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Geschichte der Juden.
Der Charakter dieser Quelle ist so eigentümlich, daß sie sich mit keinemeinzigen historischen Schriftdenkmal vergleichen läßt und daher schwer zu be-nennen ist. Das ölsg-iI1at>Da?auit ist seinem Ursprünge nach ein wahrhaftesinonnmsutnm aere persunius, indem es die Zeit, die Zerstören» der Denk-mäler, gewissermaßen zur Wächterin derselben einsetzt und sie zwingt, in ihrersteten Verjüngung die historischen Erinnerungen mitzuverjüngen. Fünsuud -dreißig entweder die ganze Nation oder die Träger derselben betreffende,freudige Ereignisse wurden durch Gedenktage verewigt. An solchen Tagenmuhte öffentliches Fasten, an einigen auch öffentliche Trauer eingestellt werden.Diese Gedenktage oder wie sie Josephus nennt (Altert. Xll, I0,ö),
sind so lange gewissenhaft beobachtet worden, bis die trostlose Gegenwart denSinn für die Vergangenheit abgestumpft hat. Die Nation selbst, welche dieTaten vollbracht oder die freudigen Begebenheiten erfahren hatte, war durchdie Beobachtung der Gedenktage gewissermaßen die Tradentin jener Tat-sachen. Erst kurz vor der Teinpelzerstörung wurden diese Gedenktage schriftlichausgezeichnet (vergl. Note 28), und zwar aramäisch im Lapidarst!!. An diesenKern haben sich Zusätze, teils in der talmudischen, teils in der nachtalmudischenZeit, als Erläuterungen zu dem fast rätselhaften Texte augesetzt. Diese Er-läuterungen unterscheiden sich auch äußerlich durch ihre hebräiiche Fassung vonden chaldäischen Aufschriften. Das edierte öleZ-illar Da ault enthält also dreierleiBestandteile: 1. den Text, 2. die Scholien, die zum Teil schon aus dertalmudischen Zeit stammen, und 3. Glossen, welche erst in der gaonäischenEpoche hinzugekommen sein mögen. Erwähnt werden diese Sieges- oderFreuden- oder Halbfeiertage, außer im Talmud, im Buche Judith (8, 6).Judith fastete alle Tage ihrer Witwenschaft mit Ausnahme der Borsabbat-tags, der Sabbate, der Neumondtage, Festeszeiten und der Freud entngedes Hauses Israel ( ««i kr,sark»ok . . . .... xai
ol'xuv Ohne Zweifel spielt der Verfasser damit auf die Tage an, an
welchen nicht gefastet werden durfte: p.-w x-rv.
Daß die erste Sammlung nur die Aufschriften allein enthielt, und über-haupt, daß das in den Talmuden zitierte öleK-illab Daauir nicht die gegen-wärtige Gestalt hatte, dürfte jetzt als ausgemacht gelten. Die Beweise dafürliegen auf der Hand. So werden im Talmud (Da'anib 17 d) die ersten zweiHalbfeiertage des Monats Nissan aus ölegillat Da auib in einem Zuge zitiert,während sie in unseren Ausgaben durch eins lange Motivierung und Diskussionunterbrochen sind (e. I). In das zweite Kapitel ist eine Kontroverse hinein-gekommen, die gar nicht einmal zur Motivierung dient, sondern einfach alsReminiszenz aus dem Talmud (LüuIIiu l2ül>) entlehnt ist. In o. 3 ist eineMotivierung etngesührt, die erst R. Abbahu als individuelle Meinung aufgestellthat, daß nämlich Migdal-Schur identisch sei mit Cäsarea. Man vergleichedie talmudische Stelle (ölsAilla 6a) mit der Fassung in öl. D. und man wirdsich überzeugen, daß die Motivierung nicht ursprünglich ist. i.-wu -i -wn
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nie- ^n -2 nn-nn nnm pni,e im einem. In öl. D. wird diese Erklärung ohneweiteres angenommen: bei ne map u nie- nnee nn-nn. In e. ö Endeist ein Stück aus llerns. Lada Lalra p. I7a ausgenommen, wo es aber keines-wegs als Zitat aus öl. D. aufgeführt wird. In c. 6 (Anfang und Ende)sind als Motivierung Stellen aus dem Talmud zitiert, die gar nicht dazu ge-hören. In o. ll bei der Chanukafeier sind einige sich widersprechende Boraithasüber die Veranlassung derselben zusammengeschweißt, und das, was im Tal-