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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Note 3. Die judäisch - hellenistische Literatur.

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gesetzt hätte. Dieser aber behandelte in seiner Schrift Mose als Zauberer undBetrüger, seine Gesetze als gottlos und menschenfeindlich und die Judäer alsdas beschränkteste und dümmste der barbarischen Völker, welches nicht dengeringsten Beitrag zur Erfindung fürs Leben geliefert hätte (llos. o. Xpio-usm II, 14). Diesem gegenüber scheint Eupolemos hervorzuheben, daß Mosedie Buchstabenschrift erfunden habe, deren sich die Griechen bedienen, und daßSalomo einen so überaus prachtvollen Tempel erbaut und eine goldene Säuledem König von Tyrus zugesandt habe *). Sämtliche darin vorkommendeÜbertreibungen und Anachronismen haben ihren Erkläruugsgrund in derApologie. Eupolemos, oder wie er sonst geheißen haben mag, hat demnachfür griechische Leser geschrieben. Eupolemos könnte also nach ApolloniasMolo geschrieben haben, den übrigens Alexander Polyhistor ebenfalls exzerpierthat. Es ist bereits angegeben (S. 593), daß Josephus Eupolemos. sowie denChronologen Dcmetrios, obwohl beide eingehende Kunde von der biblischenGeschichte zeigen, für heidnische Schriftsteller gehalten hat (o. Xx. I, 23).

2) Demetrios. Seine Schrift enthielt Chronologisches für die judäischeund wahrscheinlich auch israelitische Königsreihe. Er hat ebenfalls eine chrono-logische Angabe, die ebenso voller Schwierigkeiten ist und Widersprüche ent-hält. Clemens referiert nämlich von ihm an derselben Stelle Ltromat I, 21

'Also rechnete er von dem Exil der zehn Stämme bis zu Ptolemäus IV.573 Jahre und vom Exils des judäische» Reiches bis dahin 338 Jahre.

Die chronologischen Widersprüche liegen auf der Hand. Zwischen derGefangenschaft der zehn Stämme und der letzten Gefangenschaft unter Nsbu-chadnezar sollen nach der einen Angabe nur 128^2 Jahre liegen, nach derandern dagegen 235^ I-, nämlich 573^ I. 338stz I. 235'-/z I. Da-durch ist auch der chronologische tsrmiuus all guem widersprechend. 573 I.seit Gefangenschaft der zehn Stämme die im ganzen ziemlich sestgestellt ist,gleich 719 auts würde auf das Jahr 14« oder den Bruch berücksichtigt auf 145 führen. Aber damals regierte nicht Ptolemäus IV., sondern derVII. Physkon. Nach der anderen Zahl 338st^ seit dem babylonischen Exil,das astronomisch-chronologisch auf 588 o-uds fixiert ist, kommen wir aufdas Jahr 247^. Aber damals regierte der dritte Ptolemäus I., Euer-getes, möglicherweise sogar noch sein Vorgänger Ptolemäus II. Phila-delphus, da dieser zwischen 248247 starb. Was die sachlichen Schwierig-keiten betrifft, die man auch in diesem Passus gefunden hat, so sind sieunerheblich. Da Demetrios angibt: die drei Stämme Juda, Benjaminund Levi seien nicht unter Sancherib ins Exil geführt worden, und es lägenzwischen diesem Exils- r«vr^?) bis zu dem unter

*) Die Sage von der goldenen Säule stammt vielleicht von Menander,Jos. o. Xpiouem I, 18, und ist noch mehr ausgeschmückt enthalten in dem kurzenFragment des Theophilos, eines wahrscheinlich heidnischen Schriftstellersungewissen Zeitalters, bei Eusebius a. a. O. IX, 34, 452 bei C. Müllerdas. p. 228