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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Geschichte der Juden.

über welche erst Beratung gepflogen wurde, was damit geschehen sollte, undder Beschluß war, sie nicht gleich jenen Steinen an einen unreinen Ort zu ver-setzen, sondern sie aufzubewahren, bis der Prophet (Elia) kommen werde, darüberzu entscheiden (das. 4446; vergl. Aiäckol 1, 8). Die unreinen Steine warenalso nichts anderes, als steinerne Bildsäule», welche die syrische Zwingherrschaftin den Tempelvorhof hatte stellen lassen. Hierher muß man auch das Scholionzu 8, 1 ziehen, das an eine Unrechte Stelle geraten ist, es bedarf aber derEmendation, wovon man sich beim ersten Blick überzeugt: oipv ouv uov

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pmu 1 W 1 »LN nnme> m PN. Die Edelsteine haben hier wahrlich keinenPlatz; man lese dafür NlKvl2 ovon -rvö Auch nach dieser

Emendation gibt das Scholion noch keinen rechten Sinn. Das Beraten unddas Appellieren an den Propheten Elia galt nicht den unreinen Steinen,sondern, wie gesagt, den Steinen des Altars. Es scheint ein ganzer Passusausgefallen. Nach muno o«wu läßt sich ergänzen: v.-vv un vom mbuiMi ninns. So stimmt dieses Scholion vollständig mit der Nachricht desMakkabb. überein und beleuchtet das Motiv des in Rede stehenden Gedenktages.Das Scholion erklärt deutlich die unuiruv durch die unreinen Steine, und esverdient in allen Fällen Glauben, wo es anderweitig unbekannte Nachrichtenheranzieht sVgl. hierzu Derenbourg a. a. O. S. 60f. u. Schwab, ^.etesän onrüems ooiiZ-rsa international äeo Orientaiistea, gnatriems Lsetion(Paris 1898) S. 213 ff, Dalman a. a. O. S. 33 möchte an die Entfernungder Feldzeichen unter Pontius Pilatus, Alt. XVIII, 3, 1, j. Kr. II, 9, 2denkens.

2. Die Tempelweihe (23), wobei weiter nichts zu bemerken ist, als daßdas Scholion hierbei seinen kompilatorischen Charakter augenfällig an denTag legt. Es trägt dabei alles zusammen, was über diese Halbfeier zu sagenist, Halachisches und Haggadisches, Geschichtliches und Sagenhaftes. Daß ihmauch eine gute Quelle Vorgelegen hat, beweist es durch die nüchterne Nachricht,daß die Tempelweihe deswegen acht Tage dauert, weil die Einweihung solange Zeit erforderte, ww: p> -v-o ubu ?o>L' i, Twim r>ivp7 mi nv,

.o-ro 'v w L'pop.12 wii niv 'br i: vpn, i'vo wie-, nrw.i ou Mi iw>,"ch 'unvwn nwEs ahnt nicht einmal, daß dieses Motiv in Widerspruch steht mit der in einemAtemzuge erzählten Sage von dem wunderbaren Ölkrügchen, dessen Inhaltauf acht Tage gereicht hätte. Über die Feier der acht Tage vergl. Note 10,wo nachgewiesen ist, daß in dem Sendschreiben im Eingang zum II. Makkabb.angenommen wurde, die Einweihung des Tempels unter Salomo und unterNehemia (Serubabel) habe acht Tage gedauert.

3. Der Todestag des Antiochos Epiphanes, 28. Schebat (27). DasScholion hat hier die richtige Erklärung, daß der Todestag dieses Tyrannendeswegen denkwürdig erschien, weil er fern von seinem Lande umkam: pvv

H mrivV. Es bezieht sich auf Antiochos' Kriegszug gegen

die Parther, wobei er einen schmählichen Untergang gefunden. Diese Quelle,so trübe sie auch im allgemeinen ist, teilt nicht jene Legende, daß Antiochosseine Grausamkeit gegen die Judäer und seine Lästerungen gegen den GottIsraels bereut und sich vorgenommen habe, sich zum Judentume zu bekennen,eine Legende, welche das II. Makkabb. so oratorisch ausschmückt (e. 9). Auchdas I. Makkabb. kennt diese Sage von Antiochos' Neue, deutet sic aber nurwie hingeworfen an (6, 1213). Dagegen hat sie das Sendschreiben der

Jerusalemer an die Alexandriner noch nicht (Note 10) und wie es scheint, auch