Note 3. Die judäisch - hellenistische Literatur.
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immer noch auf das Jahr 246 treffen, d. h. in die letzten Rcgierungsjahredes Ptolemäus II. oder doch jedenfalls in die des Ptolemäus l ll. Die Emen-dation von rk'rcrxro? in würde also auch nicht richtig sein. Wenn man
dagegen statt 338 setzt 438, so würde der Abzug von dem faktischen Exilsjahre 586das Jahr 148, beziehungsweise 146 ergeben. Dasselbe Ergebnis folgt auch, wennman von dem assyrischen Exilsjahre oder vom Untergang Samarias, nämlichvon 719, die Zahl 573 abzieht — 146 ante. Dabei ist vorausgesetzt, daß De-metrius wirklich die chronologische Berechnung angewendet habe, die erst vonden modernen bedeutenden Chronologen vermittelst komplizierter Kombinationgewonnen wurde, nämlich 719 für das assyrische und 586 für das babylonischeExil. Hätte er die beiden Exilsepochen um 4 oder 3 Jahre früher angesetzt,also etwa die assyrische um 723 und die babylonische um 590, so träfen seinebeiden Zahlenangaben auf das Jahr 143 oder 142, unter die Regierung Ptole-mäus VII., d. h. auf das epochemachende Jahr der erlangten Selb-ständigkeit Judäas unter dem Hasmonäer Simon. Und es ist wahr-scheinlich, daß auch er gleich Eupolemos dieses für die Judäer so hochwichtigeJahr als terminns all gnsm angesetzt hat. Das Zahlwort das doch
jedenfalls falsch ist, könnte vielleicht auf seiner m. E. kaum annehmbaren) Verwechse-lung von ,1 und ^ beruhen. Wie dem auch sei, man hat durchaus keine Be-rechtigung als gewiß anzunehmen, daß Demetrios unter Ptolemäus Energctes I.,d. h. in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts geschrieben habe, da dieseAnnahme lediglich sdah sie nicht „lediglich" auf dieser Emendierung beruht, s.bei Schürer a. a. O. S. 350s auf Emendierung von rk'r«§r->? inberuht, und diese durch den Kalkül erschüttert ist. Der Beweis, der von diesemMomente für das höhere Alter der griechischen Pentateuchübersetzung entnommenwird, beruht demnach ans unsicherer Grundlage. Ohnehin ist es mißlich, durchscheinbare Wortparallelen Demetrios' Abhängigkeit von der KeMraZ-iuta zuurgieren. An einer bedeutsamen Stelle weicht er geradezu von dem Text deroxx ab. Diese übersetzen in erstaunlicher Ignoranz den Passus (Genesis 28, 20):-vp.i rv in rbmi mit sSwete hat: yr Deme-trios dagegen hat das richtige -r? rij? Er hat demnach s?s
unabhängig von der griechischen Übersetzung seine Geschichte und Chronologieansgearbeitet. Man darf daher keineswegs von Demetrios einen Rückschlußauf das Alter der I-XX machen svgl. jedoch oben S. 582, Anm. ls.
Was von Demetrios' Schrift zu halten ist, läßt sich schwer beurteilen.Sie gibt eine minutiöse, bis auf Monate ausgerechnete Chronologie von denLebensjahren der Patriarchen, der Nachkommen Jakobs und Moses wie sie auchdie Exilszeit der zehn Stämme und Judas bis ans einen Ptolemäer nach Jahrenund Monaten ausrechnet. Auch dahinter muß eins Tendenz stecken.
3) Dagegen ist der apologetische Charakter des dritten Schriftstellers,welcher über die alte Geschichte der Judäer geschrieben hat, und der sich Arta-panos nannte, nicht zu verkennen (vergl. o. S. 593). Mose macht er zueinem Heldenkriegcr, der die Äthiopier überwunden habe. Noch mehr, Mosehabe nicht nur eine staatliche Ordnung in Ägypten eingesührt, sondern auchfür die Menschen viel Nützliches gelehrt, Schiffsbau, Maschinen, ägyptischeWaffen, Wasserwerke und auch noch die Philosophie erfunden. Das ist offen-bar Tendenz, gegen die Schmäher der jndäischen Stammväter und Gesetzgebergerichtet, und ganz besonders gegen Apollonias Molo.
Artapanos oder, wie er sonst geheißen haben mag, war ein echter Pseude-pigrapheus; seine Schrift zur Verherrlichung Moses will eigentlich von einem