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Geschichte der Juden.
war ohne Zweifel Onias IV, der Hohepriestersohn, der jung nach Ägyptengekommen ist, um 154 Philometor und Cleopatra Dienste geleistet hat, von ihnenzum Strategen ernannt wurde und den Oniastempel und das GemeinwesenOnion gegründet hat; diese Institute bildeten die Grundbasis für die Arabarchie.Nach 148 war er noch militärisch für Cleopatra tätig.
Die Inhaber der von ihrem Vater erworbenen Ämter und Würden warenseine Söhne Anania und Chelkija, welche um 107 eben so für Cleopatra,die Tochter Philometors und der Cleopatra, tätig waren, wie ihr Vater fürderen Eltern.
Von dieser Zeit an bis zum Jahre 59, also zwei Menschenalter, erfahrenwir nichts über Ethnarchie und Arabarchie. Daß die letztere aber fortbestandfolgt aus dem Bestände des Gemeinwesens Onion in kriegerischer Tüchtigkeit'Im Jahre 59 spielte Cicero auf die Arabarchie an. Er machte sich in einemBriefe an seinen Busenfreund Attikus über Pompejus Luft, der sein Feindgeworden war (Ipi8tolLS ack ^ttienin II, 17 a. n. v. 695 59) und nennt
ihn zweimal Laiup sieeraiuus (LampsiAeraivrm), mit Anspielung auf einenwinzigen König von Eines«. Einmal nennt er Pompejus Arabarches;vslim e Isteopstans expisesre, gnouaw in ms aniino sit .4 rasts, rosts^).Es wird allgemein angenommen, daß diese Benennung ein Spitzname ist, denCicero seinem damaligen Gegner beigelegt hat. Der Grund für diese Benen-nung liegt in den damaligen Vorgängen. Gerade in diesem Jahre hattenJulius Cäsar und Pompejus es durchgesetzt, daß der illegitime Sohn desLathurus, genannt Ptolemäus Dionysios oder Auletes, vom Senateals König anerkannt wurde, und zwar für 6000 Talente (8uston Oaesar54): ub gui (6aesar) nni Itolsmaso props 8sx iniUia balsntornin 8nokomxeiigne nomine attuisrib. (Über das Datum, Olinton ka8li stell. III.all. an. 60 und x. 391). Pompejus hatte sich demnach durch Ägypten be-reichert. Deswegen gab ihm Cicero den Spitznamen Arabarches. Es be-stand also im Jahre 59 ein Arabarch in Ägypten, der als reich galt,vielleicht auch im Gerüche stand, sein Amt zur Bereicherung mißbrauchtzu haben.
Der unwürdige König Dionysios oder Auletes konnte nur durch Nomgehalten werden. Nach seinem Tode 51 erhielt die letzte, berüchtigte Cleopatradie Regierung, und sie weihte sie durch Ermordung eines ihrer beiden Brüderund einer Schwester ein. Sie war eine Erzfeindin der Judäer (o. S. 642)und sie hat schwerlich dem zu ihrer Zeit lebenden Arabarchen Machtbefugnisund Ansehen gelassen. Allerdings, solange Julius Cäsar Herr war (48—44),konnte sie ihm nichts anhaben, weil gerade die Judäer von Onion ihm Dienstegeleistet hatten (o. S. 639). Ein judäischer Militärbezirk setzt einen jndäischenFührer voraus. Es muß auch zu Cleopatras Zeit einen Arabarchen gegebenhaben. Aber nach Casars Ermordung, und während Antonius in ihren Zauber-bande» verstrickt war (41—31), hat sie ohne Zweifel die Machtbefugnis des-selben, wenn nicht ganz aufgehoben, so doch vermindert.
Mit dem Siege Oktavians über Antonius stieg wieder das Ansehen derjudäischen Arabarchen. Er ließ ihnen die Hafenzollanfsicht (o. S. 641), ließdem Ethnarchen von Alexandrien seine hohe Stellung über die alexandrinische
*) Es ist bereits bemerkt, daß die besten Handschriften bei Cicero undJuvenal 4.rLstLrests8 haben, statt der in den Editionen aufgenommenen L.-A.ViLstLrests8.