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Geschichte der Juden.
fehlerhaft; ist wohl der Nest eines Infinitiv Perfecti etwaKurz, so undeutlich auch die Nachschrift ist, so will sie doch so viel sagen, daßein angesehener Mann aus Jerusalem die Übersetzung angefertigt, daß diesefrüh angelegt wurde, und daß sie ein Dositheos, wahrscheinlich Onias' Genossegemeint (o. S. 28), zu Philometors Zeit nach Ägypten gebracht habe. Aberdiese Angabe ist ebenfalls tendenziös.
18.) Der angebliche judäische Peripatetiker Aristobulosund seine Schriften.Noch immer wird Aristobul, der angebliche Vertreter des Aristotelismus inner-halb der Judenheit, als eine geschichtliche Persönlichkeit behandelt, der untereinem der Ptolemäer gelebt, diesen über das Judentum belehrt und ihm eineSchrift darüber gewidmet haben soll. Von mancher Seite ist zwar seineExistenz bestritten morden, nichtsdestoweniger wird er von angesehenenSchriftstellern noch immer als ein historischer Antor angesehen, der eine gewisseStufe in der Entwicklungsgeschichte der hellenistisch-judäischen Philosophievertrete. Aus dieser Annahme werden selbstverständlich für geschichtliche undchronologische Momente Konsequenzen gezogen. Es gilt also, diese Frage überSein oder Nichtsein eines judäischen Peripatetikers Aristobul zum Abschlüsse zubringen. Zu diesem Zwecke ist es nötig, die Zeugnisse der Kirchenväter, welcheseine Schriften vor Augen hatten, Auszüge daraus gemacht und Biographischesüber ihn daraus mitgsteilt haben, kritisch zu prüfen. Die MonographieValckenaers (äiatribs äs Vristodvio .Inckaeo) hat diese Frage durchaus nichtkritisch erledigt. Ihm, dem klassischen Philologen, lag mehr daran, nachzuweisen,daß eine ganze Reihe von Versen unter dem Namen griechischer Dichter unechtsei, und daß ein Judäer, und nicht ein Christ, sich solche Falschmünzerei habezuschulden kommen lassen. Mit einer gewissen Genugtuung suchte der hol-ländische Philologe diese Tatsache zu konstatieren, als wenn es unter den christ-lichen Gnostikern gar keine Fälscher gegeben hätte, als wenn die Urevangelienvon dem Makel der Pseudepigraphie ganz rein wären. Die Untersuchung überAristobul mutz daher noch einmal ausgenommen werden.
Lange Auszüge aus Aristobuls angeblichen Schriften gibt nur Eusebiusin seiner praeparatio svavKeliea an mehreren Stellen. An der einen sagter von ihm aus: Aristobul habe sich an der Philosophie des Aristoteles beteiligt,unbeschadet seiner väterlichen (judäischen) Philosophie. Er sei derselbe, vondem das zweite Buch der Makkabäer im Anfang spreche. In der Schrift anPtolemäus habe er diesen König belehrt ^). Diese Angabe muß besonders be-achtet werden, weil sie für die Kritik entscheidend ist. Auch Clemens ausAlexandrien identifiziert den Peripatetiker Aristobul mit dem, in dem ange-hängten Sendschreiben an die ägyptischen Judäer des II. Makkabäerbuches ge-nannten Lehrer des Königs (vergl. Note !0). Er bemerkt dabei, daß derSchriftsteller Aristobul unter Ptolemäus Philometor gelebt habe. Soweit das Biographische, das nicht gerade viel bieret. Wichtiger sind die Auszügeaus der Schrift selber. Sie war in zwei Bücher eingeteilt. Clemens Alexan-drinus teilt ein Fragment aus dem ersten Buche mit (Stromata I, 22, 150,p- 410: 'vckyrornsiov-.v? cke ex Der Titel dieser Schrift wird von
den Kirchenvätern nicht genau angegeben. Anatolius nennt sie „erklärende
^) VIII, 9, 38, p. 375 ck: o cke x«t rH? x«r'
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