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Geschichte der Juden.
Söhne Helkias und Ananias standen ebenfalls in Gunst bei der jüngerenCleopatra und waren ihre Strategen. Auch sie waren ohne Zweifel Arabarchenüber den heliopolitanischen oder arabischen Nomos. Zur Zeit Casars warendie Judäer dieses Nomos auch noch selbständig und kriegerisch. Ein Judäermuß also an ihrer Spitze gestanden haben. Dieser war ohne Zweifel damalsArabarch es, was sich auch aus einer Anspielung bei Cicero ergibt. Undweil ein solcher mit der ihm gehorchenden Kriegerschaar aus dem Territoriumvon Onion oder dem ägyptischen Arabien ihm Dienste geleistet hatte, darumbestätigte Cäsar den alexandrinischen Judäer» ihre Gerechtsame (o. S. 640).Zu den Gerechtsamen derselben gehörte es eben, ein eigenes stammesgenössischesOberhaupt, einen Ethnarchen, zu haben. Alle diese Arabarchen oder Ethuarchenwaren ohne Zweifel s?s Nachkommen Onias'. Denn die Arabarchie muß durchausim Hause des Onias erblich gewesen sein. Zum Überflüsse sei noch daranerinnert, daß der von Josephus genannte Alabarch oder Arabarch Alexander,Sohn des Lysimachos, Priester oder Ahronide war; denn sein Bruder, derPhilosoph Philo, war Abronide, wie Eusebius (bist. eeol. II, 4) bezeugt,(Hier liegt offenbar ein Irrtum vor. A. a. O. steht nichts derartiges. Hierony-mus war vielmehr der erste, der von Philos ahronidischer Abstammung etwaszu melden weiß, vgl. Schürer III 489j und vielleicht auch aus Philos eigenenWorten (Nt. II, 646) folgt: kl? -rö 7r«r(roloi- legöl- x«t
Sra»ir, wenn nämlich im Aktivum Snerx, der Begriff: selbst die Opserhandlungbegehen, liegt. Die Arabarchen, die die ersten nach dem Geschlechts waren,waren es nur deswegen, weil sie von den Ahroniden abstammten. Der judäischeHochadel gehörte in der Zeit lediglich dem ahronidischen Geschlechts an. Tadie Arabarchen wegen ihrer Abstammung, ihres Ansehens und ihres Reichtumsdie ersten unter den Judäern waren, so verstand es sich von selbst, daß sie dieEthnarchen der alexandrinischen Gemeinde waren, da ohnehin die Identitätder Alabarchen und Ethnarchen als erwiesen gelten kann (o. S. 63b). Solltensich die übrigen ägyptischen Gemeinden ihnen nicht untergeordnet haben? Ganzohne Zweifel f?s. Bot ja der Arabarch als Hoherpriester des Oniastempels zu-gleich politischen Schutz und geistlichen Halt.
Betrachten wir jetzt noch die dritte Seite des Arabarchen. Josephus(contra ^pionem II, 5) teilt mit, daß die ägyptischen Könige den JudäernAlexandriens wegen ihrer Treue die Bewachung des Flusses anvertraut unddaß die Römer ihnen dieses Privilegium bestätigt haben Aaxiwam vero eistielem oliin a rsAibns äatam eonserv-rvsrnrrt (irnpsratores), iel est.Ilnininis onstoäiam totinsgus cnstoäiae, negnagnam bis rskns in-eliKnos ssss swelioanbes. Diesen ebenfalls korrumpierten Passus hat Schürerglücklich emendieit und ihn dadurch zu einem wichtigen historischen Zeugnisgemacht (a. a. O. S. 54l (jetzt III o, Ws); kluminis an stock i am, tutiusgrrs onstvckiasemendiert er richtig in Rückübersetzung i-ijv Pv/ax^v x«t re
Aa/.cloo^?; aus Äalaoai;? wurde ,/ivIax,s? und daraus das zweiteenstockiae. Es folgt also aus diesem Passus, daß den Judäern Alexa».driens die Obhut oder die Aussicht über den Nil und das Meeranvertraut war, rnd diese Obhut wurde ihnen von den Können eingeräumtVon welchen Königen? Nach dem Vorangegangenen können es nur Philo-metor und Cleopatra, die ältere und die jüngere, gewesen fein. Denn vonGunstbezeugungcn der ersten fünf Ptolemäer für die Judäer liegt keinerlei Zeug-nis vor. Ptolemäus VII Physkon war ein vehementer Feind der Judäer,ebenso sein Sohn Pt VIII Lathurus; die nachfolgenden Ptolemäer vom Jahre 81