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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
Entstehung
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589
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Note 2. Die Entstehung der Septuaginta und der Aristeasbrief. 589

Gaza und der bei Jpsos (312301) geschleift wurde*). Es beweist, wie schlechtder Vers, in der Ptolemäischen Zeitgeschichte unterrichtet war svgl. jedochWendlands Bemerkung zu seiner Übersetzung a. a. O. S. 15, Aum. as. Abernoch unwissender erweist er sich in palästinensischen Verhältnissen, dis Aristeasdoch besichtigt und gekannt haben will.Als wir in dem Orte (Jerusalem) an-gelangt waren, sahen wir die Stadt in der Mitte von ganz Judäa auf einemBerge liegen, welcher sich hoch erhob. Auf der Spitze (des Berges) war derTempel prächtig erbaut"^). Diese Angabe allein stempelt den Brief zu einer

Fiktion. Jerusalem, das auf drei Höhen erbaut war, von denen der Tempel-

berg nicht der höchste war, soll auf einem einzigen Berge errichtet gewesen sein,und der Tempel auf dessen höchster Spitze gestanden haben! Und Jerusalemsoll in der Mitte des Landes gelegen haben! In grellem Widerspruch mit derWirklichkeit wird die Ausdehnung des Landes Judäa höchst übertrieben ange-geben.Da sie (die Bewohner Judäas) richtig einsahen, daß die Plätze eine

große Menschenmenge erfordern, so haben sie die Anlage der Stadt (Haupt-

stadt! und der Dörfer berechnet, da (das Land) von altersher nicht weniger als6000mal 10,000 Aruren enthielt. Als dann später die Nachbarbewohner hin-zukamen, so bestanden die Losteile für 60 mal 10,000 Menschen aus je 100Aruren" °). Die Bodensläche des Landes betrug also 60,000,000 Aruren, undzwar ägyptische Aruren, die der Verf. doch nur im Sinne gehabt haben kann,zu 22,500 Quadratfuß! Welch eine übertriebene Ausdehnung! Wer den Jordanschildert, wie es in diesem Briefe geschieht:Der sogenannte nimmer versiegendeFluß Jordan fließt um das ganze Land; da der Fluß, wie der Nil zur Zeitder Ernte überfließt, so bewässert er viel vom Lande"*); wer davon so spricht,der hat den Jordan niemals gesehen, auch keine sachgemäße Beschreibung davonvernommen, sondern muß aufs Geratewohl den Jordan dem Nil haben gleich-stellen wollen, um die Bedeutung und Fruchtbarkeit Judäas zu illustrieren. Znseiner Entschuldigung wollen wir den weiteren Unsinn, der in dem Satze steckt:welcher die Flut in einen andern Fluß in der Gegend der Ptolemäer (?) er-gießt; dieser mündet in das Meer", diesen Unsinn, als wenn der Jordan in

*) Diodor XIX, 93 II, p. 390: x»ri»x«>re (Ural, v awry^) . . I^xyv''/örr-r^v X. r. I. über Ptolemals vgl. Pauly Neallexik. 8. V

2) H. p. XIII, Sch. p. 29, seil. Wendl. 8 83s: kökmyoü^tkv rt/v 7rcU.LV TLkayv

xke/c/v^v »Ir,? UsvclceL«? k/r' opoi'? r(v ttvctr«ciLv. r/rc clr

rH? xo^v->,/? xcxrcoxkricroro rv tkyvv tx/rycTrid? (Var. kürr^kTriü?) k/ov.

b) Schmidt gibt richtig an, daß im Texte (p. 34 secl. Wendl. Z 113j) beiBeschreibung Palästinas eine ^Zersetzung stattgefunden haben^muß. ^ Z. 30 fg, ge^

rxarovräyorlyvL. Das letztere kann unmöglich mit zum Boraufgeheuden gehören,da dieses von dem Jordan spricht, und dabei kann ja unmöglich von Arurenund von Loosteilen die Rede sein. Es bezieht sich also auf die Ausdehnungdes Landes, und man muß zur Konstruktiv» . .'ay? ergänzen ry?

*) Sch. p. 34, 29, soll. Wendl. H 116s ?rk^-F(ikL ck' »üryv (rHv ^!,Iy«v) v^r^o^kvo? Toyckcrv^? 7rc>r«/co? «k-yyov; (V. «ktyo--?). Dazu gehört, wenn mandie zu einer anderen Stelle gehörenden ZZ. 30 33 ansscheidet, die Ergänzungp. 35, Z. 1 4 Trlyyov/Ikvo? 0" « 7ror«/«u?, xcrölc,? ä IVkllo?, kV >r«L? rrpü? rövOkyLaTLvv ?//ctc«e?, 7rc,).1,)v «yckkükL rH? A-H?. ö? tt? k'rcyvv rrora/cöv k/t^tt/Ikt 1 V.kx/Z«I1k«> ro tzkv,,» xarä rxv /Iro1e/,«<07V ^o-y«v. »r-ro? KkLvLV kt? A«I«oa«v.