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Geschichte der Juden.
Jahrhunderts geschrieben sein müssen. Bei den übrigen fehlt auch derterininns ad guem, und mir sind, wie gesagt, auf Vermutungen angewiesen.Indessen lassen sich doch noch einige derselben annäherungsweise chronologischfixieren.
9) Pseudo-Hekataios. Bon diesem sind mehrere Fragmente erhalten.Es zirkulierte noch im dritten Jahrhundert eine Schrift Vov4«-'mv, an derenEchtheit schon Herennius Philo von Byblos zweifelte (Origensa contra Oslsnm I,15). Diese Schrift wird auch von Josephus (o. ^xioneiu I, 22) zitiert unddaraus ein größeres Fragment mitgeteilt über die Wanderung von Judäernnach Ägypten unter Ptolemäus I., über Leiden der Judäer unter den Persernund ihre Standhaftigkeit und über Jerusalem, den Tempel und den Kultus.In demselben Buche war auch enthalten, was Josephus über Alexander desGroßen Verhalten zu den Judäern auszieht (das. II, 4). Die Echtheit dieserSchrift verwirft C. Müller mit Recht, namentlich durch Vergleichung des Urteils,über den echten Hekataios bei Diodor; s. Ura^in. Instt,. Giaeee. II, x. 385 undp. 393 fg., wo die Fragmente mitgeteilt werden. Verschieden von der Schrift'/ovü«»„v scheint eine andere gewesen zu sein, die unter dem Titel
oder „«i roü? ebenfalls von Josephus
zitiert wird (Altert. I, 7, 2). Diese war, den Fragmenten nach zu urteilen,nicht historisch, sondern dogmatisch oder apologetisch. Clemens Alexan-drinus zitiert daraus 9 Verse angeblich von Sophokles, welche die EinheitGottes betonen und gegen das Götzentum polemisieren (8trowata V, o. 14,
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Aus Clemens haben es Eusebius (kraep. evanx. XIII, 13, p.86v) und andereKirchenväter entlehnt; bei Justinus Martyr dagegen werden die pseudo-sopho-kleischen Verse ohne Quellenangabe zitiert (Ooüorratio 18 und de Ilonaioüia 2).Das Zitat will also sagen, daß der Vers, der üistoriae, nämlich de dudneis,auch eine Schrift über Abraham und die Ägypter geschrieben habe, in welcherdie Verse enthalten waren. Daß die Verse und auch die Schrift unecht sind,braucht nicht weiter bewiesen zu werden. Aus dieser Schrift ist ohne Zweifeldas Citat in Pseudo-Aristeas: daß sich die griechischen Schriftsteller, Dichterund Geschichtsschreiber von der Erwähnung der Gesetzbücher (Moses) fern ge-halten hätten, weil die darin enthaltene Erkenntnis (S-kw§-'«) heilig und ehr-würdig sei, „wie Hekataios von Adders sagte", ö-e Pi/arv '/ix«r«to? ö(cd. Schmidt p. 19, sed. Wendl. A. 3ls). Ein Judäer hat demnach unter derMaske des unter Alexander und Ptolemäus I. lebenden Abderiten Hekataioszwei Schriften verfaßt: Über die Geschichte der Judäer und über Abra-ham und die Ägypter. Die Lebenszeit dieses Pseudo-Hekataios läßt sichaus folgenden Momenten eruieren. Da ihn Pseudo-Aristeas zitiert, so muß ervor diesem, d. h. vor der Zeit des Kaisers Tiberius (vgl. o. S. 592) gelebt haben.Aus dem längeren Zitate bei Josephus (a. a. O. I, 22) geht hervor, daß einHohepriester damals noch an der Spitze des Gemeinwesens stand: ok . .rcüv lovdakmv . . . xa« ra xorv« drvtxovvrke . . Judäa hatte also zur Zeit,als dieser schrieb, kein Königtum mehr. Zur Zeit der makkabäischen Königehat er sicherlich nicht gelebt, sonst hätte auch Alexander Polyhistor von seinenSchriften Auszüge gegeben, die doch viel interessanter waren, als die sonst von