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Geschichte der Juden.
«I'rorr-.kt?), hatten die Gemeindeverwaltung (ckrotüktv r» kAioe) und dasRichteramt --^/o--?), hatten die Sorge für die Ausrechthaltung der
Handelsverträge ur^^o-.«L^v, und endlich die Exekntion der
kaiserlichen Befehle, wie Strabo bezeugt. Das war in der Römerzeit. Wiewar es früher in der Zeit der Ptolemäer? Und warum wurden die EthnarchenAlabarchcn genannt? Diese beiden Fragen fallen zusammen.
Aus der Claudianischen Urkunde haben wir ersehen, daß Augustus diesesAmt oder diese Würde nicht geschaffen hat, sondern sie nur bestehen ließ. Ausdem Ausdruck: ^e?«orö>- // /rrraAttt folgt eigentlich,
daß er angegangen worden sei, dieses Institut aufzuheben. Es kann von denalexandrinischen Griechen ausgegangen sein, weil diese sich gegen die Judäerzurückgesetzt gefühlt haben müssen, indem sie dem römischen surläions unier-worfen waren, während die Judäer ihren stammgcnössischen Archon«ärork-.oä?, das Oberhaupt eines selbständigen Gemeinwesens, behalten durften.Hat Augustus dieses Institut nur weiter bestehen lassen, so muß es schon inder Ptolemäerzeit bestanden haben. . Das folgt ebenso gewiß, wie die Identitätvon Ethnarchen und Alabarchen. Die Benennung Alabarch führt ja ohnehinauf griechischen Ursprung. Nun, für diese Benennung hat der verstorbeneProf. M. A. Levy schon 1867 das Richtige gesunden (Geigers Zeitschrift,Jg. V S. 211). Allerdings hat es schon der kritisch taktvolle Wesseling an-gedeutet. Levy bemerkt: „Gegenüber dem Vorkommen der Würdennamenvon Syriarchen, Galatarchen . . . Asiarchsn . . . Phöniciarchen, ja sogarThebarchen ist wohl kein Zweifel, daß Arabarches auch die richtige L.-A.für Alabarches sei, und demnach dieses Wort nur griechischen Ursprungsgewesen sein kann. Die besten Handschrr. bei Cicero und Juvenal ^) nebst denInschriften haben es zur Gewißheit erhoben, daß die richtige L.-A.
sei, aus welcher bei Josephus geworden ist. Der Teil Ägyptens,
wo der Würdename vorkommt, wurde in ptolemäischer und römischer Zeitschlechtweg als Arabien betrachtet: .laabias uomo8; daher auch das Scholionzu Juvenal L.rabias priuesps erklärt." So weit Levy. Diese
Erklärung ist zwar nicht neu, ist aber verdienstlich, gegenüber Lumbrosowelcher in seinem lichtvollen Buche (Ueobsrobss snr l'seonomis pulitigus8ons leg I-agicke8 187V, p. 25V ff.) diese Identität von Arabarch und Ala-barch noch bekämpft, und gegenüber Blau, welcher noch 1871 sich skeptisch zudieser Identifizierung verhielt (Z. d. D. M. G. I87l, S. 582). Mit Recht be-merkt Schürer, daß durch diese Identifizierung sämtliche wunderlichen Etymo-logien des Wortes Alabarches Wegfällen, namentlich die bisher gangbare vonCujacius aufgestellte, daß der Name von „Dinte" herküme, und daß
der Alabarch „Dintenherrscher" gewesen wäre! Die Wandlung des Arabarchenin Illabarchen beruht auf dem Lautwechsel des y in 2. Alan kann noch hin-zufügen, daß diese Wandlung wohl nicht in Ägypten vollzogen worden ist, sondernin Palästina. In Alexandrien lautete der Würdename gewiß aber in
Palästina hat die bequeme Aussprache Alabarches — daraus gemacht,
und Josephus gab die palästinensische Aussprache wieder. Nach dem Texte vonJosephus' Altertümern änderten die Klosterkopisten, welche mit dessen Schriftenvertraut waren, in Cicero und Juvenal ,1.rabg.rolie8 in ^.labarollski; den» die altenHandschr. haben, wie gesagt, die erste L.-A. So weit das lautliche und etymologischeVerhältnis der Frage, gegen dessen Ergebnis nichts einzuwenden ist.
') Wovon weiter unten.