Note I. Die judäisch-hellenistische Literatur.
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griechisch, sind dann ins Armenische übersetzt worden, und der Armenier Auch erhat sie ins Lateinische übertragen (Venedig 1826). Sie sind in der RichterschenAusgabe von Philos Werke wieder abgedruckt (im B. VII). Der Inhaltgibt nicht den geringsten Anhaltspunkt für die Entstehungszeit. Von Philostammen diese Predigten gewiß nicht, obwohl sie seine allegorische Demtungsweise zeigen. Ebensowenig läßt sich ihre Tendenz ermitteln. Es istebenso ungewiß, ob sie dem Prediger des IV. Makkabäerbuches angehören. —Außerdem hat Aucher noch das Fragment einer Predigt mitgeteilt unter demTitel kdilonis cls ckona., und ein Anonymus hat dabei hinzugefügt 8sr-mo II, was noch weniger Anhalt für die Chronologie bietet sVgl. unten S. 799).
17.) Die Zusätze zum Buche Esther sind eigentlich selbständige Piecen,die Hieronymus getrennt vom Hauptbuche vorgefunden hat. Es gibt davonzwei Rezensionen, eine längere und eine kürzere, welche Fritzsche alsäuplioem tidri textum sto. 1848 ediert hat. Die Haupttendenz dieser Stückeist, das zu ergänzen, was fromme Leser in der Estherrolle vermißt haben, denMangel an Wundern, an Gebeten um Rettung, an Eingreifen Gottes in dieEntwicklung. Durch den Traum Mardocha'ts, sein und Esthers Gebet unddie Auslegung des Traumes am Schlüsse ist diesem pium clssicisrium Genügegetan. Auch im Texte wird hin unb wieder, abweichend vom Original, Gottals Retter dargestellt. Diese Ergänzung ist wahrscheinlich für griechischredendeGemeinden, bei denen das Vorlesen aus dem Estherbuche ebenfalls Einganggefunden, hinzugesügt worden, um das Nüchterne und Wunderlose in der Er-zählung zu verdecken. Wann Übersetzung und Einführung stattgefunden hat,läßt sich nicht bestimmen, gewiß erst in der zweiten Hälste des ersten christl.Jahrhunderts, da das vierte Makkabb. vom Jahre SO xo8b das Buch noch nichtkannte (o. S. 617). Josephus gibt teilweise zwei fingierte Rundschreiben desAhasverus (Artaxerxes genannt) an die Satrapen wieder (Altert. XI, 6,6 und 12; das letztere gekürzt aus apokryph. Esther 8, 10; 30). In diesemSendschreiben ist ein Passus enthalten, daß tue Judäer nicht so schlecht seien,wie ihre Feinde sie schildern (an --»»ue^xove »rr«;) und daß es ihnen ge-stattet sei, nach ihren Gesetzen zu leben (e«r ron? Vavcka-or,? ^HaSar rot?eanrw-- rv/,->o-?). Dieser Passus hat offenbar apologetische Tendenz und weistwohl auf die Zeit, als offiziös die Gleichstellung der Judäer wegen abweichen-der Gesetze angefochten wurde, also etwa in die Zeit Caligulas und später.Die Zeitangabe zum Schluß, die sich auf Übersetzung und Zusätze bezieht,erweist sich geradezu als Falsum. Den Brief, d. h. die Estherrolle (r^r ?rxo---e-^e'r^r k/rrarol^v), solle gebracht haben Dositheos und sein SohnPtolemäus, welcher sich als Priester und Lernte ausgegeben, §? ed >7 r?r«r,'kpkv? --ar Ikvr'ri/?. Das klingt schon befremdlich. Sie sollen sie überbrachthaben im vierten Jahre des Königs Ptolemäus und seiner Frau Cleopatra.Aber welcher von den 4 Ptolemäern, deren Frau diesen Namen führte, solldamit bezeichnet sein? Der Epigraphist meinte wohl Philometor, der überhauptin der hellenistischen Literatur öfter genannt wird. Aber im vierten Regierungs-jahre war er noch Knabe und kann nicht mit Cleopatra verheiratet gewesensein. Indessen ist es möglich, daß die Jahreszahl i» diesem Datum ausgefallenist. Aber der letzte Passus ist noch verfänglicher. Diesen Purimbrief (e-r-aro-.,)rSr ck^or^ar) soll übersetzt haben Lysimachos, der Sohn des Ptolemäus, inJerusalem. Dieses ist aber sonderbar gegeben: ^ etz>^«aar errat earrenxerar >tvorrra/oi' 7/rolk/rar'on rör (Var. e alr) er le^ovoal^zr. EinJerusalemer konnte schwerlich ins Griechische übersetzen; errat -rar ist gewiß