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Geschichte der Juden.
Nebuchadnezar so und soviel Jahre, so muß er voraufgehend von dem Exil derzehn Stämme gesprochen haben, wie er auch weiterhin von demselben spricht:«l?/ oo «5 «L firx« . . . )-exch'« 0 Li'. Daralls solgt, daß
Demetrios einen historischen Schnitzer begangen hat, indem er den UntergangSamarias und das Exil der zehn Stämme unter Sancherib setzte, währendsie unter Salmanassar erfolgten. Denn augenfällig ist cs, daß seine Bezeich-nungen as)x^«1wrok. «t/,ua1.l>irrnA'sx«k nichts anderes als „Exil"
und „Exulanten" ober „Deportation" und „Deportieren" bedeutenkönnen. Freudenthal hat mit Unrecht, um den Widerspruch zu lösen, diesenWörtern die Bedeutung „Plünderung" oder „Brandschatzung" untergelegt jMirerscheinen Freudenthals (S. öd) Nachweise vielmehr höchst beachtenswertst In demPassus«?,' ov ök kk'/k(,oooxö/l„ii,, nämlich «(^«tmror )-k)-,I>,«ari,, soll ja das Wortgeradezu exules ausdrücken; denn Dem. will damit das babylonische Exilbezeichnen. Durch die unstreitige Boraussetzung, daß Demetrius Sancherib mitSalmanassar verwechselt hat, vereinfachen sich die Widersprüche und werdenlediglich auf die chronologischen reduziert.
Um diese zu heben, muß man davon ausgehen, daß die L.-A. I/roIk^«,'ovrkra§roo durchaus nicht zu halten ist, weil sie so oder so falsch ist. Diandarf sich auch nicht verhehlen, daß die unbestimmte Angabe: bis zu Plole-mäus IV. (oder einem andern) bei der Absicht, einen exakt-chronologischenKalkül zu geben, wunderlich erscheint. Das Regierungsjahr des betreffendenPtolemäus hätte ja entschieden angegeben werden müssen, wenn die Berechnunggenau sein soll! Demetrios will so außerordentlich genau chronologisch be-rechnen, daß er die Monate mit hineinzieht, und soll den terminus all gnemnach dem Jahre zu bestimmen vergessen haben! Das ist undenkbar. Darausfolgt, daß entweder der Terminus des Regicrungsjahres des Ptolemäusfehlt, also der Text defekt ist, oder daß Demetrios diesen Terminus alsallbekannt vorausgesetzt hat. Dieses vorausgeschickt, sind die chronologischenWidersprüche nicht so außerordentlich drückend, oder vielmehr: der eine derselbenkann gehoben werden. Von den beiden Zahlen 573^ seit dem Exil der zehnStämme und 338^ seit der Zerstörung Jerusalems ist eine jedenfalls ver-schrieben, entweder die erstere um ein Jahrhundert zu hoch oder die letztere umebensoviel zu niedrig angegeben. Ein plus oder minus von 100 Jahren istum so berechtigter anzunehmen, als ja Demetrios selbst das Intervall zwischenden beiden Exilsepochen auf 128*/» Jahre ansetzt. Er kann ja nicht in dem-selben Atemzuge dieses Intervall auf 235^.z Jahre ausgedehnt haben. Faktischbeträgt die Zwischenzeit zwischen den beiden Exilsepochen 133 Jahre, nämlichdas assyrische Exil 710 und das babylonische 580 gerechnet. Die kleinere Zahl 128^kommt also jedenfalls der richtigen näher als die größere 235V,. Es bleibtalso nur die Frage, ob eine Subtraktion von 100 Jahren von der ersten Zahloder eine Addition von 100 Jahren zur zweiten berechtigter ist. Aus zweiGründen empfiehlt sich nun die Umwandlung der Zahl 338 in 438. Dennbliebe die erstere bestehen, so könnte man der Zahl rkr»§rav ans keine Weisebeikommen. Denn offenbar hat Demetrios, vielleicht von einem variierendenText geleitet, das Intervall zwischen den beiden Exilsepochen um 2 Jahrezuviel angesetzt, da wie schon angegeben, dieser nach der Königsreihe inunserem Texte vom 6. Jahr Chiskijas bis zum 11. Zidkijas nur 133 Jahrebeträgt, und wenn man die 3 Monate Jojachins dazu zählt, 133^. Da nun alsdie babylonische Exilsepoche unverrückbar 586 feststeht, würde die Subtraktion338 von 586 auf das I. 248, und wenn man die zwei Jahre Differenz abzieht,