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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Note 3. Die judäisch-hellenistische Literatur.

Behüte die Jugend eines schönen Knaben; denn viele rasen nach einersolchen Sünde". Das Gedicht warnt auch vor Verbrechen, die in der römi-schen Welt im Schwange waren, und die kein Gesetz verbot: Kinderraub (V. 150)und Kindesmord (V. 183184). Dis Mutter vernichte nicht die Frucht imLeibe und werfe nicht Neugeborene Hunden und Geiern zum Fräße vorWeitere Literatur bei Schürer III 473ff.s.

12) Der Zeit nach folgt darauf die Entstehung des Briefes des Pseudo-Aristeas über Entstehung der Septuaginta. Es ist eines der wenigen Bücheraus der judäisch-hellenistischen Literatur, die sich vollständig erhalten haben.Diese Schrift ist gewiß unter dem Kaiser Tiberius verfaßt, vergl. o. S. 583 st.(und die Bemerkungen dazu).

13) Das Buch der Weisheit oder aoP-'» (^ola^üirro?), die

Lapisniia. Über die paränetische und polemische Tendenz dieses Buchesherrscht kein Zweifel, desto mehr über das Zeitalter seiner Entstehung. DieKritik hat die Annahmen, daß Salomon oder Ssrubabel, Sirach oder PhiloVerfasser derselben sei, bereits abgetan, ist aber bei dem vagen Resultate stehengeblieben, der anonyme Verfasser habe zu den Zeiten der Ptolemäer gelebt.Bei dieser Annahme beruhigt sich Ewald (III, 554); Zeller ist geneigt, die Ab-sassungszeit noch früher anzusetzen (Gesch. der griech. Philosophie III., 3. Aust.,S. 271 ff.). William I. Deane limitiert die Abfassungszeit zwischen 217 und145, von falsche» Prämissen ausgehend (Text und Kommentar zu tds book olrviscloin, 1881, p. 32). Übersehen ist dabei, daß dieWeisheit Salomos" nichtnur gegen das Götzentum, sondern auch scharf gegen die göttliche Verehrungder Menschen und besonders der Herrscher polemisiert. Sie kennt also schondie Divinisierung der römischen Kaiser und scheint geradezu auf Caligulaswahnsinnige Ansprüche auf Göttlichkeit anzuspielen. Dieses Thema behandelndie Verse 14, 1620:Die Entfernten, welche verhindert sind, den Herrscherselbst in der Nähe zu verehren, machen sich ein Bild von demselben, um demAbwesenden zu schmeicheln, als wäre er anwesend": c-xör« roü r-^m^k'i-ou

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«!-« rH?Und die Künstler tragen zu zu dieser Verkehrtheit bei, in-

dem sie ihre Kunst anstrengen, das Bildnis schön und verführerisch auszu-statten." Darum läßt die Schrift Salomo selbst an seine menschliche Hin-fälligkeit erinnern (7, 16). Auch er, obwohl König, ist ein sterblicher Mensch(kV- ^kl- -av? Auch der König hat keinen andern

Anfang des. Lebens, wie jeder andere Sterbliche (onük-? /laa-Ici,? crk'(v,>

/ki-kv-km? ä^/isr); denn alle Menschen haben denselben Eingang ins Leben unddenselben Ausgang. Man wird einräumen, daß diese zugespitzte Polemik nicht gegendie Ptolemäer, sondern nur gegen Caligula gerichtet sein kann. Wenn Ewaldbehauptet, daß das Buch mit 0. 6, 22 seine Vollendung erreicht hat, so be-weist er hiermit nur, daß er seine Tendenz vollständig verkannt hat. Geradevom 7. Kapitel an geht der Verfasser auf das ihm naheliegende Interesse, dieKaiservergöttcrung, tiefer ein, weil dieses das den Judäern zugefügte Leid be-rührt. Auch die Leiden, welche die Alexandriner unter Caligula erduldeten,schildert der Verfasser deutlich (5, 14).Dann wird der Gerechte (Israel)in voller Öffentlichkeit vor das Gesicht derer treten, welche ihn gebeugt undseine Mühen verachtet haben" (rök-k or^okr--- ü <k->-«ro?

xa-r« TkkchuMTkM' kl-u' «Ukör r«AkT'uüi'rtov roü? Trorou? «üroü).

Das ist also der, werden die Bedrücker sprechen, den wir zum Gespötts, zumBeispiel des Schimpfes, und dessen Leben wir Gedankenlose für Wahnwitz ge-