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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Note I. Die judäisch-hellenistische Literatur.

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ihm mitgeteilten. So kann Pseudo-Hekataios zur Zeit Hyrkans II., als Pom-pejus diesen seiner Königswürde entkleidet und ihm nur die Hohepriesterwürdeund die Ethnarchie gelassen hatte, geschrieben haben, zwischen 63 und 40 d. vorchr.Zeit. Daß er ein Alexandriner war, ergibt sich aus den Fragmenten. Er teiltnur Fakta mit, welche die nach Ägypten gewanderten Judäer betreffen. Mancheseiner Angaben können historisch sein sJn einigen Bonner Universitäts-Programmen aus den Jahren >894 und 1895 hat jetzt A. Elter unwiderleglichnachgewiesen, daß die von Josephus (^.»t. I, 7, 2 u. e. L.p. I, 22) angeführtenStellen dem echten Hekatäus angehören, der eine ägyptische Geschichte ge-schrieben und in dieser an geeigneter Stelle einen besonderen Abschnitt derGeschichte der Juden gewidmet (p. 247, ff.), besondere Bücher rrep«und aber nicht verfaßt hat. Die Verse bei den Kirchenvätern

dagegen sind das Werk eines Fälschers, das erst kurze Zeit vor Clemens ent-standen sein kann. Vgl. hierzu die Ausführungen Leop. Cohns in der Monats-schrift, Jahrg. 41, S. 286 fs.j

10) Der nächste in der Reihe der hellenistisch-jndäischen Schriftsteller istder Verf. eines Teiles des dritten Buches der Sibyllinen. Sibyllinische Verse

kamen überhaupt erst seit der Herrschaft der Römer auf. Die Forscher find

gegenwärtig einig darüber, daß mindestens die Verse 4592 des dritten Buches,welche den Anbruch der messianischen Zeit verkünden, zur Zeit des zweitenTriumvirats und der Zaubergewalt Cleopatras auf Antonius gedichtet seinmüsse», d. h. vor der Schlacht bei Actium 31, als Antonius halb mit Octaviangebrochen hatte. Vergl. Friedliebs und Alexandres Anmerkungen in ihrenAusgaben der Sibyllinen. Es wird auch mit Recht von diesen angenommen

daß das erste Fragment an die Spitze der Sibyllinen zum dritten Buche gehört

Ich kann nicht Frankels Annahme bsistimmen, die von Badt unterstützt undweiter ausgeführr wurde (Monatsschr. Jahrg. 1859, S. 261; Badt, cle oraenlrssibMiiris, 1869, p. 60), daß der Ausdruck in V. 64 auf Sebaste-

Samaria und auf die chuthäischen Samaritaner Hinweise, und daß demgemäßdiese sibyllinische» Verse erst nach der Umwandlung Samarias in Sebaste (25vorchr. Zeit, s. o. S. 218 f.) gedichtet sein könnten. Es ist nämlich dagegeneinzuwenden, baß Ik/S«<rr^v«r eher noch auf die Bewohner oder die Soldatender Hafenstadt Sebastos bei Cäsaren Hinweisen (Jos. Altert. XIX, 9, 1. 2vergl. o. S. 353, Anm. 1). Diese zeigten sich ganz besonders judenfeindlichund könnten eher der Dichtung Veranlassung gegeben haben, daß der Beliar,der Antimessias, aus ihrer Mitte hervorgehen werde. Ferner sind Bewohnervon Samaria-Sebaste ohne weiteres noch nicht identisch mit chuthäischen Samaritanern. Diese hatten vielmehr ihren Hauptsitz in Sichem-Neapolis. Auch da-mit kann ich mich nicht einverstanden erklären, daß unter dem Beliar Herodesgemeint sei. Der Beliar wird in diesen Versen weit eher als ein übermächtigessatanisches Wesen geschildert, welches die Menschen verführt.

V. 64. '/x ckc o ry r MV (l-/

V. 65. ar-jaLL rips?, oryoe- A«1«aoai'.

V. 67. v^xu«? or-sa» . . .

V. 68. ^411« 7rl«v«, xal Pr Trollor? Trloev-joeL.

Das Wort muß korrumpiert sein, sonst versteht man den Sinn

dieser Versrcihe nicht fNach Bleek und Lücke, denen sich Schürer n. a. O441 anschließt, ist die Erwähnung der Gebastener in V. 63 auf Rechnung einesspäter» Interpolators zu setzenf. Zwischen Vers 63 und 64 ist ohnehin eine Lückeerkennbar. In den fehlenden Versen war wahrscheinlich von Unholden die

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