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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Geschichte der Juden.

weiter ausführt, war es ein Sohn des Liberias Alexander, welcher unter demNamen Julius Alexander unter Trajan Feldherr im parthischen Kriege(>I7) und Oonsul sntkeotus war'). Auch ein späterer Nachkomme desselbenkommt vor: Julius Julianus Alexander.

Tiberius Alexander, der Sohn des Arabarchen Alexander, war also, nachdem sicheren Ergebnis dieser Untersuchung, ebenfalls Arabarches zubenannt;möglich, daß dieser Titel auf seiner Statue angebracht war. Aber er war dochschwerlich Arabarch im eigentlichen Sinne, sei es als Beherrscher des arabischenNomos oder als Hafenausseher. Noch weniger kann dieser sein Titel Vorsteherder alexandrinisch-jüdischen Gemeinde bedeutet haben. Es muß vielmehr weiternichts als ein Titel gewesen sein. Weil er aus der Arabarchenfamilie stammleund diese Würde eine angesehene war, hat er sich ebenfalls damit geschmückt.Wenn wir also auf einen Alabarchsn des NamensJulius" stoßen sollten,so werden wir nicht anslehen können, anzunehmen, daß auch dieser derselbenFamilie angehört hat. Nach dem Arabarchen Alexander Lhsimachos wird derAlabarch Demetrios genannt, alsden ersten Rang durch Geburt und Reich-tum" einnehmend. Er heiratete die zweite Tochter Agrippas I, Mariamne;denn er war ihr ebenbürtig; auch er war, wenn nicht ein Sohn, doch jeden-falls s?s ein naher Verwandter des Arabarchen Alexander und in die julischexens adoptiert. Ei» Sohn aus dieser Ehe hieß Agrippinos, von dem, so-wie von andern Enkeln Agrippas, Josephus zu erzählen versprach, aber dasVersprechen nicht erfüllte. Auch dieser war ohne Zweifel zur Zeit des letztenKrieges gegen die Römer Arabarch. Stach der Schließung des Oniastempels,welche einige Jahre nach dem Untergang des judäischen Staates erfolgte, hörteeigentlich die Bedeutung der Arabarchie nach der einen Seite auf. Tenn derMittelpunkt des onionischen Gemeinwesens, über welches die Arabarchcn die

hatten, war doch der Oniastempel; war dieser geschlossen, so hörte auchdas onionische Gemeinwesen und damit auf. So blieb

nur noch die Ethnarchie über die alexandrinische Gemeinde und die Über-wachung der Hafenzölle im Hause der ehemaligen Inhaber der Arabarchieübrig. Der TerminusArabarches" war ein Titel geworden. Ta dieGlieder des Arabarchsnhauses treu zu dcn Römern hielten und Adoptierte deskaiserlichen Hauses waren, so ist es nicht ausfallend, daß einige von ihnenganz und gar im Römsrtum aufgingen und nach dem Vorgänge des Tib.Alexander das Judentum verließen. Wenn wir also auf eine Person stoßen,die den Titel Arabarches führte, ohne daß damit die Zollaussicht verbundenist, und die sich unzweideutig als Heide geriert, so kann uns diese Erscheinungkeineswegs stutzig machen. Den Titel kann recht gut ein Abkömmling ausdem judäischen Arabarchenhause geführt haben, welcher zum Heidentum über-gegangen oder nach der Sprache der damaligen Zeit ein omv, r«

wie es das 3. Makkab. bezeichnet, eonversus, geworden war.

Sämtliche Inkongruenzen, welche bisher die Arabarchenfrage so sehr ver-dunkelt haben, können als beseitigt angesehen werden, wenn man von dcn be-rechtigten Voraussetzungen ausgeht und daraus die sich von selbst ergebendenFolgerungen zieht. Diese Voraussetzungen sind: daß Alabarches nichts anderesals Arabarches ist, und daß die Arabarchie eine gewisse Herrschaft über denarabischen Teil Ägyptens oder näher über de» heliopolitanischen Nomos bedeutet,in welchem nur Jubäer wohnten. Sie ergeben sofort folgende sichere Resultate;

') Renier a. a. O. S. 303 nach Oio Oasmns 08, 30.