Note 1. Die Fastenrolle oder das LlsAilIat-Dakmit.
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Sadduzäismus bekehrt hatten und bei den Pharisäern verhaßt waren, habendiese wahrscheinlich verboten, den Ehrentitel „Hoherpriester des höchsten Gottes"in Urkunden zn gebrauchen, weil sie sie nicht mehr als legitime Hohepriesteranerkannt haben; und der Tag, an dem die Pharisäer solches durchgesetzt haben,mag zum Halbfeiertag erhoben worden sein. Auch dieses kann nach AlexanderJannais Tod vorgekommen sein, und deswegen könnte der Gedenktag alsantisadduzäischer bezeichnet werden. Daß übrigens nrnron statt rrooiiu gelesenwerden muß, ist selbstverständlich.
I>. Gedenktage aus der römischen Epoche.
Es sind nur wenige Tage aus dieser Zeit ausgezeichnet im Verhältnis zuder größeren Zahl der Siegestage aus der syrischen Zeit. Aber auch diesewenigen zeugen von der lebendigen Beteiligung der Vertreter des Juden-tums und der Nation an den glücklichen Ereignissen dieser Zeit. DerGedenktag für Herodes' Tod gehört ebenfalls in diese Gruppe, da er eigentlichals Römling verhaßt war.
22) Herodes' Todestag, 2. Schebat (25). Es ist schon erwähnt (o. S. 57l),
daß weder bei diesem Gedenktag, noch bei dem des 7. Kislew in der Aufschriftirgend eine Motivierung angegeben ist, sondern daß beide ganz trocken durch dieFormel: oie> an und oeoab ai- ausgedrückt werden. Das Scholion setzt
bei diesem Herodes' und bei jenem Jannais Tod an. Da es schwerlich dieMotive für diese Gedenktage erfunden hat, so müssen sie traditionell gewesen sein.Herodes ist indessen nach Josephus' Angabe im Nissan oder frühestens im Adargestorben, da die siebentägige Trauer um ihn erst gegen das Passahfest zuEnde ging (Altert. XVII, 8, I). Man muß also annehmen, daß zur Zeitder öffentlichen Begehung dieses Gedenktages — gewiß erst nach Archelaus'Verbannung oder vielleicht noch später nach Beseitigung der Herodianer —Herodes' Todestag nicht mehr in sicherer Erinnerung geblieben war. Aber soviel ist sicher, daß das Scholion die Todestage des Jannai und Herodes ver-wechselt hat. Es scheint aber durch Verkennung eines Namens zu dem Irrtumverleitet worden zu sein. Es berichtet zum Gedenktags des Monats Schebatvon dem Befehle, 70 judälsche Gesetzeslehrer an dem Todestage hinzurichten,und daß eine Frau Salominon diesen Befehl nach dem Tode des Tyrannenunausgeführt gelassen habe. Nach Josephus (das. 8, 2, jüd. Krieg I, 33, 6)war der Tyrann Herodes und die Befreierin seine Schwester Salome. Dader Scholiast aber nur die Königin Salominon, Jannais Frau, kannte, sohat er diese mit Herodes' Schwester verwechselt, das Faktum von dem Blut-befehl dem Könige Jannai zugeschrieben und demgemäß auch Jannais Tod inden Schebat gesetzt. Einen Anhaltspunkt dafür, daß Herodes' Todestag alsFesttag gefeiert wurde, gibt auch Josephus. Er läßt Herodes in der Vor-ahnung seines Todes sprechen: „ich weiß, die Judäer werden meinen Todestagseiertägig begehen" (jüd. Krieg das.): oeck«, räv k/-av vr«?
23) Das Eintreffen der Nachricht vom Tode des Kaisers Cajus Caligulaund das Unterbleiben des Befehls, das kaiserliche Standbild im Tempel auf-zustellen, 22. Schebat, (26). Vergl. darüber Note 2l.
24) Das Einstellen der Steuerleistungen an die Römer, 25. Siwan (9).
So glaube ich diesen Gedenktag erklären zu können. Vor allem spricht derWortlaut dafür; denn die welche aus Judäa und Jerusalem vertrieben