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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Geschichte der Juden.

einen andern Fluß und dieser ins Meer bei Ptolemats münde, wollen wirdem verderbten Texte zur Last legen. Er scheint dabei den Kischon im Sinnegehabt zu haben, der allerdings nicht allzuweit von Ptolemats ins Meer mündet.sSo auch Schlatter, Zur Topogr. u. Gesch. Palästinas, S. 86.s

Aber für die Unrichtigkeit in der Beschreibung der Bodenbeschaffenheit desLandes muß der Vers, selbst verantwortlich gemacht werden:Da das Landumfangreich und schön ist, und einige Striche eben, namentlich die sogenanntensamaritanischen, und die, welche an das Land der Jdumäer grenzen,andere wieder gebirgig sind"'). Die Gegend von Samaria, wozu doch auch dieBerge Garizim und Ebal gehören, und das Hochplateau, welches bis zur EbeneJesreel reicht, soll Ebene sein, und auch die südliche Gegend an der Grenzevon Jdumäa! Aber welche andere Gegend soll gebirgig sein? Alle dieseVerstöße gegen die Tatsachen genügen zum Beweise, daß nicht nur der vor-gebliche Aristeas das Land nicht gesehen hat, sondern auch nicht der Vers.Es ist seltsam, wie M. Schmidt schreiben kann (S. 12 N.):Alles, was derVers, von der Lage der Stadt (Jerusalem, und vom Tempel erzählt, macht durch-weg den Eindruck der Glaubwürdigkeit auf mich". Wir haben aber gefunden,daß seine Schilderung durchaus nicht der Wirklichkeit entspricht. DerVers, hat sich nicht einmal die Mühe gegeben, sich über Lage und BeschaffenheitJudäas, Jerusalems und des Tempels unterrichten zu lassen.

So viel wußte er, daß Samaritis ebenfalls zu Judäa gehört. Aberdamit verrät er wieder die Unechtheit. Denn Samaria bildete zur Zeit derersten Ptolemäer ein eigenes Gemeinwesen und wurde erst von Hyrkan I. gegenEnde seiner Regierung um 107 mit Judäa vereinigt. Wir brauchen indessendieses Argument nicht weiter auszunutzen, um die Unechtheit zu konstatieren, dawir bereits noch beweiskräftigere dafür gefunden haben, daß der Aristeasbries inder römischen Zeit verfaßt sein muß, da er den Morgengruß bei den Königen,(Kaisern) und das Delatorenwesen keunt, ja daß er in der nachherodianischenZeit geschrieben sein muß, da er nicht bloß die von Herodes befestigte undmit Türmen versehene Antonia, sondern auch die von dem Arabarchen Alexanderherrührende Vergoldung der Tempeltorflügel kennt. Daraus folgt, daß erin der nachaugusteischen oder nachherodianischen Zeit geschrieben sein muß.Wir dürfen aber nicht allzutief in die Kaiserzeit hinabsteigen. Daß Philo,welcher in Claudius' Zeit seine Bücher oder Abhandlungen und Predigtenniedergeschrieben hat, bereits den Aristeasbries lo. S. 578) kannte, ist auch vonandern Forschern bereits geltend gemacht worden. Denn wenn auch Philo inder Erzählung von der Verdolmetschung des Pentateuchs manche Nebenum-stände, die im Aristeasbriefe Vorkommen, verschweigt, so verrät er doch dieAbhängigkeit davon durch die Erwähnung, daß die Dolmetscher vor demKönig Philadelphia bei der Tafel philosophische Fragen beantwortet Habens.

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2) cks Vita Ilosis 6. Mangey II, p. 139, seä. Cohn und Wendland IV,207j 3' -/xox (ok 7r^La/7ke?), ?7re §ex/ax xI^A^xre^ lö/or? «arekoe? xat a-rou-

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Fxolvrav a-OP-«; X. -r. I. Dieses Argument, welches auch Ewald geltend macht,beweist unwiderleglich, daß Philo den Aristeasbries vor sich gehabt hat. Erverschweigt die Mitwirkung des Phalereus dabei, weil ihm daran lag, zu betonen,die Übersetzung sei lediglich aus der Initiative des Königs allein entstanden.