Note 4. 2 ie judaischcn Ethuarchen oder Alabarcheu in Tllexandria. 649
mit dem folgenden ä /«-> ist nicht zweifelhaft, daß Josephus
dieses Faktum von der feindlichen Haltung des Onias mit der UsurpationPhyskons in pragmatischen Zusammenhang hat bringen wollen. Daher derSchluß propt.er dass si'Kv 0uia8 aävsr8U8 eum belluin pro Olsopalraünsoepit. Onias hat also für Cleopatra Pariei ergriffen, muß aber damalsohne Erfolg gekämpft haben, was auch in Apions Angabe liegt, daß das Heergering war, also gegen die Überzahl des Gegners nicht habe standhaltenkönnen. Wenn man Liese Darstellung mit denjenigen Justinus' und des Por-phyrius' einerseits und mit der Diodors andrerseits ausgleichen will, müßtemau sich die Sachlage so denken, daß Physkon von einem Teil der Alexandrinerzum Nachfolger berufen worden wäre, daß aber eine Gegenpartei sich ihmwidersetzt hätte, daß also ein Bürgerkrieg entstanden wäre, wobei die Kyrenerfür Physkon gekämpft hätten, daß Onias für Cleopatra Partei ergriffen hätte,und daß endlich ein Vergleich zu Stande gekommen wäre, wonach Physkon disverwitwete Schwester heiraten und zur Mitregentin haben sollte. So wäre diescheinbare Differenz beseitigt, und die Ausgleichung, welche die beidenjudüifcheu Feldherren zustande gebracht haben sollen, <das. — 'Onic,?
kann sich nicht auf das Faktum vonPhvskons Einsetzung beziehen, sondern auf ein vorangegangenes, vielleichtnon, bei Philometors Leben während seiner Abwesenheit in Syrien (150 — >46).
Jedenfalls geht daraus niit Entschiedenheit hervor, daß Onias eine be-deutende Rolle bei den Vorgängen in Ägypten und Alexandrien gespielt, unddaß er zuerst Philometor samt seiner Gemahlin und dann rhr allein Dienstegeleistet hat — Nrch ein drittes Mal deutet Josephus Onias' feindliches Ver-hallen gegen Physkon an, und zwar wiederum, wie sich vermuten läßt, ,ni Inter-esse der Cleopatra, nämlich bei der Relation, Laß Physkon gegen die gefesseltenJudäer Alexandriens Elephanten habe Hetzen lassen. Der Eingang dazu lauiet(das.): uaur 1Uiz'80on i?cvisinasn8 ennr näversum sxersituiu guiclsm OniaspUKnars praesuiuei'et. Nach dieser Relation hätte Physkon auch noch zurZeit, da er bereits im Besitze von Alexandrien war, ein von Onias befehligtesHeer bekämpfen wollend. Zu welchem Zwecke hat Onias ein Heer gesammelt,
r) In dieser Zeit, entweder während des Krieges zwischen Physkon undCleopatra oder nach der Ausgleichung, muß der Vorfall, daß der erstereElefanten auf die Judäer in Alexandrien Hetzen ließ, vorgekommen sein, dennJosephus a. a. O. bringt ihn mit der Parteinahme der Judäer für Cleopatrain enge Verbindung. >uuu. Uli. euiu aävsisnin sxsieituni grrüieiu
Onias puKiiurs praesninerst, oinne» vsru stuäaeos in eivilats po.-itoü . . .e1spüanri8 8nbjesis8et ... in eontrarruni evsnsre. Das wäre 146—145.Denn später scheinen die Judäer Ruhe vor ibm gehabt zu haben, da imJahre 132—131 (38. Jahrs Physkons) der jüngere Sirach nach Alexandrien(krnosiniunr zu Sirach, siehe Note) wanderte. Damals muß also für die JudäerRuhe geherrscht haben. Allerdings wurde in diesem Jahre Physkon wegenseiner Grausamkeit aus Alexandrien vertrieben. Er war zwar nach einigenJahren wieder Herrscher von Ägypten; denn 128 stellte er Alexander Zebinagegen seine Schwester-Frau Cleopatra und gegen ihren Schwiegersohn DemctriosNikator als Gegenkönig auf. Aber d'efer neue Zwist dauerte nicht lange; 127waren sie wieder ausgesöhnt. Und bis zu seinem Tode 117 wird keine Grau-samkeit von ihm erzählt. Der Vorfall mit den Elefanten muß also um146—145 gesetzt werden. Indessen freundlich scheint Nhyskon den Judäeru nie-mals gewesen zu sein. Denn im Jahre 124 scheint das Sendschreiben an dieägyptischen Judäer vorauszusetzen, daß diese x»ro»7 Trov-gw seien (vergl. Note 10).