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Geschichte der Juden.
fallenderweise ist die Schilderung der Tempelpforte» am meisten hervorgehobensdaß diese Schilderung am meisten hervorgehoben werde, ist aus dem Zusammen-hang nicht ersichtlich): „Aus den Pforten und den Fugen derselben, an denPfosten und aus der Festigkeit der Oberschwellen war ersichtlich der darauf ver-wendete verschwenderische Aufwand an Gold" ^). Warum wird die Aufmerksam-keit gerade auf diesen doch ziemlich untergeordneten Teil des Tempels gerichtet?Josephus hebt am Tempel die Pracht des weißen Marmors, woraus er gebautwar, und die Zierlichkeit der Säulengänge hervor, dagegen berührt er die Arbeitder Pforten nur nebenher. Cs muß also eine eigene Bewandtnis damit haben,daß der Aristeasbrief gerade den Luxus an den Pforten betont.
Josephus berichtet nun an einer andern Stolle (jüd. Kr. V, 5, 3): daß außerdem Nikanortore im Weibcrvorhofe, welches aus Erz war, sämtliche Tore mitdickem Silber und Gold belegt waren. Diesen Belag habe Alexander,der Vater des Tibcrius (Alexander Lysimachos) anfertigen lassen: --«t iw,-
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Also nicht Herodes hat die reiche Vergoldung an den Tempelpforten anbringenlassen, sondern der reiche Arabarch, der ältere Bruder Philos. Da dieser inAlexandrien lebte, so war natürlich diese Tatsache den alexandrinischen Judäernbekannt, auch denen, welche diese Pracht nicht gesehen haben. Es ist nun be-greiflich, daß der in Alexandrien lebende Vers, (vergl. weiter unten) gerade diesePartie am Tempel, von welcher in seiner Heimat ohne Zweifel viel gesprochenwurde, als besonders bemerkenswert hervorhebt. Es folgt also unwiderleglichdaraus, daß der Verf. durchaus den herodianischen Tempel schildert, und daßer gar in der nachherodianischen Zeit geschrieben haben muß, nachdem AlexanderLysimachos „den verschwenderischen Aufwand" an den Torflügeln undPfosten des Tempels hatte anbringen lassen. Es käme also darauf an zu kon-statieren, in welchem Jahre diese Verzierung angebracht wurde, um einenTerminus a guo daran zu haben. Alexander war schon unter Tiberius eineangesehene und reiche Persönlichkeit (vergl. weiter Note 4). Er kann also schonunter Tiberius die reiche Verzierung für die Tempelpforten geweiht haben.Wir müssen wieder darauf zurückkommen: da der Verf. diese Verzierung her-vorhebt, so kann er nur in der nachaugusteischen Zeit gelebt haben. Schriebder Verf. in der römischen Zeit, so ist es nicht ansfallend, daß sein StilLatinismen verrät, wie Cobet (a. a. Ö.) nachgewiesen hat.
5) Doch ehe wir diese chronologische Seite weiter verfolgen, müssen dievon andern Kritikern übersehenen Unrichtigkeiten, Schnitzer und Anachronismen indiesem Briefe aufgedeckt worden, wodurch nicht nur der pseudepigraphischeCharakter, sondern auch die Tendenz desselben heroorleuchtet. Es ist nicht ganzunerheblich zu bemerken, daß er die Stadt Akko von Ptolemäus Philadelphuserbaut und nach ihm Ptolemais genannt sein läßt^), während sie bereits vorherbestanden hat, von Ptolemäus I. Ptolemais genannt und von demselben zu-gleich mit Joppe, Samaria und Gaza in der Zeit zwischen der Schlacht bei
^1 H. X, Sch. 29, seck. Wendl. § 85): (!eZ'. ^<W) roü cke
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177 - H 7 -MI- /c/oi-vi« Die Emendation x«>l
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2) H. p. XIV Sch. p. 34 sock. Wendl. H 115): v/iotk-i? W /WoW/itttlcL rHvroü (darunter ist Philadelphus zu verstehen) kxrta,t^^i- §»;§«).