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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Note 1. Die Fastenrolle oder das AtsAillat-Na anit.

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mud (Ladbar 21b), durch die Frageformel nrnn >»2 eingeleitet, erzählt wird,ist als Motiv aufgenommen und zwar ini Widerspruch mit dem folgendenMotiv. Der Schluß gehört gar nicht mehr zum Thema. In o. I l oder 12(6oci. Halberatam) kommt eine ganze Boraitha vor über die Unterschiedezwischen den Halbfeiertagen und den Hauptfesttagen. In o. 12 Anfang machtsich der spätere Zusatz schon durch die Ausdrucksweise kenntlich. Es wird nämlichdie Bemerkung eingeflochten, daß die Reihenfolge der namhaft gemachten Gedenk-tage nicht eine chronologische sei, sondern daß in jedem Monate die wichtigenTage aneinander gereiht worden, ohne daß damit gesagt sei, daß der frühererwähnte auch wirklich dem später erwähnten chronologisch vorangegangen sei.

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w v'L- pipu-> rnm oni, ivsn. Man übersehe nicht, daß dis Fassung: c.-m weneinen Scholiasten voraussetzt. In demselben Kapitel werden die Motive zudem Trajans- und Nikanortag so angegeben, wie sie im Talmud Vorkommen,aber dort werden sie durch die Frageformel -un? on>ia> -u 2 ? eingeleitet(Taanir 18b), was wiederum voraussetzt, daß diese Motivs nicht in derSammlung des 11. T. standen, welche bekanntlich in jedermanns Hand warund gleich Schriftversen zitiert wird. Als Zusätze verraten sich ferner dieErwähnung eines Amora R.CHidka, die lange Erzählung von Choni ha-Meaggel nach der Fassung der Boraitha, die ungeschickte Etymologie von Akra(ui,pn) durch o'u-:zml). Interessant ist, daß im Talmud (Taanit 12a) dis-kutiert wird, ob cs einfach heißt: -w» oder w-w -w", während in unsererSammlung des Usg'iiiat T. o. 12 die letzte Ansicht rezipiert ist. Außerdembegehen die Zusätze manche argen Schnitzer und machen sich durch einige stehendeRedensarten, wie: u°iu oiw nu^i> :m u^n kenntlich.

Für den geschichtlichen Zweck haben von den drei Bestandteilen unseres^1. D. nur die chaldäischen Aufschriften Wert. Die Motivierungen sind nur alsScholien zu betrachten, deren Richtigkeit davon abhäugt, ob sie den Sinn derAufschrift oder des Textes treffe» oder nicht. Oft ist die Motivierung desScholions ganz verfehlt, zuweilen bringt es jedoch eine Tatsache heran, dienicht auf der Hand liegt und aus älteren Quellen geschöpft scheint. Nur wenndie Erläuterung vor der sprachlichen und sachlichen Kritik bestehen kann, ver-dient sie Berücksichtigung, andernfalls muß die Aufschrift selbständig erläutertwerden. Die selbständige kritische Erläuterung der mißverstandenen Aufschriftenzu geben, ist meine Ausgabe im folgenden, und es werden sich dabei mancheinteressante Ergebnisse für die »achexilische Geschichte entwickeln, welche als Er-gänzung oder Berichtigung des Josephus dienen können. Um Wiederholungenzu vermeiden, folgen hier die brachylogischen Aufschriften des U. T. der Reihe»ach, wie sie in der ursprünglichen Sammlung gelautet haben, die zur Zeit

*) In Loä. Uaibsrstam ist die L. A. pwr.n o:? 2 (?), vergl. M. S. 1875

S. 44 gewiß inkorrekt. Die Anmerkung zu n-pn 'w, 2, 4 irwp m

beweist, daß die Schlußredaktion erst nach Entstehung des Karäertums, nach 760,entstanden ist sJch möchte meine Deutung dieses Glossems in der M. S. 1876,S. 451 noch immer für beachtenswert halten.). Die Scholien, für welche es

keinen Beleg aus dem babylonischen Talmud oder Midrasch gibt, stammen

ohne Zweifels?) aus dem jerusalemischen Talmud und zwar aus Traktaten,die untergcgangen sind. Insofern haben solche Scholien auch einen gewissenWert.

Graetz, Geschichte der Juden. III.

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