Geschichte der Jude».
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wohl Skythopolis und andere Plätze in dieser Ebene zu verstehen, die Pompejusdavon losgetrennt hat; so richtig Mendelssohn. Daß aber lauter Dörferin diesem Territorium gewesen sein sollen, ist wunderlich. Antipatermuß die Bedeutung desselben verringert haben, um die Zession leichter zuerlangen. Der Passus, welcher mit ^exr-x de x«l -ree «7s' «^^? ölx«e«beginnt, ist unverständlich und gewiß arg korrumpiert. Denn unmöglich kannhier von dem Verhältnis der Judäer zu ihren Hohenpriestern nach der Be-stimmung des römischen Volkes und Senats (ö'aa re roü^r'vov -rat ich? k0)7!ix) die Rede sein. Es scheint eher das Verhältnis
der Judäer zu den heidnischen Bewohnern in deni wieder zu Judäa ge-schlagenen Territorium zu betreffen. Daher sachgemäß angesügt der Passusvon Lydda, daß daselbst dieselben Rechte maßgebend sein sollen. (Ichmöchte vorschlagen zu lesen: t'rs xoövo-? ri«? ck-xakoe? ... ex ^uööos?statt: x/st). Endlich ist noch sehr dunkel der Passus von de» Plätzen, derenNutznießung die Könige von Syrien und Phönizren, die Bundesgenossen derRömer, gehabt haben, und die Hyrkan verbleiben sollen. Was für Plätze sollendas sein? Und hatten denn die Römer je irgend ein Verhältnis zu denKönigen von Phönizien? Mendelssohn bemerkt: ick gnoil spsetet, plansolisournm est (p. 236). Gewiß steckt ein Korruptel dahinter, aber nicht, wiedieser Historiker meint, durch Kürzung, sondern durch Versetzung derSatzglieder. Man lese rav? re ro7roo? xal ^olpax xal kTrorx-« ^I>ot«s
x«t Mo-x/xi^?, oo« /§«a-1.ei-ar. s'/ooö«lo-xs ovae ^ai/-«t'wx, x«rir
<kvio,äx v7r^p/k xapTrovokkllt xr/. Es betrisst wohl Plätze in Syrien undPhönizien, deren Benutzung die Römer früheren jüdischen Fürsten,Simon und Hyrkan I., gestattet hatten, also wohl die am Meere. Doraund Stratonsturm, welche Pompejus frei gemacht hatte. Diese gehörten ehemalszu Syrien und Phönizien. Diese Auffassung wird unterstützt von einem Passusin § 3: xal von? ökö»il-tx»„e r 0710 VS x-roTrlikwxrar, sie, d. h. Hyrkan undseine Nachkommen, sollen die ihm eingeräumten Plätze nutznießen, nämlich ebendieselben, von welchen in H 6 die Rede ist. Dieses wird besonders den Ein-wohnern von Sidon, Tyrus und Askalon bekannt gegeben. Warumgerade diesen? Weil diese sich wohl die Plätze am Meere als ihr ehemaligesTerritorium angecignct hatten und durch dieses Senatskonsult aufgefordertwerden, sie Hyrkan zu überlassen. Auch in Markus Antonius' Edikt (12, 3—1)ist von den Territorien die Rede, welche die Tyrier an sich gerissen hatten, unddiese werden aufgefordert, sie zurllckzuerstatten, F3: xc»öa« x«v<sa»mr'/ovö«l„,x,raö-r« «7rox»raarya«t xt-.-ödi (?',«»,Ii-e), uno 8 -k X!,» 'l'pxllxov Lxv»
. . . xvx «Trockui'x«-. »vrdl. Allerdings ist in dieser Stelle die Rede
von den Strichen, welche die Tyrier sich unter Cassius' Gewaltherrschaft an-geeignet hatten; aber sie beweisen doch, daß sie vorher zu Judäa gehört habenmüssen, und zwar, ivie in Z 4 hervorgehoben ist, wenn auch nur einen Tagvor Cassius' gewaltsamer Länderverteilung. Folglich müssen sie vorher Hyrkanzugesprochen worden sein; und dieses kann eben nur von Cäsar nusgegangensein, und zwar gerade durch dieses Senatskonsult. Die Sidonier müssen über-haupt eine besondere Animosität gegen die Judäer gehabt haben. Darumrichtete Cäsar sein erstes judenfreundliches Schreiben an Sidon (ß 2>.In dieser Weise aufgefaßt, hat 8 6 einen gedankenmäßigeu Zusammenhang;er enthält lediglich Begünstigungen für Hyrkan und die Judäer, oderim Grunde für Antipater, da nur er über die erlangten Vorteile disponierenkonnte und dadurch einen Machtzuwachs erhielt.