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Geschichte der Juden.
ägyptischen Priester geschrieben sein, welcher Mose noch gekannt habe. Daherwird von Mose eine Schilderung der Persönlichkeit gegeben, als wenn derVers, ihn noch als Zeitgenossen gesehen hätte. Mose sei groß gewachsen, vongesunder Farbe gewesen und habe ein würdevolles Aussehen gehabt:ilF c/>^o 5 rvv Tra/rvv, Die
Griechen Hütten ihn unter dem Namen Musaios, als Lehrer des Orpheus,gekannt und verehrt. Von den Ägyptern sei er als Hermes, als Erfinder derSchrift, verehrt worden. Artapan sagt auch, die Hebräer heißen eigentlich Her-miuth und darunter hat er wohl angeben wollen, daß die Ägypter
oder die ägyptischen Priester sie als „Menschen Gottes" angesehen (vgl. o.S. 594). Das alles ist augenscheinlich zugespitzte Tendenz, und zwar gegenMolo. Artapan hat höchstwahrscheinlich erst im ersten vorchristlichen Jahr-hundert zur Zeit dieses judenfeindlichen Schriftstellers gelebt.
Diese drei Schriftsteller, die den gemeinsamen Zug haben, dem judäischenAltertum Relief geben zu wollen, waren entschieden Ägypter, d. h. Alexandriner.Artapan ist voll von ägyptischen Dingen. Er deutet auch an, daß der Tempelin Heliopolis, d. h. der Oniastempel, von den in Ägypten eingewandertenHebräern erbaut worden sei: rai'rou? -^ . . . rö tv e«
Richtig bezeichnet Hieronymus Eupolemos und Demetrios als polemische,besser als apologetische Schriftsteller (äs viris illnstribim e. 38): vemstriumst Lupolsmnm seriptores s,äver8U8 Asntss retsrt, gni in similituäinsmllossplli idl»; LIoz-8i8 st -luclaioas Aenti8 U 88 ki'vant. Pseudo-
Artapan dokumentiert diesen Charakter in einem noch höheren Maße. Mankann daher diese drei Schriftsteller mit Recht als alexandrinisch-judäischebezeichnen, in der richtigen Voraussetzung, daß die literarische Tätigkeit derägyptischen Judäer nicht in den kleinen Landstädten, sondern in der Hauptstadtkonzentriert war.
4) Ezekielos, der Tragödiendichter, von dessen DramaAlexander Polyhistor und Eusebius größere Fragmente erhalten haben. DerInhalt ergibt gar nichts für die Bestimmung seiner Zeit. Man kann dahernur von ihm sagen, daß er vor Alexander Polyhistor gedichtet haben muß.Vergl. über seine Verse L. Philippson, Ezechiel, des jüdischen Trauerspiel-dichters Auszug aus Ägypten und Philo des Alteren Jerusalem 1830, Dübner,Anhang zu Luripillm kraMusnta, 1848. Vergl. o. S. 595 die Vermutung, daß erwohl identisch mit dem Tragödiendichter Theodektes im Aristeasbrief sei,daß er mehrere Tragödien judäischen Inhalts gedichtet, und daß er an Glaukomagelitten habe. Seine Scnarien sind nichts weniger als rhythmisch. Merkwürdigist, daß er in einem Vers das Wort Pascha gebraucht:
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und daß er für Passahopfer auch Rinder annimmt (V. 176), nach Deuteronomium,wie es wahrscheinlich im Oniastempel üblich war.
5) Alter als diese war wohl der Dichter Theodotos (seine Fragmentebei Eusebius a. a. O. IX, o. 22, 426 fg.). Er preist Sichem, nennt es „dieheilige Stadt" und erzählt nach dem Pentateuch die Geschichte, die sich an Sichemknüpft. Er wollte offenbar Sichem und den Tempel auf Garizim auf Kostendes Heiligtums von Jerusalem hervorheben; seine Verse haben entschieden eineapologetische Tendenz. Theodotos war demnach unstreitig ein Samaritanerund hat mit seinen Versen das Heiligtum der Chuthäcr gegenüber denSchmähern desselben in Versen glorifizieren wollen. Daraus läßt sich auch