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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Geschichte der Juden.

scheinende Erklärung. Es erzählt: Bis dahin sei das Synhedrion aus lautersadduzäischen Mitgliedern zusammengesetzt gewesen, weil kein Pharisäer mitden Sadduzäern habe zusammen sungiercn wollen. Nur Simon ben Schetachhabe die Skrupel überwunden und sich als Mitglied aufnehmen lassen. Durchöftere Berufung auf das sadduzäische Prinzip, nur die biblische Norm anzu-erkennen, habe Simon die Sadduzäer so sehr in die Enge getrieben, daß sienach und nach ansgeschiedcn seien. Der König Janna'i und die Königin Salomehaben den Sitzungen beigewohnt. Der Tag an welchem das Synhedrion vonsadduzäischen Mitgliedern völlig gesäubert war, sei zum Gedenktag erhobenworden: »bl ibrn n-ew p'NTiwo poem ppnx n.nvo 'wv

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u"> ININVP . . . ppiir bL' PNNNW Npbrwi 2 >. Erfunden ist diese Erzählung sicherlichnicht, und sie paßt zu der Aufschrift vollständig. Es ergäbe sich daraus, daßdie Pharisäer schon unter Janna'i' ein Synhedrion gebildet haben, und daßdieser König einmal in gutem Einvernehmen mit ihnen gestanden habe. Jeden-falls beweist der Ausdruck in der Aufschrift nun bpnach dem Gesetze", d. h.nach dem pharisäischen Gesetze, daß dieser Gedenktag in die Zeit der Reibungenzwischen den Parteien gehört s)Vgl. die wunderliche Meinung Dalmans (a.a. O. S. 33 s), der an die Anekdote im jüd. Kr. IV, 5, 4 denken möchtest

14) Das Aufheben des sadduzäischen Strafkodex 14. Tammns (10). Dieser

Gedenktag gehört zu den wichtige». Das Scholion motiviert ihn, wie es denAnschein hat, durch eine Nachricht aus einer guten Quelle. Die Sadduzäerhatten einen eigenen Kodex neben den mosaischen Strafbestimmungen für dasStrafmaß bei Verbrechen gebraucht, welchen die Pharisäer nach ihrem Siegeverwarfen und zwar aus dem Grunde, weil Traditionen nicht nieder-geschrieben werden dürfen: ibn nn» irv L'piixb nnvi mno n'.iv'

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Die Pharisäer hatten allerdings durch die Zuneigung der Königin SalomeAlexandra zu ihrer Partei das Übergewicht erlangt, wie Josephus bezeugt(Altert. XIII, 16, 2): xcri rol; c-rlepe-rkv -rarklv

Ilt. . . xal kl' kl ük xae kMk 1yx«röe . . x«rkl?wcr',

ck-cc^raalor. Ebenso jüd. Kr. I, 5, 2. Die unter dieser Königin erlangte Machthaben die Pharisäer eben benutzt, auch die sadduzäische Gerichtsordnung zukassieren, und ihre eigenen Norme» dafür zu substituieren. Möglich, daß diePharisäer nicht bloß an der schriftlichen Aufzeichnung der Gesetze, sondern auch andem strengen Strafmaß der Sadduzäer Anstoß genommen haben. Wir wissenaus Josephus, daß die Sadduzäer in peinlichen Prozessen mit äußerster Strengeverfuhren, während dis Pharisäer Rücksichten der Milde walten ließen:^«llckovx«»,,!- . . . vdrky klar Trept xplakre «szioi Tra'xr«; rov? '/ouOa/ov?

(Altert. XX, 9, 1) . . . »Ilm? rk x«r Pliakt k»? xo?.«ocre k-rrerxid?ot ck-»^roalo« (das. XIII, 10, 6).

15) Die Gedenktage zur Einnerung an dis pharisäische Ansicht, daß dieGemeindeopfer aus einem Nationalschatze bestritten werden sollten, d. h. daßsie einen nationalen Charakter haben, 1.8. Nissan (1); vergl. über dieseDifferenz Note 12, 8, t) Das Scholion hat bei diesem Gedenktage einenhöchst wichtigen Zusatz, der sich in der Parallelstelle des Talmud (Menachot 65 a)nicht findet, daß nämlich das regelmäßige Einsammeln der Tempelspenden zum