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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Note 3. Die judäisch-hellenistische Literatur.

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ganz ihres Stils hätten nicht abnehinen dürfen, sondern zunehmen müssen.Chronologisch konstatiert sind die Erstlinge des judäischen Hellenismus erst ausder zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts (veral. Note 3). Zweitens folgtaus dieser Wahrnehmung, daß die Autoren der besseren judäisch-hellenistischenLiteratur, wie die Verff. dos IV. Makkabäerbuches und der 8apisntia, nichteiner früheren Zeit angehören können, sondern dem Zeitalter Philos nähergestanden haben müssen. Kurz die Einreihung des Aristeasbriefes in die Zeitdes Kaisers Tiberius zwingt dazu, einen ganz andern Gesichtspunkt von derjudäisch-hellenistischen Literatur aufzustellen sVan allen Ansetzungen des Aristeas-Briefes scheint mir diejenige Wendlands, der die Schrift in die Zeit zwischen96 und 63 vor Ehr. bringt, am besten begründet zu sein, vgl. die Einleitungzu seiner Übersetzung S. 3 f.s.

Die judiiisch-heUenisttsche Literatur.

Infolge der Bibelübersetzung ins Griechische hat sich eine eigene litera-rische Erscheinung herausgebildet, welche man die hellenistische nennt. Sieist, auch abgesehen von den philonischcn Schriften, reichhaltig genug und hat einenEinfluß ausgeübt, der sich wie im Fluidum nicht im einzelnen Nachweisen läßt.Die Vorliebe vieler Heiden für Judentum und Christentum (d. h. für Judentumin anderer Form) ist durch diese Literatur gefördert worden. Teilen wir dieErzeugnisse dieser Literatur nach ihrem Fundorte, ihrem Inhalte und ihrerForm ein.

I. Die durch Alexander Polyhistor erhaltenen Bruchstücke von geschichtlichenoder poetischen Bearbeitungen biblischen Stoffes:

1Si Historische Fragmente von Eupolemos, Demetrios, Artapan,Kleodemos oder Malchos und Aristeas;

6) Bruchstücke eines Dramas von dem Dichter Ezekielos;

7) Gedichtes über Abraham, Joseph und Jerusalem

von Philo dem Älteren;

8) Heldengedichtes von Theodot über den Raub der

Dina und den Kampf der Söhne Jakobs mit den

Sichemiten.

Die meisten dieser Bruchstücke sind in Eusebius' krasparatio Lvaug-elieaIX, 1739, zum Teil in Clemens Alex. 8t.roma.tn I enthalten, und zusammen-gestellt in Müllers Urag'iusuta. Irmtorioornm ^raseornm III, 207230.

II. Npokryphische Schriften in echt griechischem Stil und biblischemKolorit:

1) das Buch der Weisheit,

2) das zweite Makkabäerbuch,

3) bas dritte Makkabäerbuch,

4) Zusätze zum Buche Esther.

Die übrigen Apokryphen, wie der Brief Baruchs, der Brief Jeremiä, Susann«,können hier ebensowenig in Betracht kommen wie Judith und Tobias, weil esmindestens zweifelhaft ist, ob sie griechisches Original oder Übersetzungen sind.Dasselbe gilt auch von den sogen. Salomonischen Psalmen.

III. An die dichterischen Erzeugnisse schließen sich an pseudep igraphischeVerse anderer judäischer Dichter, von denen die quantitativ und qualitativ be-deutendste« sind: