Note 1. Die Fastenrolle oder das DlsAillut-Nu unit. 563
römische; L. Solche ohne besonders bekannte oder historisch-wichtige Beziehungund I?. Diasporische, d. h. solche, welche erst in der Zeit nach der Tempelzer-störung aufgekommen sind. Bei den meisten ist die Veranlassung der Halb-seier angegeben, nur bei zweien, Nr. 21 und 25, steht die kurze Formel: am on.Bei vierzehn Halbfeiertagen steht der Zusatz, daß an denselben nicht öffent-liche Trauer angestellt werden dürfe, das sind die wichtigeren. Sie galten fürso bedeutsam, daß sie auch den vorangehenden Tag mit in den Kreis derHalbfeier hineinziehen (nach einer Ansicht auch den nachfolgenden). Darüberwird schon in der Zlisoiina. (lÄauit 15b) verhandelt. Wir sind dadurch inden Stand gesetzt, zu beurteilen, welchen Ereignissen eins höhere Wichtigkeitbeigelegt wurde.
Ein vormakkabäischer Gedenktag.
Zwei Gedenktage sind für die Einweihung der Mauern Jerusalems an-geführt Nr. 3 und 13. Das Scholion bemerkt dabei, der eine bezöge sich aufdie Einweihung unter Nehemia und der andere auf die Wiederherstellung dervon den Griechen zerstörten Mauern. Es ist wohl richtig, daß sich je einerderselben auf eine andere Zeit bezieht. Daß die Hasmonäer bei der Aus-besserung der Mauern eine Feierlichkeit eingeführt hätten, ist zwar nicht be-kannt. Aber zu Nr. 13 deutet das Scholion wohl richtig an, daß dieser Ge-denktag sich auf die Vergrößerung der Stadt durch eine Ilmwallung beziehe.Vergl. darüber Note 22. Demgemäß gelte der erstere für die nehemianischeZeit, und auch dieses könnte stimmen. Nehemia hatte die Mauern am 25. Elulvollendet. Aber die Einweihung derselben muß erst später erfolgt sein, da dieStadt erst bevölkert werden mußte (vergl. Bd. IIb S. 149 fg.). Ein halbesJahr mag darüber vergangen sein, von Elul bis Jjar, schwerlich aber einganzes Jahr von Elul bis Elul (Nach D alma n, a. a. O. S. 32 wäre der7. Jjar nur eine falsche Dublette zum 7. Elul, wo aber der 27. zu lesen sei.Ein m. E. unannehmbarer Vorschlags.
L. Hasmonäischc Gedenktage.
Diese Halbfeiertage erinnern teils an die Siege über die Syrer und Helle-nisten, teils an glückliche Ereignisse, welche infolge derselben eingetreten sind,endlich an Unternehmungen, die von den Hasmonäern ausgegangen sind.
I. Unter Juda Makkabi.
1. Die Vorbereitung zur Tempelweihe und die Beseitigung der Bildsäulenaus dem Tempel 3. Lislsrv (20). Das Wort unumw ist nichts anderes alsim Sinne von Bildsäulen überhaupt, wie es Josephus gebraucht(j. ttr. II. 9, 2), und nrni ist dasselbe wie nniip, wie es noch das Scholionhat; die syrische Version übersetzt konstant irn mit unii. Gerade an dieserStelle hat der Scholiast eine richtige Motivierung: die Griechen hatten Bild-säulen im Tempelvorhofe aufgestellt, und die Hasmonäer haben sie — zwei-undzwanzig Tage vor der Tempelweihe — hinweggeräumt: onn navoa'v am'rrm n'a a' rnixa -imm'o. Auch das I. Makkabb.
erzählt von unreinen Steinen, welche die Tempelreiniger nach einem un-reinen Platz hinweggeschafft haben: xai /§«»> robe U'0av? roü »'<:
rn/rox äxciK»prav (4, 43). Diese unreinen Steine unterscheidet dasMakkabb. ausdrücklich von den verunreinigten Steinen des Altars,
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