Hungersnot in Jerusalem.
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Hannes um das Werk anznzünden, mißlang, und so stürzte die Mauerder Antonia unter den heftigen Stößen von außen zusammen (1. Tam-mus, Juni). Wie erschraken aber die Römer, als sie hinter dieserMauer eine neue erblickten! Vergebens strengten sie sich an, diesemit Sturm zu nehmen. Einen Überfall in der Nacht schlugen dieJudäer zurück, und der Kampf dauerte bis zum andern Morgen^).Aber die Antonia blieb in der Gewalt der Römer, und Titus ließ siezerstören. In dieser Zeit (17. Tammus) hörten die täglichen Opferaus Mangel an Tieren ans"). Von neuem ließ Titus das Volk zurÜbergabe der Stadt auffordern und beteuerte, den Tempel verschonenzu wollen; aber er wählte stets einen Dolmetscher, dessen Erscheinendie Kämpfenden nur noch mehr erbitterte. Johannes erwiderte auf dieAufforderung: die Gottesstadt könne nicht untergehen, und das Endegehöre Gott an^). Doch ließen sich von neuem einige Mutlose zumÜberlaufen überreden, Söhne und Verwandte von hohenpriesterlichenGeschlechtern, darunter auch drei Söhne des Hohenpriesters Jsmaelben Phiabi. Titus ließ diese Überläufer unter Bewachung nach derStadt Gophna bringen^).
Die Belagerten verteidigten nach dem Fall der Antonia denTempel. Eine römische Truppe, welche in der Nacht den Kampfwieder aufnahm, wurde von den Tapfersten der Tapfern, Juda benMerton, Simon ben Josias, Jakob und Simon ben Kathla,Jakob ben Sofa, dem Jdumäer, Gyphtai, Alexas und Simonben Ja'ir zurückgeschlagen. Da richteten die Römer ihre Angriffs-werke gegen die Tempelmancr, und die Judäer wurden gezwungen, dieSäulengänge, welche die Antonia mit dem Tempel verbunden hatten,abzubrechen. Sie wendeten jede List an, um die Römer zu ermüden;sie zündeten einige Säulengänge des Tempels an und stellten sich, alswenn sie die Flucht ergriffen. Darauf erkletterten viele Römer die-selben und kamen teils durch das Schwert der Judäer, teils durchdas Feuer um. Der Brand erstreckte sich aber längs der ganzenWestseite, und die schönen Säulengänge wurden ein Raub desselben(21—28. Tammus). Tags darauf verbrannten die Römer die nörd-lichen und einen Teil der westlichen Säulengäuge^).
Z Jos. jüd. Kr. VI, I, 1 — 6.
2) Das. 2, 1. Vaanit IV, 6. Josephus verdreht die Tatsache, als wennder Mangel an Priestern das Einstellen der Opfer hcrbeigesührt hätte. Menschengab es noch genug, aber Tiere fehlten.
3) JosephuS das. 2, 1.
^ Das. 2, 2 — 3.
'Z Das. 2, ö — !p 3, I.