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Geschichte der Juden.
für ihn zusammen, damit er seinen Stand würdig vertreten könne.Dieser Schritt brachte die Synhedrialpartei, deren Führer zum Teilaus hohenpriesterlichen Männern bestanden, außer sich; sie betrachtetendiese Wahl als eine Schändung der heiligen Würde, als eine Ent-weihung des Heiligtums. Nicht bloß Anan und Josua ben Gamala,ehemalige Hohepriester, sondern auch der Synhedrialvorsitzende Simonben Gamaliel, sprachen ihren Unwillen laut darüber aus. Auan, dervermöge seiner Keckheit und seines Reichtums das Übergewicht in derRatsversammlung hatte und seine Gegner durch seine Beredsamkeitauf seine Seite zu ziehen oder unschädlich zu machen wußtest, regtegeradezu die gemäßigten Bürger Jerusalems auf, die dem Hohenpriestcr-tum angetane Schmach nicht zu dulden und die Zeloten mit denWaffen in der Hand zu bekämpfen 2 ). Sein aufrichtiger oder erheu-chelter Revolutionseifer hatte einen Umschlag erfahren; aus Vorsichtoder Berechnung arbeitete er darauf hin, mit den Römern Frieden zumachen. Tatkräftig und gewalthaberisch wie er war, hetzte er gegendie kriegslustigen Zeloten und fachte den Bürgerkrieg an.
Von Auan geführt, unternahmen viele Jerusalemer einen Kampfgegen die Zeloten, welcher der Anfang der blutigen Spaltung imInnern war. Die Gemäßigten, an Zahl überlegen, drängten dieGegenpartei Schritt für Schritt aus allen Stadtteilen nach dem Tempel-berge und zwangen sie, sich in dem Tempelraume hinter der zweitenMauer (6bst) zu verschanzen. Blut war an der Schwelle des Tempelsgeflossen. Im Heiligtums selbst ein Treffen zu liefern, schien denSiegern doch gar zu bedenklich. Sie belagerten aber ihre Gegner Tagund Nacht und wollten sie zur Niederlegung der Waffen und zurÜbergabe des Tempels zwingen. Indessen verbreitete sich in Jerusalemdas Gerücht, Anan und seine Parteigenossen gingen damit um, dieRömer herbeizurufen, und dieses Gerücht, mag es nun wahr oder un-wahr gewesen sein, bewog auch Johannes von Gischala, welcher vonder Aristokratenpartei ins Vertrauen gezogen war, den im Tempel be-lagerten Gesinnungsgenossen zu schneller Hilfe zu raten. Er verab-redete mit ihnen, die Jdumäer durch Briefe einzuladen, der von Ge-fahren umringten und den Händen der Verräter überlieferten Haupt-stadt beizustehen. 20,000 Jdumäer, froh, eine Gelegenheit für ihre
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Das Beispiel vom Propheten Elisa wird angeführt, um zu belegen, daß esdurchaus nicht entwürdigend sei, sein Feld selbst zu pflügen, was dieser Hohe-priester getan habe.
st Jüd. Krieg IV, 5, 2; vergl. die Anmerkung weiter unten.
st Das. IV, 3, 9-1 l.