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Geschichte der Juden.
schwichtigen konnten, so machten sie eine Hetzjagd gegen sie. Daraufwurden 600 Zeloten gefangen, dem Statthalter Lupus überliefertund von diesem hingerichtet; die übrigen zerstreuten sich über Ägyptenbis nach Theben. Sie wurden allmählich ergriffen und schwer ge-foltert, damit sie den Kaiser als ihren Herrn anerkennen sollten. Abersie erduldeten die grausamsten Qualen, Knaben und Männer um dieWette, ohne ihren zelotischen Grundsätzen untreu zu werden und starbenlieber unter der Folter. Vespasian, der fürchtete, Ägypten könnteein Herd für neue Aufstände der Judäer werden, befahl, den Onias-tempel zu schließen, um sie des religiösen Mittelpunktes zu berauben.Die Weihgeschenke des Oniastempels wandelten wie die des jeru-salemischen Heiligtumes in die kaiserliche Schatzkammer, und dasheliopolitanische Heiligtum wurde, nachdem es 243 Jahre bestandenhatte, für immer geschlossen (73—74fl>).
Der Teil der Zeloten, der nach den Städten von Kyrenalka ge-flohen war, erregte unter den dortigen Jndäern ebenfalls einenAufstand und hatte kein besseres Ende. Ein Zelot Jonathansammelte viele kyrenäische Judäer um sich, führte sie in die libyscheWüste und verhieß ihnen Wnnderzeichcn. Auch hier zeigten die an-gesehenen Judäer den Anfstandsversuch dem römischen Statthalter,Catullus, an, der die Aufständischen ergreifen und zum Teil hin-richten ließ. Jonathan fiel erst nach großer Mühe in die Hände der
Römer und rächte sich an den reichen Jndäern von Kyrene dadurch,
daß er sie als Mitschuldige angab. Catullns ließ 3000 (?) von ihnenhinrichten, darunter auch den Angesehensten von ihnen, Alexanderund seine Gattin Berenice, konfiszierte ihr Vermögen und stelltees dem Kaiser zu. Jonathan und seine Mitgefangenen wurden inFesseln nach Rom gebracht' und wollten aus Rachegefühl Josephusund einige römische Judäer in ihre Mitschuld hineinziehcn; Titus aberkannte Josephus' treue Gesinnung gegen die Römer zu gut, als daß
er der Anklage Gehör geschenkt hätte. Er verwendete sich für ihn,
und so wurden er und seine Mitangeklagten freigesprochen. Jonathanwurde zuerst ausgepeitscht und dann lebendig verbrannt 2). Das war
fl Das. VII. 10, 1 — 4; vergl. o. S. 31 N.
fl Das. II, I—3; vita 76. Ob Josephus die Sache wahrheitsgemäß dar-gestellt hat, ist fraglich. Denn im jüd. Kr. VI, 2, 2 deutet er etwas au, was erzuin Schluß nicht erzählt, nämlich, daß der Hohepriester Jsmasl in Kyreneenthauptet wurde. Die Worte lauten: MV (vtHv /-ev
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L»p^vA. In Kyrene sind aber Aufständische und Beteiligte oder Verdächtigehingerichtst worden. Wie kam der Hohepriester Jsmaöl nach Kyrene? Vielleichtist Lup^v^ eine Korruptel.