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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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659
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Note 9. I. Die judäischen Gesandtschaften nach Rom. 65,9

ihnen eine ausführliche und gründliche Abhandlung gewidmet in der Zeitschr.Xeta soeistatis pliilolvtz'ias I-ips., 1875, T. V. unter dem Titel: Vs senatievnsulti Uomanorum ad Io8Spüo Xut. XIV, 8, 5 relati temxoriörm. p. 80 ff.Indessen gilt diese Aufmerksamkeit mehr den Namen der römischen Würden-träger, welche in diesen Urkunden genannt werden, und nur nebenher wirdauch die Seite der judäischen Geschichte behandelt. Es würde den einer Notezuzuweisenden Raum überschreiten, den weitläufigen und nicht immer klarenAusführungen Mendelssohns zu folgen, um dessen Resultate kritisch zu prüfen.Nur auf das wesentlichste kann hier eingegangen werden.

Ich kann durchaus nicht Mendelssohn in der Annahme der durchgängigen Echt-heit der Senatstonsulte, oder wie die Urkunden im I. Makkabb. sonst heißenmögen, beistimmen: gegen die sür Juda unter Jonathan ausgestellten liegenzu gewichtige Bedenken vor. Was das Faktische der Gesandtschaften betrifft,so müßten sie auch anderweitig bezeugt sein, wenn sie als historisch angesehenwerden sollten. Nun spricht Justinus oder Trogus Pompejus von einem Bünd-nis der Judäer mit Nom und bestimmt die Zeit unter Demctrios.Als dieJndäer von Demetrios abfielen und die römische Freundschaft nachsuchten,erlangten sie unter allen orientalischen Völkern zuerst die Freiheit, da dieRömer gerne über das verfügten, was ihnen nicht gehörte. X Vsmetriveum üsssivissenb (.lnüaei). ainieitia Uomanorum petita, primi ownium exOrientalilnm lidertatsin reespernnt, taeils tnne Nomauis ils alieno larZfisn-titms" (36, 3). Von welchem Demetrios hier die Rede ist, geht aus dem Be-ginn des Kapitels hervor, nämlich von Demetrios Nikator. Das erste Bündnismit den Römern gehört also unter Simon. Dann erwähnt das II. Makka-bäerbuch 4, 11 gelegentlich, daß Eupolemos, der Sohn des Johannes,dadurch bekannt sei, daß er einen gesandtschastlichen Auftrag wegen der Bundes-genossenschaft mit den Römern ausgeführt habe: <!-» '7w«'»voi, r»,7

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ron?Diese Notiz, obwohl ganz unabsichtlich und wie zur Orientierungüber den Namen hingestcllt, hat indessen weniger Gewicht, weil auch hier vonBundesgenosseuschaft die Rede ist. Auch bleibt dabei dunkel, in welcherZeit Eupolemos judäischer Gesandter bei den Römern gewesen. Endlich wirdin der Urkunde, welche das Volk für Simon zur Anerkennung seiner Verdiensteum Vaterland und Religion ausgestellt hat, besonders hervorgehoben, Simon habees bewirkt, daß die Römer die Judäer als Freunde und Bundesgenossen aus-genommen, und daß sie dessen Gesandte zuvorkommend behandelt bätten(I Makkabb. 14, 40). Wie sehr sticht dieser bescheidene Ton gegen jene Dar-stellungsweise ab, nach welcher die Jndäer auf gleichem Fuße mit den Römernstehen! Hier betrachtet man es mit einer Art Befriedigung, daß man bereitsso weit ist, ein Verhältnis mit den Römern angeknnpft zu haben, und daßdie Gesandten Simons eine freundliche Begegnung in Rom gefunden haben:t>:«r vrr sol roks Hüiro? kvlkoLm?), während

nach dem andern Dokumente schon Juda Makkabi eilt engeres Bündnis mitNom geschlossen haben soll, nach welchem die Römer sich verpflichtet hätten, imFalle eines Krieges den Jndnern bundesgenössische Hilfe zu leisten. Bei Simon

Hauptargument Mommsens sür die spätere Zeit der sogen, hyrkanischen Urkundevon dem v-»,le in der betreffenden Urkunde, dem Tempel der

Concordia in Rom, der in so früher Zeit noch nicht bestanden habe, hatR. erschüttert.

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