Tralles, Milet undbesonders in der kleinasiatischen Hauptstadt Ephesus wurden die Judäer geradezuchikaniert. Hyrkan arbeitete mit vielem Eifer daran, seinen Stammesgenossenvon dieser Seite Ruhe zu verschaffen, wie aus einigen Urkunden hervorgehtcht. 13). Ganz besonders wichtig schien es ihm, die Judäer im Auslande vonder militärischen Aushebung zu befreien («ar^arcr« H I I und 12). So langeein Senatskonsult nicht diese Exemtion sanktioniert hatte, hing sie von derLaune jedes einzelnen Feldherrn, Prokonsuls und Prätors ab und konnte imbeiten Falle nur erkauft werden. Daher verwendete sich Hyrkan aufs An-gelegentlichste dafür. Er schickte 4 Gesandte nach Rom (Z 1l> Ende), doch wohlnur zu diesem Zwecke.

Die Gesandten waren in Rom, als Antonius und Dolabella das Senats-konsult zugunsten der Judäer '/ovckcrlwv) sanktionieren ließen:

ktckmv t 4 d. h. am 1l. April, kaum 4 Wochen nach CäsarsTode. Ja, sie müssen schon in Nom gewesen sei», als das Senatskonsult ge-faßt wurde, am !1. Februars, noch vor Cäsars Tode (H IN). Hyrkan muß siedemnach noch bei Cäsars Leben beordert haben, mindestens im Januar 44(da die Reise von Jerusalem nach Rom mindestens einen Monat dauerte). Erhat also damit nur bezwecken wollen, von Cäsar und dem Senat das zu erreichen,was später die Konsuln Antonius und Dolabella sanktionieren ließen, nämlichnicht eine Vergünstigung für sich selbst, sondern für d ie Jud äer. Es ist alsohöchst ungewiß, mit Mendelssohn anzunehmen, daß CäsarS Empfehlung in i; 7Hyrkans Prärogative laut des Inhalts von li betroffen habe.

Nr. 17. Über Zahl und Namen der in diesem S IU aufgeführten Quästoren,sowie über die darin vorkommenden Formalitäten vgl. Mendelss. S. 239 f.Über das Datum vgl. zu N. Iti. Leider ist in dieser Urkunde der wichtigsteTeil, der Inhalt des Senatskonsults, zu kurz und unbestimmt gegeben

in betroff der Judäer, vgl. o. S. t>70. Das Datum des Erlassesist im Anfang gegeben 3 Jdus April - II. April: das nicht genügend offiziellausgestellte Senatskonsult, welches Cäsar veranlaßt hat, ist vom 5 Jdusd. Februar 9. Februar datiert.

schon vorher Zer ro«; k,-7r(!08>-kl- ^öi-or?) den Römern in Krieg und FriedenTreue und Eifer gezeigt habe. Es ist aber nicht bekannt, daß Hyrkan vor demalexandrinischen Kriege den Römern oder Cäsar Dienste geleistet hätte. Erhatte auch keine Gelegenheit dazu An die gezwungenen Dienste für Pompejusund Gabinius darf man doch nicht denken (vergl. Mendelssohn S. 233, N. 3).Und wer sind die vielen Feldherren, welche diesen Eifer der Judäer für dieRömer vor Cäsar bezeugt haben sollen? Es muß sich daher auf die Dienstebeziehen, welche die klsinasiatischcn Judäer den römischen Feldherrenerwiesen hatten, von der Zeit an, als Kleinasien Eroberungsobjekt für dieRömer wurde. In Z 2 ist ein auffallender Ausdruck s/rer . . .

'/ovckaio?, wozu dieses Epitheton? Es ist daher zu lesen: . . . xal

'/ovckakor xnl vvv xal rot? . . er/orrv xou aTror-ck/sv

Tikpl r« c.,k,Ic-!olxro, «vror? no-t-ol xr4. Darauf

berief sich Cäsar in ij 7 in der Urkunde.