Note !>. I. Tie judäischen Gesandtschaften nach Rom. 657
Dagegen ist die Angabe im Makkabb., daß das Jahr 150 8sl. — 162 ein
Sabbatjahr gewesen sei, nach unserer Berechnung, durchaus richtig, und sie
bestätigt eben die Berechnung ^). — War das Jahr 150 8el. ein Sabbatjahr, sowar auch das Jahr 1487 8sl. ein solches, 1487 — 150 — 1337 dividirt durch7, Rest 0. Das stimmt mit Maimonides' Angabe, daß das Jahr I486 8sl.das sechste Jahr des Sabbatjahres gewesen sein müsse (Briefe in Lsspp.):
ninir o>:ir:e'i WL' (-p-ft n>.ve> v p:wn >->7.
n've'. Also 8el. 1486 das 6. Jahr, 1487 ein Sabbatjahr — 1176
christl. Zeit. Falsch dagegen ist die von Maimonides erwähnte Tradition derGaonen oder R'Hais, daß 1486 8sl. — 1175 ein Sabbatjahr gewesen sei^).Zuckermanns Sabbatjahrtafel, welche auf dieser falschen Voraussetzung basiertist, erweist sich als unzuverlässig. (Progr. d. jüd. theol. Seminars 1857S. 43 ff.) Diese Tafel setzt die Sabbatjahre nm ein Jahr zn früh an.
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Die judäischen Gesandtschaften nach Uom und die Urkunde» zugunltrn der Indäer.
I. Gesandtschaften.
Das erste Makkabäerbuch und nach ihm Josephus verfehlen nicht, bei ge-wissen markierten Momenten weitläufig oder kurz zu erzählen, daß die dreigroßen Hasmonäerführer Juda, Jonathan und Simon in Bundesgenossenschaftmit den Römern getreten seien, teils znr Befestigung der Errungenschaftengegen die Anfechtung der Syrer, teils um sich anderweitige Vorteile zusichern. Von diesen Gesandtschaften wird weitläufig erzählt: unter Juda(I. Makkab. 8, 17—32. Josephus Altert. XII, 10, 6); unter Jonathan(I. Makkab. >2, I ff. Josephus das. XIII, 5,8); unter Simon (I. Makkab. 14,24.15, 15). Die Geschichtlichkeit dieser Gesandtschaften und ihrer Erfolge in allenEinzelheiten ist problematisch, obwohl sie in Form von Dokumenten mit-geteilt und Namen dabei genannt werden. Unmöglich können die Römermit Juda, der nur ein glücklicher Guerillas-Chef war, ein Bündnis der Freund-schaft, noch dazu der Bundesgenossenschaft (ov^a-ek«) geschlossen haben.Dadurch wird auch die Gesandtschaft unter Jonathan zweifelhaft, weil dessenkurzes Schreiben an die Römer sich auf die früher geschlossene Symmachieberuft. Noch mehr verdächtig wird die ganze Relation über diese Gesandtschaft,weil sie dieselbe auch nach Sparta delegieren läßt, um mit den Spartanern,den „Brüdern der Indäer", das Bruderverhältnis zu erneuern. DerGesandtschaft an Sparta widmet die Quelle eine bedeutende Ausführlichkeit,während die gleichzeitige an Rom mit wenigen Worten abgemacht wird. Auchdas außerordentlich freundschaftliche Antwortschreiben aus Sparta wird wört-lich mitgeteilt (14, 20 fg.), währeud das Antigraphon aus Rom an Jonathan
U (Allerdings. Doch ist die vorliegende Schwierigkeit durch die VorschlägeSchürers (a. a. O.) und Zuckermanns (S. 34) glücklich beseitigt.)
2) (Bekanntlich schließt sich Maimonides selber (Ü-Au ftser-üu Dar, Nr. 127)der Tradition der Geonim an und erklärt 1507 8el., also auch 1486 8sl.,für ein Sabbatjahr. Bgl. über diesen Punkt Zuckermann a. a. O. S. 30f.und S. 34, Anm. 33. Die Zuverlässigkeit der Zuckermannschen Sabbatjahrtafelist demnach durchaus nicht erschüttert.)
Graetz, Geschichte der Juden. III.
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