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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Geschichte der Juden.

fehlt. Nun ist das Verwandtschastsverhältnis der Judäer und Spartaner dieschwache Seite in dem Makkabäerbuche. Sind die Urkunden an und vonSparta fingiert und damit auch die Gesandtschaft nach Sparta ungeschichtlich, soflößt die damit in engste Verbindung gebrachte Erzählung von der Gesandtschaftnach Rom unter Jonathan nicht besonderes Vertrauen ein. Dazu kommt eineneue Verlegenheit. Der Bericht über Simons Gesandtschaft nach Rom erwähntnichts von vorangegangenen Verhandlungen, spricht nicht von Erneuerung derFreundschaft und Symmachie, sondern erzählt trocken, Simon habe Numeniosnach Nom gesandt, ein Bundesverhältnis zu schließen r«? ro 7r§ö?

«äroü? rl/v (14. 24). Noch seltsamer ist es. daß eine Urkunde mitgeteilt

wird, welche dieser Numenios (und seine Genossen) aus Rom mitgebracht habensoll, die aber nicht direkt für Simon oder das judäische Volk ausgestellt war,sondern für Ptolemä us und andere Fürsten, Städte und Inseln, um diesen dieErneuerung des Bündnisses von seiten Simons zu notifizieren. Warumhat das Makkabb. nicht die für Simon ausgestellte Urkunde mitgetcilt?Die enzyklische Urkunde aus Nom erweckt wieder neues Bedenken. An derSpitze derselben steht der Konsul Lucius: üsr«r<>?

/7-ro-.k^a/p (15, 18). Nun teilt Josephus eine Urkunde vom römischen Senatan den Hohenpriester Hprkan mit, welche von einer Gesandtschaft d>rJudäer nach Rom referiert, und diese hat ebenfalls an der Spitze: ^lkvxra,via? (Altert. XIV. 8, 5). Josephus lästt

zwar diese Urkunde unter Julius Cäsar für Hprkan II. ausgestellt sein.Aber das wird von sämtlichen Fachmännern für einen Mißgriff angesehen.Diese Urkunde, gleichviel vorläufig, ob echt oder unecht, wird daher der ZeitHyrkans I. zugewiesen. Also in der Urkunde für Simon ein Leukios undebenso in der für Hprkan I! Und damit man an der Identität gar nichtzweifle, sprechen beide von einem goldenen Schilde schweren Gewichtes,welchen die judäischcn Gesandten nach Rom als Zeichen der Huldigung gebrachthätten. In Makkab. t'/avr« «tr7rick«^(>vor/r' (14, 24), Jos. xai «a/riö«

ärifi Ja es scheint, daß selbst die

Namen der Gesandten für die Identität zeugen. In Makkabb. wird zwar nurein einziger Gesandter Simons genannt, Numenios, aber es ivird auch hinzu-gefügt, daß noch andere bei ihm waren: --«« vi «viad s15, lös. Nunist dieser Numenios gewiß derselbe, welcher bei Jonathans Gesandtschaft genanntwird, nämlich hckvrrö/ov ssl. Makk. >2, 16s. Also Simon hatte

Gesandte mit einem goldenen Schilde beordert, von denen der eine Numeniosb. Antiochos hieß. Und unter den Gesandten, welche Hyrkan mit demgoldenen Schilde dahin beordert haben soll (nach Jos. XIV, 8, 5), führt aucheiner den Namen Numenios b. Antiochos. Es sind also Verdachtsgründegegen die Echtheit dieser gesandtschaftlichen Urkunden vorhanden, und dadurchist auch die Geschichtlichkeit der Gesandtschaften tangiert.

Diese Urkunden haben neben denen, welche Josephus anderweitig exzerpierthat, in jüngster Zeit die Aufmerksamkeit der Forscher ersten Ranges auf sichgezogen. Fr. Ritschl und Th. Mommsen haben sie einer kritischen Prüfungunterworfen, um die lückenhaften Konsularfasten im zweiten vorchr. Jahrh.möglicherweise daraus ergänzen zu können*). Ludw. Mendelssohn hat

*) Diese Abhandlungen befinden sich: von Ritschl, im rhein. Museum,Jahrg. 1873, S. 586 ff., Jahrgang 1874, 337 ff., Jahrg. 1875, 428 ff.; vonMommsen, Hermes, Jahrg. 1875, 281 sf.; von L Mendelssohn, im rhein.Museum 1875, 416 ff. sDie weitere Literatur bei Schürer I?, 252 s.s. Das