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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
Entstehung
Seite
651
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Note 5. Die Religioiisstreitigkeit zw. Judäern u. Samaritanern. 651.

Mithin muß er zu den gehört haben. Es ist also so gut wie

gewiß s?s, daß er zur Arabarchenfamilie gehört hat. Dieser Julianus kommtnoch einmal mit Pappus vor. wenn auch ohne den Familiennamen Alexander,in einer authentischen Erzählung von dem Unternehmen der Judäer, in derZeit Josua ben Chananjas', den Tempel zu erbauen. Diese beiden stelltenWechseltische von Akko bis Antiochien auf. um Gelder für den Tempelbau zusammeln. Genesis Rabba I. 64: npi i:p 2 pwie> r-M'hsi, rws w'v'm.

Dieses geschah im Anfang von Hadrians Regierung, als dieser den JudäernKonzessionen gemacht hatte. Auch sonst ist bezeugt, daß Pappus und Julianus,die immer zusammen genannt werden, (einige Mal in umgekehrter Reihenfolge,Julianus und Pappus) in der Trajanischen und Hadrianischen Zeit gelebthaben. Daß in diesem Jahrhundert noch ein Arabarch, in Ägypten

existiert hat, der, wie übertreibend angegeben ist, alles geleitet habe, folgt dochauch aus der interessanten Notiz, die bereits besprochen ist lo. S. 630>. DieseNotiz stammt aus der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts und sprichtvon dem Arabarchen im Tempus der Gegenwart. Also in dieser Zeit warnoch immer ein judäischer Arabarch, ohne Zweifel ein Verwandter des JulianusAlexander, vorhanden. Ein anderer Zweig dieser Familie war aber bereitsvom Judentum abgefallen und im Römertum aufgsgangen. Zu diesem ge-hörten Julius Alexander unter Trajan, sein Nachkomme Julius JulianusAlexander, ferner Ptolemaios, sein Sohn Apollonios und sein EnkelJulius Ptolemaios, welche auf einer Inschrift aufgeführt werden, derenZeitalter sich aber nicht bestimmen läßt. Sie mögen Nachkommen des LiberiasJulius Alexander gewesen sein. Es gab also bei den Nachkommen der Ara-barchen oder Oniaden mindestens bis ins zweite Jahrhundert eine heidnischeund eine judiiische Linie. Daraus ergibt sich die interessante Tatsache, daßwährend ein heidnischer Abkömmling der Arabarchenfamilie unter Trajan dieJudäer in Verbindung mit den Parthern bekämpfte, ein anderer Abkömmlingderselben, Julianus Alexander, für seine Stammes- und Glaubensgenossen unterTrajan und Hadrian eingetreten ist.

Wenn Schürer die Hoffnung aussprach, daß die Untersuchung über dieAlabarchen nichts mit der Theologie zu tun haben dürfte, in so fern dasResultat seiner Abhandlung darüber richtig sich möchte es dafür Haltens ist, so dürftees sich aus gegenwärtiger Abhandlung herausgestellt haben, daß sie aufs innigste,wenn auch nicht mit der Theologie, so doch mit der judäischen Geschichte ver-knüpft ist. Die Arabarchen gingen aus der eigentümlichen Stellung der ägyp-tischen Judäer zum König PtolemäuS Philometor hervor, oder richtiger ausdem Antagonismus des ptolemäischen Königshauses gegen das seleucidische.Antiochos Epiphanes hat den Hohenpriester Onias III. seiner Würde entsetzt,vielleicht ihn auch umbringen lassen und dasür Unwürdige zu Hohenpriestern er-nannt. Dieser Onias war ein Gegner der Seleuciden und ein Parteigängerder Ptolemäer. Darum hat Philometor seinen Sohn Onias IV. begünstigtund ihn zum Arabarchen ernannt.

Die Ueligionvstrritigkeit zwischen Judäern und Kanraritanern

in Alexandrien.

Josephus' Erzählung von der Polemik zwischen Judäern und Samaritanernvor Philometor über die Heiligkeit des Tempels in Jerusalem oder auf demBerge Garizim (Altert. XIII, 3, halte ich ihrem Grundkern nach für historisch.